Naturbeobachtungen am Chiemsee –
An zwei aufeinanderfolgenden Tagen war ich früh morgens an der Prienmündung. Nach den heißen Sommertagen war es angenehm frisch, ein leichter Nebelschleier lag über dem Chiemsee.
Kaum zu glauben, wie schnell er ist: Der Eisvogel schießt wie ein blauer Blitz heran, landet kurz auf einem Ast, taucht blitzschnell ins Wasser und ist im nächsten Moment schon wieder verschwunden.
Gemächlicher geht es der Nachtreiher an. Fast schleichend bewegt er sich durch das Ufergestrüpp und verharrt dann reglos. Ein kurzer Stoß mit dem Schnabel, und ein Fisch zappelt darin. Gierig wird die Beute verschlungen. Schwimmend – was für einen Reiher recht ungewöhnlich ist – entfernt er sich ein Stück, ehe er abhebt und davonfliegt. Es gab noch mehr zu beobachten. Zahlreiche Blesshühner saßen dicht an dicht auf der Kiesbank. Der Flussuferläufer flitzte geschäftig über die Steine. Ein Bruchwasserläufer stocherte im feuchten Sand nach Nahrung. Teichhuhn und verschiedene Enten suchten im flachen Wasser eifrig nach Futter. Es war ein abwechslungsreicher Morgen an der Prienmündung.
Text und Fotos: Ursula Schottroff










