Die gemeinnützigen Blutspendedienste des Deutschen Roten Kreuzes (DRK), die rund 75 Prozent der Blutversorgung in Deutschland sichern, verzeichneten bundesweit im Jahr 2025 ein leicht gestiegenes Blutspendeaufkommen. Insgesamt 3.182.081 Spendewillige (ein- oder mehrmalige Besuche von Spenderinnen und Spendern im Jahresverlauf) sind auf den 40.506 organisierten Blutspendeterminen der DRK-Blutspendedienste erschienen. Das entspricht einem moderaten Plus von knapp 1 % gegenüber dem Vorjahr.
Der Anstieg ist vor allem darauf zurückzuführen, dass Menschen, die ohnehin schon spenden, dies noch kontinuierlicher tun. Gleichzeitig zeigt sich eine strukturelle Entwicklung mit bundesweiter Relevanz: Die Zahl der aktiven Spenderinnen und Spender (Zahl der einzelnen Personen) ist leicht zurückgegangen, während die durchschnittliche Spendefrequenz gestiegen ist. Ein wachsender Anteil der Blutversorgung wird damit von besonders engagierten Stammspenderinnen und Stammspendern getragen.
Auch das bundesweite Durchschnittsalter der Spenderinnen und Spender liegt mit 46,7 Jahren weiterhin auf einem konstant hohen Niveau. Eine spürbare Verjüngung der Spenderbasis ist bislang nicht erkennbar. Vor dem Hintergrund des demografischen Wandels gewinnt diese Entwicklung für die zukünftige Sicherung der Blutversorgung zusätzlich an Bedeutung. Parallel setzt sich ein Trend fort: Die Quote der Erstspendewilligen sinkt weiter. Bundesweit registrierten die DRK-Blutspendedienste im Jahr 2025 insgesamt 283.054 Erstspendewillige. Das sind zwar nur knapp zwei Prozent weniger als im Vorjahr – für eine nachhaltige Stabilisierung der Blutversorgung wäre jedoch eine deutlich stärkere Dynamik beim Spendernachwuchs erforderlich.
Die aktuellen Zahlen zeigen daher ein differenziertes Bild: Viele langjährige Spenderinnen und Spender helfen weiterhin zuverlässig – dafür gebührt ihnen höchster Respekt und Anerkennung. Bislang gelingt es jedoch noch nicht ausreichend, Menschen, die noch nicht oder erst seit Kurzem Blut spenden, dauerhaft zum regelmäßigen Blutspenden zu motivieren. Gerade deshalb bleibt eine breite und verlässliche Spenderbasis eine zentrale Voraussetzung für die Resilienz des Gesundheitswesens. Eine jederzeit gesicherte Versorgung mit Blutpräparaten gehört zur unverzichtbaren Infrastruktur der medizinischen Versorgung – im Klinikalltag ebenso wie in außergewöhnlichen Belastungssituationen.
Die DRK-Blutspendedienste appellieren deshalb bundesweit an die Bevölkerung: Wer gesund ist und Blut spenden kann, sollte regelmäßig einen Termin wahrnehmen. Ohne eine verlässliche Blutspende-Routine wird es zunehmend schwieriger, eine dauerhaft sichere Versorgung mit Blutpräparaten zu gewährleisten. Gleichzeitig bleibt es entscheidend, insbesondere jüngere Menschen frühzeitig für die Blutspende zu begeistern und sie langfristig als Spenderinnen und Spender zu gewinnen.
Bundesweite Entwicklung spiegelt sich auch im Freistaat wider
Diese bundesweite Entwicklung zeigt sich auch in Bayern: Das Blutspendeaufkommen ist im Jahr 2025 leicht gestiegen. Erschienen im Jahr 2024 noch 532.657 Spendewillige ein oder mehrmals auf den angebotenen Terminen, so waren es im letzten Jahr 535.829 Spenderinnen und Spender.
Die Zahl der aktiven Spenderinnen und Spender – also der einzelnen Personen – ist dagegen weiter rückläufig. Sorgten 2024 noch 248.768 Menschen dafür, dass rund 13 Millionen Bürgerinnen und Bürger permanenten Zugriff auf sichere Blutkonserven haben, waren es 2025 nunmehr 247.944 Menschen.
Die lebenswichtige Versorgung mit Blutkonserven wird also auch hier zunehmend von regelmäßig spendenden Personen getragen.
Auch die Entwicklung bei den Erstspenderinnen und Erstspendern bleibt herausfordernd: Zwar ist gegenüber dem Vorjahr ein leichter Anstieg von 1,3% zu verzeichnen, das Niveau liegt jedoch weiterhin deutlich unter dem von 2023 (−9,5 %). Vor diesem Hintergrund bleibt auch in Bayern die nachhaltige Gewinnung neuer Spendergruppen eine zentrale Voraussetzung für die langfristige Sicherstellung der Blutversorgung.
Die aktuell stabile Versorgung darf nicht darüber hinwegtäuschen, dass sich die strukturellen Herausforderungen verschärfen: der Kreis der Spenderinnen und Spender wird kleiner statt größer, das Durchschnittsalter stagniert bei Anfang 40 Jahren und jüngere Generationen spenden aktuell noch nicht in der notwendigen Regelmäßigkeit.
Auf geht’s zur Blutspende
Alle geplanten Blutspendetermine für April 2026 sind beigefügt. Eine entsprechende Reservierung im Vorfeld ist erforderlich. Alle aktuellen Termine des laufenden Monats, eventuelle Änderungen sowie Informationen rund um das Thema Blutspende sind kostenfrei unter 0800 11 949 11 (Mo-Do 8.00 bis 17.00 Uhr, Fr 8.00 bis 16.00 Uhr) oder unter www.blutspendedienst.com tagesaktuell abrufbar. Facebook & Instagram: @blutspendebayern. Die aktuelle Podcast-Folge gibt es hier.
Auf einen Blick sind hier die aktuellen Termine im KV KV Rosenheim für den folgenden Monat:
| Dienstag 14.04.2026 |
83209 Prien am Chiemsee Franziska-Hager-Str. 1 |
15:30 Uhr – 20:00 Uhr Franziska-Hager-Schule |
| Bitte Termin reservieren: www.blutspendedienst.com/prien | ||
| Donnerstag 16.04.2026 |
83512 Wasserburg am Inn Alkorstr. 14 |
15:30 Uhr – 20:30 Uhr Badria-Halle |
| Bitte Termin reservieren: www.blutspendedienst.com/wasserburg | ||
| Dienstag 28.04.2026 |
83064 Raubling Rosenheimer Str. 2 b |
15:15 Uhr – 20:00 Uhr Michael-Ende-Grundschule |
| Bitte Termin reservieren: www.blutspendedienst.com/raubling | ||
Text und Bildmaterial: Blutspendedienst des BRK




