Gesundheit

Johanniter suchen Fördermitglieder

Veröffentlicht von Anton Hötzelsperger

Im Juli und August sind die Johanniter in der Stadt und im Landkreis Rosenheim unterwegs, um neue Fördermitglieder zu finden. Mit einer Fördermitgliedschaft unterstützen Bürgerinnen und Bürger nachhaltig soziale Angebote der Johanniter in der Region – etwa Lacrima, das Zentrum für trauernde Kinder, die Krisenintervention Rosenheim oder auch die ehrenamtliche Rettungshundestaffel.

„Unsere ehrenamtlichen Hundeführerinnen und Hundeführer sind oft dann im Einsatz, wenn jede Minute zählt: bei der Suche nach vermissten Menschen, häufig bis tief in die Nacht“, sagt Markus Haindl, Regionalleiter der Johanniter im südöstlichen Oberbayern. „Als Fördermitglied tut man nicht nur Gutes und unterstützt dieses Engagement, sondern man hat auch selbst Vorteile. Der Beitrag ist steuerlich absetzbar und sichert dem Fördermitglied sowie den unmittelbaren Angehörigen zusätzlich die Rückholung aus dem Ausland bei Unfall oder Krankheit.“

Die Johanniter stehen den Menschen im südöstlichen Ober­bayern mit vielen Diensten zur Seite. Bei Lacrima, dem Zent­rum für trauernde Kinder und Jugendliche, begleiten ehrenamt­liche Johanniter junge Menschen und ihre Bezugspersonen, die nahe Angehörige oder einen anderen geliebten Menschen ver­loren haben. Und speziell aus­gebildete Ehrenamtliche der Johanniter sind in der Kriseninter­vention tätig, um Menschen nach belastenden Ereignissen wie Tod, Unfällen und Gewalterfahrungen zu betreuen. Der Bevölkerungsschutz ist da, wenn der reguläre Rettungsdienst an seine Kapazitätsgrenzen stößt – wie zum Beispiel bei Hochwasser oder Großbränden. Die Johanniter-Jugend engagiert sich unter anderem in Jugendgruppen und Schulsanitätsdiensten. „All das sind Dienste, die ohne die Unterstützung von fördernden Mitgliedern nicht möglich wären“, erklärt Markus Haindl.

Wie lässt sich erkennen, dass eine seriöse Hilfsorganisation an der Haustür klingelt? Die Mit­arbeitenden der Johanniter führen einen Dienstausweis bei sich, tragen Dienstkleidung und dürfen kein Bargeld, Schecks oder Sachspenden annehmen. Dass die Johanniter-Unfall-Hilfe vertrauenswürdig mit ihren Spenden umgeht, bestätigt das Deutsche Zentralinstitut für sozia­le Fragen (dzi) in Berlin. Als Träger des dzi-Spenden-Siegels unterliegt die Spenden- und Mittelverwendung bei den Johannitern einer regelmäßigen Prüfung.

Die Johanniter-Unfall-Hilfe e.V. ist ein Werk des evangelischen Johanniterordens, dessen wichtigstes Anliegen seit über 900 Jahren die Hilfe von Mensch zu Mensch ist. Zur Sicherung der unterschiedlichsten sozialen und karitativen Aufgaben ist der Verein auf Spenden von Förderern angewiesen.

dzi-Spenden-Siegel

Das dzi-Spenden-Siegel dient als Orientierungs- und Entscheidungshilfe angesichts einer wachsenden Anzahl Spenden sammelnder Organisationen. Von den bundesweit etwa 2.100 Spendenorganisationen tragen mit den Johannitern insgesamt 230 das dzi-Siegel.

Zu den Kriterien für die Zuerkennung des Spenden-Siegels gehören unter anderem eine wahre, eindeutige und sachliche Werbung sowie die nachprüfbare, sparsame und satzungs­gemäße Verwendung der Mittel unter Beachtung der einschlägigen steuerrechtlichen Vor­schriften. Möchte eine Organisation das dzi-Spenden-Siegel erhalten, muss sie ihr Leitungs­gremium intern durch ein unabhängiges Aufsichtsorgan überwachen lassen. Außerdem darf sie Prämien, Provisionen oder Erfolgsbeteiligungen für die Vermittlung von Spenden nur unter strengen Auflagen durchführen. Voraussetzung ist darüber hinaus eine eindeutige und nachvollzieh­bare Rechnungslegung sowie die Prüfung der Jahresrechnung und entsprechende Vorlage beim Deutschen Zentralinstitut für soziale Fragen (dzi).

Bericht und Foto: Die Johanniter-Unfall-Hilfe e.V.

 


Redaktion

Anton Hötzelsperger

Als freier Journalist bin ich bereits seit vielen Jahren mit der täglichen Pressearbeit für die Region Chiemsee, Samerberg und Oberbayern befasst. Mit den Samerberger Nachrichten möchte ich eine Plattform bieten für Beiträge aus den Bereichen Brauchtum, Landwirtschaft, Tourismus und Kirche, die sonst vielleicht in den Medien keinen breiten Raum bekommen würden.

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