Solidarität & Lichtblicke

RO: 10 Jahre GesundheitsregionPlus

Veröffentlicht von Toni Hötzelsperger

Die Gesundheitsregionplus Stadt und Landkreis Rosenheim blickt auf zehn Jahre erfolgreiche Netzwerkarbeit zurück. Seit ihrer Gründung verfolgt sie das Ziel, die Gesundheitsversorgung, Pflege sowie Prävention und Gesundheitsförderung in der Region bedarfsgerecht weiterzuentwickeln und dafür die Kompetenzen unterschiedlicher Akteure zu bündeln. Was 2016 im Landkreis Rosenheim mit der Förderzusage des Bayerischen Staatsministeriums für Gesundheit, Pflege und Prävention begann, hat sich zu einer festen Struktur entwickelt. Zum zehnjährigen Bestehen kommt mit der Stadt Rosenheim ein weiterer wichtiger Partner hinzu.

„Eine gute Gesundheitsversorgung ist ein wesentlicher Bestandteil der Lebensqualität in unserer Region. Die Gesundheitsregionplus bringt seit zehn Jahren die Menschen und Institutionen zusammen, die dafür Verantwortung tragen und gemeinsam Lösungen entwickeln. Mit der Einbindung der Stadt Rosenheim stärken wir dieses Netzwerk weiter und schaffen eine gute Grundlage, um die kommenden Herausforderungen gemeinsam anzugehen“, sagt Landrat Otto Lederer.

Stadt und Landkreis bündeln ihre Kräfte

Gesundheit hört nicht an Stadt- oder Landkreisgrenzen auf. Gleichzeitig wird sie nicht allein durch die medizinische Versorgung bestimmt, sondern auch durch die Bedingungen, unter denen Menschen wohnen, arbeiten, aufwachsen und leben. Da die Lebenswelten der Bürgerinnen und Bürger aus Stadt und Landkreis Rosenheim eng miteinander verzahnt sind, soll die Zusammenarbeit künftig noch stärker gebündelt werden. Mit einer Gesundheitskonferenz in Bad Endorf würdigt die Gesundheitsregionplus gemeinsam mit ihren Netzwerkmitgliedern ihr zehnjähriges Bestehen und die Integration der Stadt Rosenheim.

„Die Gesundheitsregionplus ist ein wesentlicher Pfeiler für eine gesunde und zukunftsfähige Region“, betont Oberbürgermeister Abuzar Erdogan. „Die kommunale Verantwortung für die Gesundheitsfürsorge unserer Bürgerinnen und Bürger bringt es daher auch mit sich, immer einen Schritt vor der Entwicklung zu sein und sich bereits heute mit den gesundheitsrelevanten Herausforderungen der kommenden Jahre zu beschäftigen.“ Die partnerschaftliche Ausrichtung zeigt sich auch in der Führung: Oberbürgermeister und Landrat wechseln sich künftig im Vorsitz ab. So sollen die Bedürfnisse von Stadt und Landkreis gleichermaßen in die strategische Arbeit der Gesundheitsregionplus einfließen. Aktuell liegt der Vorsitz bis April 2027 bei Oberbürgermeister Abuzar Erdogan.

Von Frauengesundheit bis Pflegeausbildung

In den vergangenen zehn Jahren hat die Gesundheitsregionplus zahlreiche Projekte und Initiativen angestoßen und begleitet. Dazu gehören unter anderem die Themen Frauengesundheit und gesundheitliche Folgen von Einsamkeit. Aus der Vernetzung engagierter Fachpersonen entstand 2022 das Trauma‑Netzwerk Rosenheim. Rund 40 Fachpersonen setzen sich dort für eine bessere Versorgung und Beratung traumatisierter Menschen in der Region ein. Mit niedergelassenen Ärztinnen und Ärzten sowie der Politik wurden verschiedene Gesprächsformate zur Sicherung der ärztlichen und therapeutischen Versorgung durchgeführt. Im Bereich der Pflege unterstützte die Gesundheitsregionplus 2022 die Gründung des Ausbildungsverbunds Pflege e.V., der die generalistische Pflegeausbildung in der Region begleitet.

Herausforderungen frühzeitig angehen

Der demografische Wandel und der Fachkräftemangel im Gesundheitswesen werden die Arbeit in den kommenden Jahren weiter prägen. Ein erheblicher Teil der niedergelassenen Ärzteschaft wird in den nächsten fünf bis zehn Jahren altersbedingt aus dem Berufsleben ausscheiden. Auch deshalb soll der Strukturwandel in der Gesundheitsversorgung weiterhin aktiv begleitet werden.

Weitere Schwerpunkte liegen auf der Verbesserung der Rettungskette durch die Einbindung öffentlich zugänglicher Defibrillatoren sowie auf Angeboten zum Hitze- und UV‑Schutz, insbesondere für vulnerable Gruppen wie Pflegebedürftige und Kinder. Auch die psychische Gesundheit von Kindern und Jugendlichen soll stärker in den Fokus rücken. „Gerade bei diesen großen Herausforderungen zeigt sich, wie wichtig ein funktionierendes Netzwerk ist. Wir wollen die vorhandene Expertise zusammenbringen, Entwicklungen frühzeitig erkennen und gemeinsam Lösungen für die Region voranbringen“, sagt Katrin Posch, Geschäftsstellenleitung der Gesundheitsregionplus Stadt und Landkreis Rosenheim.

Ein besonderer Dank zum zehnjährigen Bestehen gilt dem Gesundheitsamt Rosenheim als zentralem Kooperationspartner und Mitbegründer sowie allen Partnern, Institutionen und engagierten Akteuren, die das Netzwerk in den vergangenen Jahren mit Leben gefüllt haben. Gemeinsam soll auch in Zukunft daran gearbeitet werden, die hohe Lebensqualität in Stadt und Landkreis Rosenheim nachhaltig zu sichern.

Text und Bild: Landratsamt Rosenheim


Redaktion

Toni Hötzelsperger

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