Die Innkanalbrücke bei Ecksberg in Mühldorf am Inn: Eine Stahlverbundbrücke aus den 60er-Jahren, wie sie zu dieser Zeit oft und gerne gebaut wurde, vor allem wegen der erwarteten langen Nutzungsdauer. Die wichtigsten Voraussetzungen dafür sind regelmäßige Kontrollen sowie Wartungs- und Instandhaltungsarbeiten. Deshalb lässt das Staatliche Bauamt Rosenheim die rund 80 Meter lange Brücke ab Dienstag, 7. April, umfangreich sanieren.
Im Zuge der Sanierung wird zunächst der Fahrbahnbelag ausgebaut. Danach werden die Brückenkappen abgebrochen und der darunterliegende Beton freigelegt und instandgesetzt, wo dies nötig ist. Unter der Fahrbahnplatte erfolgt eine umfangreiche Reinigung der Stahlträger und das Auftragen von Zink, als Mittel zum Korrosionsschutz. Bekannt ist Zink vor allem aus der Fahrzeugindustrie. Durch das Bad in einer heißen Zinklegierung – dem Feuerverzinken – werden beispielsweise Karosserieteile vor Rost geschützt. Da dieses Verfahren bei großen Bauteilen und im Bestand nicht anwendbar ist, wird in diesem Fall Zink in einem speziellen Gerät erhitzt und auf die Stahloberfläche aufgespritzt. „Thermisches Spritzverzinken“ nennt sich dieses Verfahren.
Anschließend wird die Fahrbahn wieder in ihren ursprünglichen Zustand gebracht. Es folgen der Einbau der Brückenabdichtung, das Betonieren der neuen Kappen sowie der Austausch der Übergangskonstruktion, das ist die Stelle, an der die Brücke seitlich an die bestehende Fahrbahn anschließt. Zuletzt wird die neue Asphaltfahrbahn eingebaut; danach werden Brückengeländer und Schutzplanken ergänzt. Die Sanierungsarbeiten erfolgen von Arbeitsplattformen aus. Wegen der hohen Verkehrsbelastung der Staatsstraße – hier sind täglich an die 10.000 Fahrzeuge unterwegs – erfolgt die Sanierung in zwei Bauphasen. Los geht es an der Südseite der Brücke, anschließend folgt die Nordseite. Eine Fahrbahn bleibt so stets für den Verkehr offen. Fahrzeuge werden mit Ampeln an der Baustelle vorbeigeleitet.
Läuft alles nach Plan, kann die Brücke am Freitag, 30. Oktober, wieder für den Verkehr freigegeben werden. Die Kosten in Höhe von rund 1,7 Millionen Euro trägt der Freistaat Bayern.
Das Staatliche Bauamt Rosenheim bittet alle Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer um Verständnis für die auftretenden Behinderungen während der notwendigen Brückensanierung.
bau




