Ein besonderes Fahrzeug der Nürnberger Motorfahrzeugfabrik Maurer-Union ist künftig dauerhaft im Museum Industriekultur zu sehen: Hans Maurer, Nachfahre des Firmengründers Ludwig Maurer, hat den roten Oldtimer dem Museum als Schenkung übergeben.
Das Fahrzeug ist ein außergewöhnliches Zeugnis Nürnberger Ingenieurskunst: Dank seines Reibradantriebs besaß es die ungewöhnliche Fähigkeit, Treppen hochzufahren. Es steht dabei beispielhaft für die technische Experimentierfreudigkeit der Nürnberger Firma Maurer, die Anfang des 20. Jahrhunderts Personenkraftwagen, Lastkraftwagen und Omnibusse entwickelte.
Bereits seit vielen Jahren war der Oldtimer als Leihgabe Teil der bisherigen Dauerausstellung des Museums Industriekultur, das derzeit für Umbaumaßnahmen geschlossen ist. Mit der Schenkung bleibt er nun dauerhaft in Nürnberg und bildet künftig mit seiner auffälligen roten Lackierung auch in der neuen Dauerausstellung des Hauses einen besonderen Blickfang. Damit wird ein wichtiges Stück Nürnberger Unternehmens- und Technikgeschichte für die Öffentlichkeit erhalten, das anschaulich an die Bedeutung der Fahrzeugfabrik Maurer-Union für die Stadt erinnert.
„Es freut uns besonders, dass Hans Maurer dieses außergewöhnliche Fahrzeug dem Museum anvertraut und damit seine Familien- und Unternehmensgeschichte für die Zukunft bewahrt“, so Dr. Thomas Eser, Direktor der Museen der Stadt Nürnberg. „Der Oldtimer ist nicht nur ein eindrucksvolles Exponat, sondern erzählt auch von der Innovationskraft eines Nürnberger Unternehmens.“
Bericht: Museen der Stadt Nürnberg – Bilder: Stadt Nürnberg, Jessika Knust




