Natur & Umwelt

Neu: Pfadfinder in Übersee

Veröffentlicht von Anton Hötzelsperger

Die weltgrößte Jugendbewegung schlägt ihre Zelte dauerhaft im Chiemgau auf: Ab Oktober 2026 wird in Übersee eine neue Pfadfindergruppe offiziell ihre Arbeit aufnehmen und regelmäßige Gruppenstunden für Kinder und Jugendliche anbieten. Die Weichen hierfür wurden am vergangenen Dienstag, den 7. Juli 2026, bei der feierlichen Gründungsversammlung gestellt.

Die Entstehungsgeschichte der Initiative reicht einige Monate zurück: Angetrieben von dem Wunsch, nach jahrelanger Erfahrung in der Jugendarbeit auch den Kindern vor Ort das traditionelle Pfadfinder-Erlebnis zu ermöglichen, formierte sich in Übersee eine engagierte Runde aus motivierten Eltern. Schnell reifte der Entschluss, nicht nur ein loses Freizeitangebot zu schaffen, sondern eine feste und dauerhafte Struktur für die Gemeinde aufzubauen.

Offizielle Vereinsgründung und gewählte Vorstandschaft

Zur Gründungsversammlung im Juli konnte die Initiativgruppe auch die Bezirksvorständin des DPSG-Bezirks Ruperti-Mühldorf, Ricarda Elsholz, als offizielle Vertreterin des Verbandes begrüßen. Mit einer starken Beteiligung von acht der neun stimmberechtigten Gründungsmitglieder war die Versammlung voll beschlussfähig.

Im Rahmen der Sitzung wurde die ersten und neuen Vorstände der Gruppe einstimmig gewählt: Als gleichberechtigtes Vorstands-Duo führen fortan Katharina Sandmeyer und Dominik Dumler die neue Pfadfindergruppe an. Komplettiert wird die Leitung durch Diakon Heiko Jung, der das wichtige Amt des Kuraten übernimmt. Die übertragene Aufgabe des Kassiers übernimmt Julia Nüsseler. Als weitere aktive Gründungsmitglieder und tragende Säulen der künftigen Leiterrunde brachten sich Corinna Saffert, Carola Schaffer, Katharina Kühnhauser und Barbara Mohr fest in das Projekt ein.

Starke Partner: Unterstützung durch Gemeinde und Kirche

Von Anfang an stieß das Vorhaben auf breite Unterstützung in der Dorfgemeinschaft. Besonders Erster Bürgermeister Herbert Strauch steht dem Projekt seit Anfang an sehr aufgeschlossen gegenüber und signalisierte seine Unterstützung. Flankiert wird der Neustart zudem durch die örtliche Pfarrgemeinde, die maßgeblich durch den neugewählten Kuraten Diakon Heiko Jung vertreten wird und den Pfadfindern von Beginn an partnerschaftlich begegnet.

Warum die DPSG?

Die Verantwortlichen in Übersee haben sich ganz bewusst für eine Angliederung an die Deutsche Pfadfinderschaft Sankt Georg (DPSG) entschieden. Die DPSG ist mit bundesweit über 260.000 Mitgliedern der größte Pfadfinderverband in Deutschland. „Die DPSG bietet uns nicht nur ein großartiges pädagogisches Fundament und bewährte Strukturen, sondern steht als christlicher Verband traditionell allen Kindern und Jugendlichen offen – völlig unabhängig von Herkunft, Nationalität oder Konfession“, begründet die frisch gewählte Vorstandschaft den Schritt. Das Prinzip „Learning by doing“ (Lernen durch Ausprobieren) sowie die Erziehung zu Toleranz, Umweltschutz und gesellschaftlicher Verantwortung stehen dabei im Fokus.

Erste Schnuppertage im August beim Ferienprogramm

Wer vor dem offiziellen Start im Herbst bereits Pfadfinder-Luft schnuppern möchte, hat dazu im Sommer die perfekte Gelegenheit: Die neue Gruppe beteiligt sich aktiv am kommunalen Ferienprogramm der Gemeinde Übersee. Im August werden spannende Schnuppertage veranstaltet, bei denen eine traditionelle Jurte (ein großes, schwarzes Pfadfinderzelt) aufgebaut wird. Die Kinder und Jugendlichen erwarten erste Geländespiele, Lagerfeuer-Atmosphäre und ein Kennenlernen der Leiterrunde im ungezwungenen Rahmen.

Ab Oktober starten dann die regulären, wöchentlichen Gruppenstunden, die sich nach dem Alter der Kinder richten. Interessierte Eltern sowie Kinder und Jugendliche, die ab Oktober dabei sein möchten, finden regelmäßige Informationen auf unseren Instagram Account: „pfadfinder_uebersee“

Der direkte Kontakt darf gerne über die beiden Vorstände über folgende E-Mailadresse aufgenommen werden: info@dpsg-uebersee.de.

Text und Foto: Dominik Dumler / DPSG Übersee


Redaktion

Anton Hötzelsperger

Als freier Journalist bin ich bereits seit vielen Jahren mit der täglichen Pressearbeit für die Region Chiemsee, Samerberg und Oberbayern befasst. Mit den Samerberger Nachrichten möchte ich eine Plattform bieten für Beiträge aus den Bereichen Brauchtum, Landwirtschaft, Tourismus und Kirche, die sonst vielleicht in den Medien keinen breiten Raum bekommen würden.

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