Der Dümmersee in Niedersachsen war wieder einmal Austragungsort des Bundesligafinales der Windsurfer in den Klassen Raceboard, Techno 293 und Windsurfer LT. Die Erwartungen der Surfer des RSC Chiemsee waren hoch, hatten sie doch seit 2009 insgesamt achtmal den Titel des Deutschen Mannschaftsmeisters geholt.
Die Meisterschaft war auf drei Tage und maximal zehn Wettfahrten angelegt. 89 Starter in den drei Klassen sorgten auf dem eher kleinen See für ein tolles Bild. Bei mäßigem Wind von nur zwei Beaufort konnten am ersten Tag drei Wettfahrten durchgeführt werden. Felix Huber und Toni Stadler legten in der Raceboardklasse ambitioniert los. Mit den Plätzen 3, 2, 4 und 2, 3, 2 führten sie die Teamwertung klar an und waren auch in der Einzelwertung zusammen mit Markus Bouhier aus Meerbusch/NRW in Führung. Dann wurden die Hoffnungen gedämpft: Toni Stadler wurde in der dritten Wettfahrt wegen Frühstart disqualifiziert. Da es in der Teamwertung keinen Streicher gibt, waren damit alle Siegchancen dahin.
Am zweiten Tag herrschte schönes Spätsommerwetter, aber kein Wind. Erst am Schlusstag gab es gute Surfbedingungen und noch drei weitere Wettfahrten. Für den Aschauer Felix Huber galt es, zumindest in der Einzelwertung noch vorne dabei zu bleiben. Und das tat er in beeindruckender Weise: Nach einem dritten Platz gewann er die beiden letzten Wettfahrten und holte sich damit zum ersten Mal den Einzelsieg beim Bundesligafinale, vor Andre Hartung aus Großenbrode/Kiel und Markus Bouhier. Toni Stadler aus Prien kam auf Platz 6, die Priener Max Köhler und Leo Schiele landeten auf den Plätzen 20 und 21. In der Bundesligamannschaftswertung reichte es für Huber und Stadler hinter Großenbrode und Meerbusch immerhin noch zu Platz 3.
In der Jugendklasse Techno 293 traten fünf Mannschaften an, unter ihnen auch das Priener Team mit Vinzenz Hövel und Emilia Faber. Sie verpassten einen Podestplatz als Vierte knapp. Die meisten Teilnehmer hatte mit 42 Startern die Surfklasse Windsurfer LT. Diese erst in den letzten Jahren aufkommende Surfklasse gewinnt national und international immer mehr an Beliebtheit, da es für alle aufgrund der wesentlich kleineren Segel einfacher ist, sich im Wettkampf zu behaupten. Auch hier war mit Chris Bierwag, Uwe Lohse und Christian Stoll ein Chiemseeteam dabei. Der beste von ihnen, der Priener Chris Bierwag, erreichte Platz 7 und war mit seinen erst 16 Jahren zweitbester Jugendlicher. Uwe Lohse aus Bernau kam auf Platz 11. Damit verpassten sie als Vierte allerdings ganz knapp eine Podestplatzierung in der Mannschaftswertung. Es gewannen zwei Teams aus Wilhelmshaven vor einer Mannschaft aus Kiel.
Text: Walburga Stadler – Foto: Sebastian Stadler – von li. Felix Huber, Toni Stadler





