Land- & Forstwirtschaft

Gigantisches Oldtimertreffen in Aindorf

Veröffentlicht von Anton Hötzelsperger

Tausende Besucher feiern ein gigantisches Oldtimertreffen in Aindorf bei Pittenhart – Ein Bilderbuchwetter am vergangenen Sonntag im Chiemgau, besser hätte Petrus die Wetterbestellung nicht umsetzen können. Früh morgens wurden die vielen Helfer mit einem herrlichen Regenbogen auf den Tag eingestimmt. Dann strahlend blauer Himmel und in Aindorf alles bestens für das dritte Oldtimertreffen vorbereitet.

Schon Monate vorher haben  die Freunde alter Fahrzeuge in sämtlichen Medien auf ihr Fest aufmerksam gemacht. Mit einem sehr lustigen Video, zu dem sie einen sehr bekannten Schauspieler gewinnen konnten, habt der Verein für ihr Oldtimertreffen geworben und Großes haben sie sich vorgenommen.

Erwartungen weitaus übertroffen

Bereits 2025 haben die Oldtimerfreunde von Pittenhart ein gigantisches Treffen ausgerichtet und sich über zahlreiche Oldtimerfahrzeuge und viele Besucher gefreut. Dieses Mal hat der Ansturm an Fahrzeugen und Besucher alle Erwartungen des Vereins übertroffen. Im Vorfeld hat es schon immer geheißen „heuer werden noch mehr als letztes Jahr kommen“.  Festwirt und Verein haben sich sehr gut vorbereitet. Emmens was an Oldtimerfahrzeugen und Besucher nach Aindorf, einem kleinen Dorf im Chiemgau gekommen sind. Für einige Stunden waren  auf den Zufahrtsstraßen aus allen Richtungen hunderte von Oldtimerfahrzeugen zu sehen. Die Kolonen der alten Raritäten und der Autos mit den Besuchern, die auf Aindorf zurollen schienen schier unendlich. Schon lange vor Veranstaltungsbeginn füllten sich die Zufahrtsstraßen zu dem kleinen Dorf in der Gemeinde Pittenhart mit wahren Raritäten des alten Bleches. Die ersten Oldtimer, eine befreundete Gruppe aus Landshut, Erding und Mühldorf kommen bereits am Samstag mit ihren Wohnwagengefährten nach Aindorf und mit den Pittenhartern so richtig ihr Treffen zu feiern.

Bestens organisiert und ausgeschildert waren die Parkflächen für Besucher und Oldtimerfahrer und die Einweiser sorgten für reibungslosen Ablauf. Unzählige Besucher haben die endlosen Reihen der Fahrzeuge durchwandert und die Technik und Schätze aus der Vergangenheit bestaunt. Autonummer aus den Heimatlandkreis, aus den umliegenden Landkreisen, aus Österreich, auch aus München, und sogar aus Rheinland-Pfalz waren dabei. Natürlich ist für das leibliche Wohl bestens gesorgt, Festwirt Franz Reiter und sein Team haben die vielen Besucher mit ihren herzhaften Leckerbissen geradezu verwöhnt, reißenden Absatz fanden die Steckerlfisch und die vielen leckeren hausgemachten Kuchen und Torten.

Ein begehrtes Ziel war auch der Eiswagen der Familie Helmberger, die mit ihrem  köstlichen „Lindlhofeis“ für eine süße Abkühlung an dem herrlichen Sommertag sorgten. Ein Besucher aus Aschau im Chiemgau schrieb tags drauf auf die Internetseite des Vereins: „Die Verpflegung war großartig, ich habe mir auch einen Kuchen geholt ….. so was Leckeres habe ich lange nicht mehr gegessen – All im allen war es einfach richtig schön“.

In einer weiteren Nachricht freut sich der Verein über die lobenden Worte „es war eine wunderbare Veranstaltung! Danke dafür und ich freue mich schon auf das kommende Jahr!“Auf dem Stellplatz für die Oldtimer Mopeds und Motorräder wurlte es nur so von Leuten und den zweirädrigen Gefährten. Schnell war die erste Aufstellfläche vor der Kfz-Werkstatt Gruber, dem 2. Vorstand des Vereins gefüllt, so dass auf die Wiese vor dem Wohnhaus noch ausgewichen wurde.

