Kirche

Wichtig für das Leben: Schwangerenberatung

Veröffentlicht von Toni Hötzelsperger

Kardinal Reinhard Marx hat bei einem Treffen mit Vertreterinnen und Vertretern der Schwangerenberatungsstellen in der Erzdiözese München und Freising deren Arbeit als grundlegenden Beitrag für den Lebensschutz gewürdigt: „Sie leisten einen unverzichtbaren Dienst am Leben und an so vielen Familien“, der nicht mit der Geburt eines Kindes ende, sondern die Familien „in den heute so zahlreichen Notsituationen in ihrem Alltag“ weiter begleite. Der Erzbischof von München und Freising betonte bei dem kürzlich erfolgten Austausch im Erzbischöflichen Palais in München, dass „der Schutz des ungeborenen Lebens nur mit den Schwangeren und ihren Familien gemeinsam gelingen kann – mit Professionalität, Empathie und einem tiefen Respekt vor ihrer individuellen Lebenssituation.“

Kardinal Marx tauschte sich im Rahmen des Treffens mit Fach- und Führungskräften des Sozialdienstes katholischer Frauen (SkF) aus München, Garmisch-Partenkirchen und Südostbayern sowie des Caritasverbands Landshut aus, die auch über die wachsenden Herausforderungen in ihrem Beratungsalltag berichteten. Der Kardinal dankte den Anwesenden für ihren Einsatz für das Leben: „Ich habe große Wertschätzung für ihre Arbeit. Sie begleiten Frauen in einer sensiblen und manchmal belastenden Lebenssituation“ und fügte hinzu: „Sie sind Lebensschutz.“

Das Beratungskonzept der Katholischen Schwangerenberatung verfolgt das Ziel, den Betroffenen Perspektiven für den weiteren Verlauf ihrer Schwangerschaft aufzuzeigen und sie in praktischen, finanziellen und ethischen Fragen zu beraten sowie bei der Inanspruchnahme weiterer Hilfsangebote zu begleiten. Durch die enge Vernetzung mit den „Frühen Hilfen“ endet die Unterstützung nicht mit der Geburt, sondern bietet eine nachhaltige Begleitung bis zum dritten Lebensjahr des Kindes an. Neben der finanziellen Förderung der Aktion für das Leben e.V., der SkF-Ortsverbände und des Caritasverbands Landshut unterstützt der Erzbischöfliche Hilfsfonds für Schwangere und Mütter in Notsituationen mit direkten finanziellen Einzelfallhilfen. Ergänzt wird dieses Angebot unter anderem durch die Ehe-, Familien- und Lebensberatung der Erzdiözese sowie die Telefonseelsorge. Die katholische Schwangerenberatung in der Erzdiözese München und Freising steht allen Frauen, Männern und Familien unabhängig von Religion und Nationalität offen. (fho)

Bericht: Erzbischöfliches Ordinariat – Foto: Hötzelsperger 


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Toni Hötzelsperger

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