Kultur

Jungmusifest begeistert in Prien

Veröffentlicht von Anton Hötzelsperger

Mit einem großen Jungmusifest feierte die Jugendblaskapelle Prien am Sonntag ihr 30-jähriges Bestehen. Auch einige kurze Regenschauer konnten der guten Stimmung nichts anhaben. Zahlreiche Besucher kamen zum Sportplatz in Prien und machten das Jubiläum zu einem vollen Erfolg.

Den musikalischen Auftakt gestaltete die Bläserklasse der Grundschulen Prien und Wildenwart unter der Leitung von Valentina Urli. Anschließend zeigte die Juniormusi Samerberg unter Joseph Schillinger ihr Können, bevor die Jugendblaskapelle Samerberg mit ihrem Dirigenten Sebastian Denzler die Bühne übernahm. Es folgten die Jugendblaskapelle Riedering-Söllhuben unter der Leitung von Barbara Brunner sowie die Bairer Jugendmusi, dirigiert von Leonhard Neuner. Nach dem gemeinsamen Gesamtspiel präsentierte schließlich die Jugendkapelle Bernau unter Rupert Kamhuber ihr abwechslungsreiches Programm, ehe die Jugendblaskapelle Prien als Gastgeber unter der Leitung von Karl Willhelm Hultsch den Schlussteil des Jugendkapellentreffens gestaltete.

Ein besonderer Höhepunkt war das gemeinsame Gesamtspiel mit rund 80 jungen Musikerinnen und Musiker. Ein besonderes Anliegen von Regina Stephan, der Jugendleiterin der Blaskapelle Prien, war es, die Tradition des Gesamtspiels der großen Musifeste auch den jungen Musikerinnen und Musikern zu ermöglichen. Gemeinsam erklangen die Bayernhymne, dirigiert von Regina Huber, sowie der Marsch „Berglandkinder“ unter der Leitung von Karl Willhelm Hultsch. Den Abschluss des Gesamtspiels bildete der traditionelle Musikantengruß, bei dem alle Musiker ihre Instrumente gemeinsam in die Höhe streckten.

Anschließend präsentierte die Jugendblaskapelle Prien unter der Leitung von Karl Willhelm Hultsch ihr Können. Für einen besonders emotionalen Moment sorgte danach das gemeinsame Stück „Viva La Vida“ von Coldplay, das von der aktuellen Jugendblaskapelle gemeinsam mit dem eigens für dieses Jubiläum zusammengestellten Ehemaligenorchester aufgeführt wurde. Im Anschluss übernahm das Ehemaligenorchester selbst die Bühne und begeisterte das Publikum mit seinem Auftritt.

Durch das abwechslungsreiche Programm führte Martin Obermüller. Zur Eröffnung richteten außerdem die stellvertretende Landrätin Marianne Loferer sowie die dritte Bürgermeisterin der Marktgemeinde Prien und Jugendreferentin Rosi Hell Grußworte an die Besucher. Dabei überreichte Rosi Hell der Jugendblaskapelle Prien eine Spende der Marktgemeinde in Höhe von 500 Euro.

Neben der Musik wurde den zahlreichen Familien ein buntes Rahmenprogramm geboten. Ein besonderer Höhepunkt war dabei die Gaudi-Olympiade: An verschiedenen Stationen konnten die Kinder ihr Geschick unter Beweis stellen und einen Stempelpass füllen. Als Belohnung warteten zahlreiche Gewinne von regionalen Sponsoren, die für viel Freude und zusätzliche Motivation sorgten. Darüber hinaus sorgten eine Hüpfburg, Kinderschminken, eine Malstation sowie eine Instrumentenprobierstation dafür, dass vor allem die jüngsten Besucher voll auf ihre Kosten kamen. Für das leibliche Wohl war den gesamten Tag über bestens gesorgt.

Zum Abschluss des Festes wurde Regina Stephan besonders für ihr außergewöhnliches Engagement gewürdigt. Sie hatte die Idee zu diesem Jungmusifest und plante das gesamte Rahmenprogramm mit viel Herzblut und Liebe zum Detail. Dafür bedankten sich der erste Vorsitzende des Veranstalters, des Fördervereins Freunde der Blaskapelle Prien e. V., Michael Anner jun., sowie der erste Vorsitzende der Blaskapelle Prien e. V., Stefan Hackenberg, im Namen aller Beteiligten herzlich bei ihr. Als musikalischen Schlusspunkt dirigierte Regina Stephan noch ein gemeinsames Abschiedsstück, bei dem neben dem Ehemaligenorchester auch die Musikerinnen und Musiker der Blaskapelle Prien mitspielten.

Ein besonderer Dank gilt dem Priener Trachtenverein für die Bereitstellung des Veranstaltungsgeländes, der Musikschule Prien für die jahrzehntelange vertrauensvolle Zusammenarbeit bei der gemeinsamen Jugendblaskapelle sowie den zahlreichen Helferinnen und Helfern, die dieses besondere Jubiläum erst möglich gemacht haben.

Bericht und Bilder: Amelie Obermüller (Michael Anner junior, Hötzelsperger)


Redaktion

Anton Hötzelsperger

Als freier Journalist bin ich bereits seit vielen Jahren mit der täglichen Pressearbeit für die Region Chiemsee, Samerberg und Oberbayern befasst. Mit den Samerberger Nachrichten möchte ich eine Plattform bieten für Beiträge aus den Bereichen Brauchtum, Landwirtschaft, Tourismus und Kirche, die sonst vielleicht in den Medien keinen breiten Raum bekommen würden.

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