Brauchtum

Heimatpreis für Trachtenverein Hebertsfelden

Veröffentlicht von Toni Hötzelsperger

Der Heimat- und Volkstrachtenverein Lindenthaler Hebertsfelden ist mit dem Heimatpreis Süd ausgezeichnet worden. Die Ehrung wurde am vergangenen Mittwoch von Bayerns Finanz- und Heimatminister Albert Füracker überreicht. Gewürdigt wurde damit das langjährige Engagement des niederbayerischen Vereins für die Pflege und Weitergabe der bayerischen Trachten- und Volkskultur.

Der Verein wurde im Jahr 1920 gegründet und blickt auf eine besondere Entstehungsgeschichte zurück. Nach dem Ersten Weltkrieg brachten Arbeiter aus der Kolbermoorer Tonwarenfabrik die Gebirgstracht und die traditionellen Tänze aus dem Mangfalltal ins Rottal. Das Tal des Lindenbaches, der in Hebertsfelden in die Rott mündet, gab der Trachtengruppe ihren Namen. Seit 1964 beteiligt sich der Verein am Preisplatteln und pflegt darüber hinaus zahlreiche weitere Bereiche des Brauchtums.Heute zählt der Verein 328 Mitglieder, darunter eine aktive Jugendgruppe mit 60 Kindern und Jugendlichen. Neben dem Platteln und Tanzen gehören auch das Goaßlschnalzen, die Musik und das Theaterspielen zum Vereinsleben. Damit trägt der Verein dazu bei, überlieferte Traditionen lebendig zu halten und an die nächste Generation weiterzugeben.

In seiner Laudatio würdigte Staatsminister Albert Füracker insbesondere die Weitergabe der bayerischen Kulturgüter über Generationen hinweg. Der Verein zeige auf eindrucksvolle Weise, wie Trachten- und Volkskultur nicht nur bewahrt, sondern lebendig gehalten werden könne. Das langjährige Engagement und die aktive Jugendarbeit seien wesentliche Gründe für die Auszeichnung mit dem Heimatpreis.Die Auszeichnung löste bei den Lindenthalern große Freude aus. In ihrer Danksagung erinnerten die Vereinsvertreter daran, dass die Geschichte des Vereins weit über das Platteln, Drehen und Tanzen hinausgehe. Sie sei vor allem geprägt von mehr als 100 Jahren Zusammenhalt, gegenseitiger Unterstützung und gelebter Heimatverbundenheit. Der Heimatpreis ehre deshalb nicht nur den Verein als Ganzes, sondern auch all jene, die ihn über Generationen hinweg aufgebaut, geprägt und mit Leben erfüllt hätten.

Bildquelle: Bayerisches Finanz- und Heimatministerium (StMFH)

Bildunterschrift: Die strahlenden, frischgebackenen Preisträger mit Minister Albert Füracker und Landtagspräsidentin Ilse Aigner (Mitte), MdL Martin Wagle und stellvertretender Landrätin Anna Nagl (links) und Bürgermeisterin Karin Kienböck-Stöger (7. V. l.).


Redaktion

Toni Hötzelsperger

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