Gastronomie

Bayerns Speisefische aktuell

Veröffentlicht von Anton Hötzelsperger

Im Jahr 2025 beläuft sich die Speisefischerzeugung der bayerischen Aquakulturbetriebe insgesamt auf rund 5 046 Tonnen Speisefisch und damit 2,7 Prozent mehr als im Jahr zuvor. Die Karpfenproduktion sinkt dabei um 2,5 Prozent während die Regenbogenforelle mit einem Plus von 7,4 Prozent steigt.

Fast genau ein Drittel der Produktion (33,1 Prozent) entfällt auf den Gemeinen Karpfen (1 672 Tonnen), 28,5 Prozent auf die Regenbogenforelle (1 440 Tonnen). Die großen Aquakulturbetriebe mit mehr als fünf Tonnen jährlicher Fischproduktion machen im Jahr 2025 zwar nur 12,1 Prozent aller bayerischen Aquakulturbetriebe aus, produzieren aber gut drei Viertel (78,0 Prozent) der Speisefischmenge.

Fürth. Wie das Fachteam des Bayerischen Landesamts für Statistik zum Beginn der Karpfensaison, die traditionell die Monate mit einem „r“ im Namen (September bis April) umfasst, mitteilt, werden in Bayern im Jahr 2025 rund 5 046 Tonnen (t) Speisefische erzeugt. Damit liegt die auf der Grundlage der Erhebung über die Erzeugung in Aquakulturbetrieben ermittelte Speisefischproduktion insgesamt um 132 t bzw. 2,7 Prozent höher als im Jahr zuvor.

Der überwiegende Teil der in den Verkauf gebrachten Fische stammt von wenigen großen Betrieben mit einer jährlichen Fischproduktion von mehr als fünf Tonnen. Auf jene 12,1 Prozent der Aquakulturbetriebe entfallen im Jahr 2025 gut drei Viertel (78,0 Prozent bzw. 3 934 t) der zum Verzehr produzierten Fische.

Gemeiner Karpfen und Regenbogenforelle bleiben weiterhin Spitzenreiter der bayerischen Speisefischproduktion
Die Speisefischproduktion Bayerns ist im Jahr 2025 vom gemeinen Karpfen dominiert, auf welchen 33,1 Prozent bzw. 1 672 t der Gesamtproduktion entfallen. Platz zwei nimmt die Regenbogenforelle mit 28,5 Prozent bzw. 1 440 t ein. Im Vergleich zum Vorjahr sinkt die Karpfenproduktion um 2,5 Prozent (-43 t), wohingegen die Regenbogenforellenerzeugung um 7,4 Prozent (+99 t) zunimmt.

Weitere in Bayern erzeugte Speisefischarten sind der Elsässer Saibling mit rund 859 t (17,0 Prozent der Speisefischproduktion), die Lachsforelle (394 t bzw. 7,8 Prozent) sowie die Bachforelle (348 t bzw. 6,9 Prozent).

Fast die Hälfte der Karpfenproduktion in Mittelfranken – Schwaben führend bei Regenbogenforelle
Beim Karpfen stammt rund die Hälfte der in Bayern erzeugten Menge aus Mittelfranken (49,1 Prozent bzw. 821 t). Ein weiteres knappes Drittel wird in der Oberpfalz erzeugt (29,7 Prozent bzw. 496 t). Regenbogenforellen kommen am häufigsten aus Oberbayern (29,9 Prozent bzw. 430 t) und Schwaben (27,2 Prozent bzw. 392 t).

Gut ein Viertel der Speisefische aus drei Landkreisen
Auf Ebene der Landkreise findet man im Kreis Unterallgäu mit rund 540 t die größte Menge an produziertem Speisefisch. 60,9 Prozent (329 t) hiervon entfällt auf die Regenbogenforelle, was den Kreis auch hier zum Spitzenreiter macht. Mit 443 t findet man im Kreis Erlangen-Höchstadt die zweitgrößte Produktion, wobei hier mit 423 t bayernweit die meisten Karpfen produziert werden. An dritter Stelle befindet sich mit 372 t der Kreis Tirschenreuth, in welchem mit 189 t die zweitgrößte Menge an Karpfen produziert wird. In diesen drei Landkreisen wird zusammen gut ein Viertel (26,9 Prozent bzw. 1 355 t) der bayerischen Speisefische produziert.

Karpfenproduktion im Zeitverlauf überdurchschnittlich rückläufig
Während die Speisefischerzeugung insgesamt innerhalb von zehn Jahren um 3,3 Prozent zurückgegangen ist (2015:  5 218 t), ist im selben Zeitraum die erzeugte Menge an Gemeinem Karpfen überdurchschnittlich um 12,9 Prozent (-247 t) zurückgegangen. Auch bei der Regenbogenforelle zeigt sich ein Minus von 7,8 Prozent
(-121 t).

Eine deutliche Zunahme zeigte sich beim Elsässer Saibling. Wurden hier im Jahr 2015 noch 604 t produziert waren es im Jahr 2025 bereits 859 t. Dies entspricht einer Zunahme um 42,2 Prozent (+255 t)

Hier sehen Sei eine Tabelle mit Daten zu Aquakulturbetrieben und deren Erzeugung in Bayern seit 2025 nach Regierungsbezirken - Öffnet große Ansicht
Hier sehen Sie eine Grafik mit erzeugten Mengen an Speisefisch in Bayern von 2015 bis 2025 - Öffnet große Ansicht

Bericht: Bayerisches Landesamt für Statistik – Archiv-Foto: Bayer. Landwirtschaftsministerium / Pia Regnet zeigt Teichwirt Stefan Bär

Redaktion

Anton Hötzelsperger

Als freier Journalist bin ich bereits seit vielen Jahren mit der täglichen Pressearbeit für die Region Chiemsee, Samerberg und Oberbayern befasst. Mit den Samerberger Nachrichten möchte ich eine Plattform bieten für Beiträge aus den Bereichen Brauchtum, Landwirtschaft, Tourismus und Kirche, die sonst vielleicht in den Medien keinen breiten Raum bekommen würden.

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