Nicht nur die Erwachsenen hatten ihren Spaß, die Veranstalter haben auch an die Jüngsten der Besucher gedacht. Zum Spielen und austoben stand ein mit Sand gefüllter Container und eine große Hüpfburg auf dem Festplatz, und im angrenzenden Tretbullog – Parcour hatten die jüngsten ihren Spaß mit einem Tretbulldog durch einen Reifen Parcours zu fahren. zu warten auf die zeitbesten Nachwuchs-Bulldogfahrer begehrte Preise. Auch dieses Jahr wartete auf den erstplatzieren ein Tretbulldog, über den sich Valentin Mayer aus Obing  freuen durfte. Zum Weißwurstfrühschoppen um 10.00 Uhr war das Bierzelt voll besetzt. Die „Bankerl Muse“ mit den Geschwistern Evi und Christoph Eder spielte schneidig auf.

Zur Mittagszeit übernahm dann die Band „Ois Easy“, oder wie sie sagen „oisisi“ die musikalische Unterhaltung der Festbesucher. Die vier Musiker Alexandra, Schorsch, Josef, Girgl brachten richtig Schwung ins Festzelt. Zünftig ging im Biergarten und an der von der Jugend des Vereins organisierten Weißbierinsel zu. Die sommerlichen Temperaturen waren bestimmt auch dem regen Andrang an der Getränkeverkaufsstelle geschuldet. Dursten und hungern musste keiner der in Aindorf dabei war. Für die drei Fahrerstärksten Vereine gab es einen Meistpreis, eine aus Holz  gefertigte Erinnerungsgabe und „Glaspokale“ mit flüssigem Inhalt von der Kloster Brauerei Baumburg.

Mit 51 angemeldeten Fahrzeugen holte sich der Oldtimerverein aus Amerang den ersten Platz und freute sich über 60 Flaschen Bier. Mit 24 Anmeldung erreichten die Hemhofer den zweiten Platz und durften neben der Erinnerungsgabe auch 40 Flaschen Bier mit nach Hause nehen. Auf Platz drei, mit 22 Anmeldungen sind die Bulldogfreunde aus Prien/Atzing gelandet und nehmen noch einen Kasten Bier mit.

Für die Oldtimerfreunde aus Waldhausen, Höslwang und Breitbrunn hat es mit jeweils 19 Anmeldung nicht ganz in die Platzierung der Meistpreise gereicht. Der stärkst vertretene Verein, der die längste Anfahrt auf sich genommen hat, kommt aus dem benachbarten Österreich. Die Oldtimerfreunde Kössen-Kaiserwinkel freuen sich über den Meistpreis und ebenfalls einen Kasten Bier.

„Schöner hätten wir uns den Tag nicht wünschen können“

Wie erster Vorstand Christoph Niedermaier bei seiner Begrüßungsrede ausspricht, „Schöner hätten wir uns den Tag nicht wünschen können“, der Verein hat mit seinen überaus vielen Oldtimerfahrern und Besuchern ein sehr großartiges Oldtimertreffen und einen griabigen Festsonntag gefeiert und alle waren sich am Abend einig, „super schee wars, zusamm g‘holfen is worden und der Sonntag wurde bestens gerockt“ so zweiter Vorstand Hans Gruber freudig und zufrieden am Ende des Tages, den er noch mit einem Feierabendbierchen an der Weißbierinsel  ausklingen lässt. Wie ein bekanntes Sprichwort sagt „Nach dem Fest ist vor dem Fest“, jetzt wird erstmal noch alles aufgeräumt und abgearbeitet und dann geht es an die Neuplanung. Einiges hat sich als Verbesserungswürdig herausgestellt und die Oldtimerfreunde aus Pittenhart lassen sich bestimmt wieder einiges einfallen, um auch im August 2027 für Oldtimerfahrer und Besucher wieder einen schönen Tag zu bieten. Dieses Jahr der „LEO“ die Chiemgauer Lokalbahn mit der man aus Endorf, bzw. Obing gemütlich im historischen Dieselzug nach Aindorf reisen konnte und was auch sehr gerne angenommen wurde.

HINWEIS: Ein Bulldogtreffen der Dritplatzierten vom Bulldogverein Prien-Atzing ist am Feiertag, 3. Oktober im Priener Ortsteil Arbing bei Atzing

Bericht und Fotos: Emmy Künzner-Hingerl und Verein


Redaktion

Anton Hötzelsperger

Als freier Journalist bin ich bereits seit vielen Jahren mit der täglichen Pressearbeit für die Region Chiemsee, Samerberg und Oberbayern befasst. Mit den Samerberger Nachrichten möchte ich eine Plattform bieten für Beiträge aus den Bereichen Brauchtum, Landwirtschaft, Tourismus und Kirche, die sonst vielleicht in den Medien keinen breiten Raum bekommen würden.

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