Leitartikel

Filmdoku zu 140 Jahre Ludwig II. – 4 Zeugen

Veröffentlicht von Anton Hötzelsperger

140 Jahre nach dem Tod König Ludwigs II. präsentiert der Münchner Kameramann Klaus Bichlmeier eine außergewöhnliche Filmdokumentation mit bislang kaum bekannten Zeugenaussagen und Originalaufzeichnungen. Die Filmpremiere findet am 14. Juni 2026 um 15:30 Uhr im Donisl in München statt und verspricht neue Einblicke in eines der größten Rätsel der bayerischen Geschichte

140 Jahre ist es nun her, daß seine Majestät, Ludwig II. seine Leben lassen mußte. Dies nimmt nun der Münchner Kameramann Klaus Bichlmeier zum Anlaß, einen neuen Film vorzustellen. Wieviel Gerüchte gibt es nach dieser langen Zeit. War es Selbstmord? War es Mord? Eine Vielzahl von Filmen mit dem Thema König Ludwig 2 flimmern über Leinwände und Bildschirme. Was ist das besondere an dieser Filmdoku? Der Autor hatte das Glück 4 Personen kennen zu lernen, die einen völlig neuen Einblick freigeben:

1, Ade Huber. Sein Urgroßvater Leonhard Huber war Schloßverwalter in Berg. Er fand als erster den toten König im See und hat ihn in den den Ruderkahn gehoben. Dessen Ur-Enkel Ade Huber hat nicht nur Aufzeichnungen seine Ur- Großvaters. Auch ein Stück des Hemdes , das Ludwig in der Todesnacht getragen hat, konnte er von seinem Urgroßvater erben.

2, Willy Beyhl. Er und sein Vater waren dabei, als im Jahr 1961 der Nachlass von Ludwig 2 auf Schloss Nymphenburg verbrannt wurde. Und zwar in einer privaten Waschküche. Mit dabei waren auch der Mantel mit 2 Einschusslöchern. Willy Beyhl starb mit 96 Jahren im Nov. 2018.

3, Peter König, Urenkel von Ingenieur Xaver Härtinger.. Dieser hatte den offiziellen Auftrag, die Tatortstelle zu begutachten. Er besitzt den Original Briefverkehr. Er kündigte seine Anstellung beim Staat, als er gezwungen wurde, die Orginal Pläne von der Todesstelle abzuändern.

4, Achim Salcher. Hobbysegler am Chiemsee. Er ist heute 86 Jahre alt. Als 20- jähriger lernte er den Laibkutscher von Ludwig II. kennen. 1960 hat dieser als alter Mann seinen Schwur gebrochen, den er 1886 leisten mußte. Er berichtete daß er bereit gestelt wurde, den König von seinem Fluchtboot in seine Kusche zu übernehmen. Der König kam aber nicht, weil er auf der Flucht im Fischerboot erschossen wurde.

Insgesamt berichtet der Filmregisseur von vier Zeugen, die im Laufe der Zeit aussagten beziehungsweise ihren Schwur brachen. Dadurch entsteht ein realistisches Bild der letzten Stunden des Königs. Die Filmpremiere findet am 14. Juni 2026 um 15:30 Uhr im Donisl in München statt. Der Eintritt beträgt 10 €. Anmeldung unter Info@a-1-filmtechnik.de.

Das Titelbild zeigt den tödlichen Schuss auf Ludwig II. am 13.6.1886.

Text und Bildmaterial: Klaus Bichmlmeier


Redaktion

Anton Hötzelsperger

Als freier Journalist bin ich bereits seit vielen Jahren mit der täglichen Pressearbeit für die Region Chiemsee, Samerberg und Oberbayern befasst. Mit den Samerberger Nachrichten möchte ich eine Plattform bieten für Beiträge aus den Bereichen Brauchtum, Landwirtschaft, Tourismus und Kirche, die sonst vielleicht in den Medien keinen breiten Raum bekommen würden.

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