Seinen 65. Geburtstag konnte der Verein „Vereinigung der Freunde von Herrenchiemsee“ nach seiner turnusgemäßen Jahresversammlung in der Schlosswirtschaft (wir berichteten) mit einem Empfang im Cafe des Königsschlosses feiern. Vorsitzender Dr. Friedrich von Daumiller konnte hierzu im Marmorsaal gut einhundert Ehrengäste und Mitglieder willkommen heißen.
„Unser Geburtstagsgeschenk erhielten wir bereits im Vorjahr mit der Anerkennung der Königsschlösser als Weltkulturerbe. Aber unsere Gemeinschaft hatte im Laufe seines 65jährigen Bestehens bereits viele weitere Aufgaben, Themen und Erfolge“ – mit diesen Worten erinnerte der Vorsitzende noch an die Wiederbelebung der Wasserspiele auf Herrenchiemsee und an den Inseldom, der wieder für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht wurde. Gerade zu diesen großen Projekterfolgen dankte Dr. Friedrich von Daumiller seinen Vorgängern in der Vereinsverantwortung Dr. Hugo Decker aus Bernau, Dr. Franz Zech aus Grassau, Ernst Rieger aus Trostberg und Lorenz Kollmannsberger aus Prien. In den weiteren Ausführungen wurden die mehrfachen Bedeutungen der Insel als Stätte eines früheren Klosters, eines Schlosses von König Ludwig II und eines Museums für die Erstellung der Verfassung erläutert. „Der Staat ist für den Menschen da“ – dieser Satz hat das Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland zur Festigung der Demokratie geprägt. „Ich bin der Staat“ – so lautete das frühere Motto zu Zeiten der Monarchie. In diesem Zusammenhang machte der Vorsitzende klar, dass gerade durch den Weltkulturerbe-Erfolg nicht viele Touristen in der Anzahl gewünscht werden. Vielmehr soll es Besucher geben, die sich für die Königs-, Kloster- und Verfassungsinsel inhaltlich stark interessieren, denn hierzu haben Herrenchiemsee und ihr Freundes-Verein viel zu bieten. Dem Empfang schlossen sich noch Schloss- und Techniker-Führungen an.
Fotos: Hötzelsperger – Eindrücke vom Empfang anl. des 65. Geburtstags des Vereins „Vereinigung der Freunde von Herrenchiemsee“ und der Feier zur Ernennung der Bayerischen Königsschlösser als Weltkulturerbe.








