Wenn die bayerische Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber gemeinsam mit der amtierenden Schrobenhausener Spargelkönigin Franziska I. symbolisch den ersten Spargel „ansticht“, ist klar: Jetzt beginnt die schönste Zeit für Spargelfans. Die symbolische Saisoneröffnung fand traditionell wieder auf dem Münchner Viktualienmarkt statt.
Bis zum Johannistag (24. Juni) wird das „weiße Gold“ feilgeboten. „Der Spargel ist ein echtes Aushängeschild unserer bayerischen Landwirtschaft für regionale und frische Produkte“, betonte Ministerin Kaniber zum Auftakt der Saison, „denn Spargel aus bayerischem Anbau zu kaufen heißt: von der Ernte bis zum Verzehr vergehen meist nur wenige Stunden“.
Bayerischer Spargel steht für kurze Transportwege, wenig Verpackungsmüll, nachhaltigen Anbau und faire Arbeitsbedingungen in der Landwirtschaft. Das spricht für sich – und für heimische Landwirtschaft mit Qualität und Tradition. Die Ministerin unterstrich zudem die gesundheitlichen Vorzüge des beliebten Frühlingsgemüses: „Spargel ist nicht nur ein kulinarisches Highlight, sondern auch ein echtes Kraftpaket: kalorienarm, reich an Vitaminen wie Vitamin C und E, aber auch an Folsäure und Mineralstoffen“. Darüber hinaus unterstützt er den Stoffwechsel und sorgt für einen leichten, genussvollen Start in den Frühling. Kurzum: Spargel ist nicht nur der König unter den heimischen Gemüsesorten, er tut auch dem Körper gut. Der Saisonauftakt lockte gleich drei königliche Hoheiten auf den Viktualienmarkt: Neben der Schrobenhausener Spargelkönigin begleiteten auch die frisch gekürte fränkische Weinkönigin sowie die bayerische Kartoffelkönigin den Termin; sie vertreten ein unschlagbares Trio der regionalen Genusskultur: Frischer Spargel, edle fränkische Weine und heimische Kartoffeln sind – zeitgleich genossen – eine wahre Frühlingsköstlichkeit und Gaumenfreude. „Unsere regionalen Produkte ergänzen sich auch hier auf wunderbare Weise“, so die Ministerin. Und weiter: „Spargel mit bayerischen Kartoffeln und einem Glas fränkischen Wein – das ist gelebte Genusskultur und ein starkes Zeichen für regionale Wertschöpfung.“
Spargel ist mit knapp 3.731 Hektar Anbauumfang die flächenmäßig bedeutendste Gemüsekultur in Bayern, vor Zwiebeln und gelben Rüben. Im bundesweiten Vergleich besitzt Bayern nach Niedersachsen, (4.347 Hektar), Nordrhein-Westfalen (4.112 Hektar) und Brandenburg (4.026 Hektar) die viertgrößte Spargelanbaufläche in Deutschland. Zusammen werden in diesen vier Bundesländern rund drei Viertel (75 Prozent) der gesamten Spargelernte in Deutschland gestochen.
Das größte Spargelanbaugebiet in Bayern ist die oberbayerisch-schwäbische Grenzregion um das traditionelle Anbaugebiet Schrobenhausen. Von hier kommt rund die Hälfte des bayerischen Spargels. Die zweitgrößte Spargelregion (rund 24 Prozent der bayerischen Anbaufläche) liegt im niederbayerischen Gäuboden und rund um Abensberg. Weitere Anbaugebiete in Bayern sind das unterfränkische Maingebiet um Volkach, Kitzingen und Münsterschwarzach sowie das Knoblauchsland im mittelfränkischen Städtedreieck Nürnberg – Fürth – Erlangen.
Bericht und Foto: Bayerisches Landwirtschaftsministerium / Pia Regnet – Bild zeigt Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber gemeinsam mit (v.l.n.r.) der Schrobenhausener Spargelkönigin Franziska Schweiger und Claudia Westner (1. Vorsitzende des Spargelerzeugerverbandes Südbayern e.V.) bei der Spargelsaisoneröffnung 2026 auf dem Münchner Viktualienmarkt.




