Der Skateplatz am Priener Sportplatz ist um eine Attraktion reicher: Seit diesem Sommer steht den Skateboardern, Scooter- und Inlineskatern eine neue Miniramp zur Verfügung. Entstanden ist sie als Gemeinschaftsprojekt, bei dem die örtliche Skate-Community, private Unterstützer, der gemeindliche Bauhof und der Markt Prien eng zusammengearbeitet haben.
Der Weg zur neuen Rampe begann bereits im vergangenen Jahr. Damals hatten engagierte Skater in Eigenleistung eine Quarterpipe errichtet. Das Projekt zeigte eindrucksvoll, wie groß das Interesse an einer Weiterentwicklung des Skateplatzes ist. Aus dem Wunsch nach einer größeren und dauerhaft professionellen Lösung entstand schließlich die Idee für die neue Miniramp – und nur rund zehn Monate später konnte sie bereits umgesetzt werden.
Die neue Anlage wurde von der Firma Gedo-Skateparks aus Moorenweis geliefert und montiert. Die Kosten für die Miniramp einschließlich Montage beliefen sich auf rund 13.000 Euro. Einen wichtigen Beitrag zur Finanzierung leisteten Spenden in Höhe von insgesamt 4.530 Euro. Doch auch die Skater selbst packten kräftig mit an. Lukas Good, Rafael Eigner und Quirin Staudt unterstützten den rund 18-stündigen Aufbau durch die Herstellerfirma. Zeitweise halfen zusätzlich Julian Buttschardt, Bela Jordan, Pascal Bsdurek, Florian Ganter und Ruben Rosenkind mit. Insgesamt kamen so nahezu 102 Arbeitsstunden aus der Skate-Community zusammen. Auch der gemeindliche Bauhof war umfangreich beteiligt. Rund 100 Arbeitsstunden flossen unter anderem in die Vorbereitung des Baufeldes. Dabei kamen auch Bauhoffahrzeuge sowie ein Minibagger zum Einsatz.
„Für mich ist dieses Projekt ein schönes Beispiel dafür, was entstehen kann, wenn Eigeninitiative, ehrenamtliches Engagement, private Unterstützung und Gemeinde zusammenkommen“, freut sich Erster Bürgermeister Andreas Friedrich. „Die Jugendlichen und jungen Erwachsenen haben nicht einfach nur einen Wunsch an die Gemeinde herangetragen, sondern selbst viele Stunden investiert und tatkräftig mitgearbeitet. Gleichzeitig haben wir durch Spenden und die Arbeit unseres Bauhofs gemeinsam eine Anlage geschaffen, die vielen Kindern und Jugendlichen langfristig Freude bereiten wird.”
Wie gut die neue Miniramp angenommen wird, zeigte sich auch bei der Skate Jam zu ihrer Einweihung. Obwohl es bis in den Nachmittag hinein regnete, kamen im Laufe der Veranstaltung bis zu 100 Besucherinnen und Besucher zum Skateplatz. Im Vordergrund stand dabei kein klassischer Wettbewerb, sondern das gemeinsame Skaten und der Spaß an der Sache. Für gelungene Tricks wurden Skateboardmaterial und kleinere Geldpreise ausgegeben.
Unterstützt wurde die Skate Jam vom Priener Jugendtreff „PrienaYou“, See Optik Staudt, dem Piraten Pub, Sprouters Distribution, Titus und Beatnuts Rosenheim.
Die Resonanz auf die neue Rampe reicht mittlerweile über Prien hinaus. Nach Angaben der Skate-Community wird die Anlage auch von Skatern aus dem Landkreis sehr gut angenommen. Besonders die Abmessungen der neuen Miniramp ergänzen das bisherige Angebot auf dem Platz. Genutzt wird sie gleichermaßen von Skateboardern, Scooterfahrern und Inlineskatern sowie von jüngeren Nachwuchsfahrern und erfahrenen Skatern.
Auch in den sozialen Medien hat das Projekt bereits große Aufmerksamkeit erreicht: Ein Video vom Aufbau der Miniramp auf Instagram wurde inzwischen mehr als eine halbe Million Mal angesehen (Account: @_quirinus_).
„Am meisten freut mich, dass die Rampe bereits jetzt so intensiv genutzt wird – insbesondere von vielen Kindern und Jugendlichen“, so Friedrich. „Genau dafür haben sich die gemeinsame Arbeit und das Engagement aller Beteiligten gelohnt.“
Text: Markt Prien a. Chiemsee – Bilder: Julian Buttschardt






