„Die Finals“ am Steinhuder Meer – Drei Podestplätze für die Chiemseesurfer bei der Deutschen Raceboardmeisterschaft
Es war eine großartige Veranstaltung: in 24 Sportarten wurden in Hannover und Umgebung mehr als 140 Deutsche Meistertitel vergeben, darunter auch in der Disziplin Raceboardsurfen. Nicht weniger als 10 Surferinnen und Surfer vom RSC Chiemsee nahmen an dieser Regatta teil. Neu waren am ersten Tag ein Mannschaftssprintrennen und ein Mannschaftsslalom, bei denen immer zwei Teams gegeneinander antraten. In beiden Disziplinen wurde das Damenteam vom Chiemsee mit Amelie Huber, Katja Deutscher und Luzie Huber Zweite hinter einer Mannschaft aus NRW.
Von Freitag bis Sonntag fand dann als Kursrennen die eigentliche Deutsche Meisterschaft statt, angesetzt auf 8 Wettfahrten. 37 Herren und 10 Damen starteten getrennt. Am ersten Tag konnten bei gutem Wind von 3-4 Beaufort vier Wettfahrten durchgeführt werden.
Bei den Herren zeigten der Priener Toni Stadler und der Aschauer Felix Huber, dass sie Ambitionen auf die Spitzenplätze hatten. Stadler belegte die Plätze 2 und 3, Huber 7 und 5. Dann aber drehte Felix Huber auf: er gewann die Wettfahrten drei und vier, Toni Stadler erreichte die Plätze 8 und 4. Hinter dem Führenden Andre Hartung aus Kiel/Großenbrode lagen die beiden Chiemseer damit nnach dem ersten Wettfahrtag als 2. Und 3. aussichtsreich im Rennen.
Am zweiten Tag konnte mangels ausreichendem Wind nur eine Wettfahrt absolviert werden. Stadler wurde 2., Huber 4. Da es ab der fünften Wettfahrt ein Streichresultat gab, lag Andre Hartung vor der Schlusswettfahrt am dritten Tag mit 7 Punkten bereits uneinholbar in Führung. Huber und Stadler lagen mit je 11 Punkten gleichauf dahinter. Und hinter diesen beiden lauerte lauerte der Hamburger Niko Mattig, der sich noch Chancen auf einen Podestplatz ausrechnete.
Gute Bedingungen herrschten bei der Schlusswettfahrt. Und genau Niko Mattig erwischte einen tollen Lauf und gewann diese Wettfahrt vor Andre Hartung. Huber und Stadler mussten also alles geben. Dies gelang ihnen gegen die weitere Konkurrenz mit großem Kampf, sie wurden in dieser Wettfahrt 3. Und 4. Somit konnten sie tatsächlich die Podestplätze 2 und 3 ergattern.
Noch spannender verlief die Deutsche Meisterschaft bei den Damen. Es gab zwei Favoritinnen: Jenny Bouhier aus Meerbusch/NRW und Amelie Huber vom RSC Chiemsee. Beide hatten in den vergangenen Jahren schon die Damenwertung der Deutschen Raceboardmeisterschaft für sich entscheiden können. Und es lief wie erwartet: die erste Wettfahrt holte sich Bouhier, die Wettfahrten zwei bis vier Amelie Huber. Die Schwachwindwettfahrt am zweiten Tag gewann Bouhier, so dass Huber vor der entscheidenden Wettfahrt am Schlusstag um einen Punkt in Führung lag. Die Routine der Surferin aus NRW gab schließlich den Ausschlag. Sie sicherte sich die letzte Wettfahrt, beide Surferinnen waren punktgleich, aber die letzte Wettfahrt zählte dann für die Entscheidung. Die 19-jährige Aschauerin Amelie Huber konnte dennoch über ihren Deutschen Vizemeistertitel sehr zufrieden sein. Auch die weiteren Platzierungen der Chiemseesurferinnen konnten sich sehen lassen: hinter Elisabeth Sprenger aus Paderborn landeten die erst 18-jährige Luzie Huber aus Prien sowie Katja Deutscher aus Bad Endorf auf den Gesamträngen 4 und 5.
Die Finals waren insgesamt für alle Chiemseesurfer ein einmaliges Erlebnis, waren doch in vielen Sportarten deutsche Weltklasseathleten am Start. Die Schlusswettfahrten der Windsurfer wurden live in der ARD übertragen, so dass die Sportart auch tolle Werbung für den RSC Chiemsee und deren Sport- und Jugendförderung war.
Bericht und Bilder: Burgi Stadler / Sebastian Stadler und Julia Huber
Damenfoto: v.li. Julia Huber, Jenny Bouhier, Elisabeth Sprenger
Herrenfoto: v.li. Felix Huber, Andrè Hartung, Toni Stadler




