„nexus“ 2026 lockt zahlreiche Besucher ins Haus zur Wildnis
Es ist bereits zur Tradition geworden, dass Studierende der Technischen Hochschule Deggendorf das Haus zur Wildnis in Ludwigsthal einmal im Jahr in ein Meer aus Licht und Klang verwandeln. Das Motto des diesjährigen „nexus“ lautete „Echo der Wildnis“, was die angehenden Medientechniker beeindruckend und kreativ umsetzten. Viele Besucher ließen sich diesen besonderen Samstagnachmittag in der Nationalpark-Besuchereinrichtung nicht entgehen.
Sabine Eisch, Leiterin vom Haus zur Wildnis, unternahm selbst einen ausgiebigen Rundgang durch die verschiedenen Stationen: „Es ist jedes Jahr wieder beeindruckend zu erleben, wie die Studierenden die Eindrücke, die sie in unserer Waldwildnis gesammelt haben, in kreative Medieninstallationen umsetzen.“ Die ganze Woche über waren Studenten und Betreuer im Wildniscamp am Falkenstein und rund ums Haus zur Wildnis unterwegs, um das „Echo der Wildnis“ einzufangen. Entstanden sind dabei acht völlig unterschiedliche Ansätze, das diesjährige Motto darzustellen – vom 3D-Film bis zum eigenen Song. Den feinen Myzel-Geflechten von Pilzen hatten sich Joel Sommer, Mikhail Malikoski und Sarah Abinger gewidmet. „Pilze sind einfach faszinierend, weil sie für uns meist verborgen den Waldboden durchziehen und alles miteinander verbinden und am Laufen halten“, erklärte Joel. „Deshalb kann man an unserer Station erleben, wie diese feinen Fadengeflechte aus tausenden einzelnen Punkten zu komplexen und farbenprächtigen Strukturen wachsen.“ Untermalt von einer atmosphärischen Klangkulisse konnten Besucher sogar ihre eigenen Myzel-Geflechte entstehen lassen.

Das diesjährige Motto „Echo der Wildnis“ wurde von den Medientechnik-Studierenden der TH Deggendorf kreativ in Licht und Klang dargestellt.
Einen regelrechten „Klangwald“ hatten die Studenten Clemens Adam und Josef Wieser die Projektwoche über erarbeitet. „Uns haben vor allem die Geräusche der Natur fasziniert“, erklärte Clemens. „So waren wir die Woche im Wald unterwegs, haben verschiedene Geräusche eingefangen und diese dann in einer Art Beatbox zusammengefügt.“
Ausstellungsbesucher konnten anschließend an Touch-Screens ihren ganz eigenen Natur Rhythmus aus unterschiedlichen Geräuschen und Klängen zusammenfügen. Vom Klopfen der Steine, dem rascheln der Blätter und Wasserplätschern ließ sich auch Victoria Wieckl inspirieren. „Ich habe während unserer Woche im Wildniscamp am Falkenstein einen Song komponiert das die akustische Atmosphäre des Waldes wiederspiegeln soll.“ Auf den Liegeblättern im Haus zur Wildnis liegend konnten nexus-Besucher die wohltuenden Klänge anschließend über Kopfhörer genießen.

Die feinen Myzel-Geflechte von Pilzen konnten an einer Station von Besuchern gestaltet werden.
„Es war wieder toll zu beobachten, wie sich die Studierenden ins Zeug gelegt haben und unsere Besucher richtig Spaß hatten, die verschiedenen Stationen auszuprobieren“, freute sich Sabine Eisch am Ende des klang- und farbenfrohen Events. „Für das Haus zur Wildnis ist diese jährliche Projektwoche der Medientechnikstudierenden aus Deggendorf eine große Bereicherung. Es fasziniert mich, welch raffinierten technischen Möglichkeiten es gibt, verschiedene Aspekte unserer Waldwildnis kreativ und digital darzustellen. Ich bin schon sehr gespannt, was uns in den nächsten Jahren noch erwartet.“
Ein Video über die Veranstaltung „nexus – Echo der Wildnis“ ist auf dem YouTube-Kanal des Nationalparks Bayerischer Wald zu finden.


