Brauchtum

Leonhardi-Ritt in Breitbrunn

Veröffentlicht von Toni Hötzelsperger

Regen und Kälte haben den traditionsreichen Leonhardi-Umzug der Pferdeliebhaber in Breitbrunn geprägt. Zahlreiche Gespanne und Reiter ließen sich das Brauchtum dennoch nicht nehmen und zogen durch den Ort, wo sie trotz des widrigen Wetters den traditionellen Segen empfingen.

Aufgrund regnerischer Witterung hatten sich gut ein Dutzend Festgespanne sowie einiges Reitervolk und Fußgruppen zum traditionellen Leonhardi-Segen in die Chiemseegemeinde auf den Weg gemacht. 2026 hatte Petrus anscheinend kein Einsehen mit den Pferdefreunden. Den Straßenrand säumten hartgesottene Besucher.Angeführt wurde der Tross bei seiner abgespeckten Route von der Standarte des Vereins D’Rosserer Breitbrunn. Dahinter hatte sich die Kutsche der Honoratioren, unter anderem der Bürgermeister Anton Baumgartner (Breitbrunn) und Bernhard Hainz (Gstadt) sowie der Geistlichkeit mit Ministranten, eingereiht. Es folgten der Erntedank-Wagen des Gartenbauvereins, das frisch renovierte Kirchenmodell „St. Johannes“, der Leutwagen mit den Röckifrauen der Trachtler sowie einige Reiter- und Fußgruppen. Auf dem Motivwagen der Rosserer hielt der „Heilige Nikolaus“ tapfer Wind und Regen stand. Er lebte im 4. Jahrhundert als Bischof von Myra (heute Demre in der Türkei) und soll laut Legenden drei Mädchen vor der Prostitution gerettet haben. Mit Kinderbesuchen am Vorabend seines Todestages (6. Dezember) gedenkt man des Wohltäters noch heute.

Segen am Leonhardi-Bildstock

Zu den Klängen der Chieminger Blasmusik ging es die Eggstätter und Gstadter Straße entlang in Richtung Ortsende. Ein Feldaltar, sonst an der Martel-Mayer-Leitn, war witterungsbedingt neben dem Leonhardi-Bildstock aufgebaut, wo am Rückweg ohne Andacht der obligatorische Segen für Ross und Reiter erteilt wurde.Wetterbedingt hatte der Verein kurzfristig die Bauhofhalle bestuhlt und beheizt. So konnten sich die durchnässten Gäste zu den Klängen der Blasmusik mit Brotzeiten stärken und den Tag bei Kuchen und wärmendem Kaffee ausklingen lassen.

Bericht und Bilder: Tschali Wastl / D´Rosserer Breitbrunn


Redaktion

Toni Hötzelsperger

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