Gastronomie

Bayern ehrt Bayerisches Bier

Veröffentlicht von Anton Hötzelsperger

Ein besonderer Moment für die bayerische Brauwirtschaft: Bei der Mitgliederversammlung des Bayerischen Brauerbundes hat Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber den langjährigen Präsidenten Georg Schneider verabschiedet. Für sein herausragendes Engagement hat sie ihm den Bayerischen Löwen überreicht. Schneider hatte nicht mehr für das Präsidentenamt kandidiert.

„Georg Schneider hat sich über viele Jahre mit großem Einsatz für die bayerische Brauwirtschaft stark gemacht. Er hat Tradition bewahrt, die Partnerschaft mit dem heimischen Hopfen- und Gerstenanbau gestärkt und so auch wichtige Impulse für die Zukunft gesetzt. Dafür gebührt ihm unser ausdrücklicher Dank“, betonte die Ministerin. Und weiter: „Sein Engagement wirkt weit über Bayern hinaus und stärkt die internationale Wahrnehmung unseres bayerischen Bieres.“

Schneider hat die gute Positionierung im Qualitätssegment weiter vorangetrieben. Durch seine vermittelnde Art hat er die Vielfalt der bayerischen Bierbranche einen können. Dieser Zusammenhalt war und ist Teil der Erfolgsgeschichte von Bier aus Bayern im In- und Ausland. Dem neu gewählten Präsidenten Dr. Stefan Kreisz wünscht die Ministerin für seine neue Aufgabe viel Erfolg, ein gutes Gespür für die Branche und eine glückliche Hand für die Zukunft im Sinne des bayerischen Bieres. Dr. Stefan Kreisz gilt sowohl im brauwirtschaftlichen Mittelstand als auch bei großen Unternehmen der Branche als anerkannte und geschätzte Persönlichkeit. Mit seinem breiten Netzwerk und seiner fachlichen Expertise kann er wichtige Impulse für die Weiterentwicklung des bayerischen Bieres setzen.

Kaniber nutzte die Veranstaltung auch, um für den bewussten Genuss heimischer Produkte zu werben. Die Ministerin stellte klar, dass bayerisches Bier weit mehr ist als ein Getränk: „Bayerisches Bier steht für Qualität, für hochwertige Rohstoffe und für unsere Heimat. Es verbindet Landwirtschaft, Braukunst und regionale Identität – und genau das macht seine Stärke aus. Und wer auf Alkohol verzichten möchte, findet heute eine große Auswahl an hochwertigen alkoholfreien Bieren aus Bayern.“ Die knapp 600 Braustätten in Bayern stehen für Tradition, Innovation und regionale Verankerung.

Gleichzeitig machte Kaniber deutlich, dass die Branche aktuell vor großen Herausforderungen steht. „Unsere Brauereien stehen unter wirtschaftlichem Druck. Deshalb habe ich frühzeitig gehandelt und die gesamte ‚Wertschöpfungskette Bier‘ an einen Tisch geholt. Alle müssen ihren Beitrag leisten, damit dieses Kulturgut und seine mittelständischen Traditionsbetriebe mit ihren vorgelagerten, landwirtschaftlichen Zulieferbetrieben erhalten bleiben“, so die Ministerin.

Zum Abschluss unterstrich die Ministerin die Bedeutung des bewussten Konsums und der Entscheidung für Regionalität: „Bayerisches Bier schmeckt nach Heimat, weil Heimat drinsteckt. Wer regional trinkt, schützt unsere wundervolle Kulturlandschaft. Denn bayerischem Bier steht für Qualität, für gelebte Tradition und für regionale Wertschöpfung.“

Bericht und Foto: Bayerisches Landwirtschaftsministerium / Pia Regnet / StMELF – Bild zeigt Bayerns Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber gemeinsam mit dem scheidenden Präsidenten des Bayerischen Brauerbundes, Georg VI. Schneider.


Redaktion

Anton Hötzelsperger

Als freier Journalist bin ich bereits seit vielen Jahren mit der täglichen Pressearbeit für die Region Chiemsee, Samerberg und Oberbayern befasst. Mit den Samerberger Nachrichten möchte ich eine Plattform bieten für Beiträge aus den Bereichen Brauchtum, Landwirtschaft, Tourismus und Kirche, die sonst vielleicht in den Medien keinen breiten Raum bekommen würden.

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