Die „Linde“ auf der Fraueninsel im Chiemsee hat neue Pächter: Mit Stefanie Häußer-Wehr und Harry Häußer hat die Bayerische Schlösserverwaltung erfahrene Partner für die Zukunft des Hotels und Gasthauses „Zur Linde“ gefunden. Das Pachtverhältnis beginnt zum 1. November 2026. Damit ist die Grundlage für die Wiedereröffnung des traditionsreichen Gastronomie- und Hotelbetriebs geschaffen. Der konkrete Zeitpunkt der Wiedereröffnung wird von den neuen Pächtern festgelegt und bekannt gegeben.
„Die ‚Linde‘ ist für Einheimische wie für Gäste der Fraueninsel ein ganz besonderer Ort. Ich freue mich, dass wir jetzt eine gute und verlässliche Perspektive für dieses traditionsreiche Haus haben“, sagt Hermann Auer, Präsident der Bayerischen Schlösserverwaltung. „Uns war wichtig, keine schnelle, sondern eine tragfähige Lösung für die Zukunft der Linde zu finden. Mit der Unterzeichnung des Pachtvertrags ist dafür nun die Grundlage geschaffen. Ich wünsche dem Pächter-Ehepaar einen guten Start und viel Erfolg.“„Die Geschichte der Linde und ihre Verwurzelung auf der Fraueninsel haben uns sofort berührt. An diesem Stück bayerischer Kultur mitwirken zu dürfen, empfinden wir als Ehre und Verpflichtung. Gemeinsam mit unserem Team möchten wir bayerische Gastlichkeit, regionale Küche und persönlich geführte Hotellerie verbinden. Wir freuen uns darauf, das Haus gemeinsam mit unseren Gästen mit Leben, Genuss und neuen Ideen zu füllen“, sagen die neuen Pächter Stefanie Häußer-Wehr und Harry Häußer.
Sorgfältiges Verfahren für eine langfristige Lösung
Das Gasthaus „Zur Linde“ ist seit Ende 2025 geschlossen. Nach der Rückgabe des Objekts waren zunächst die Räumung sowie bauliche und technische Arbeiten notwendig. Anschließend leitete die Bayerische Schlösserverwaltung das Verfahren zur Neuverpachtung ein. Mit der jetzigen Vertragsunterzeichnung ist das Auswahlverfahren erfolgreich abgeschlossen.
Traditionsbetrieb im Herzen der Fraueninsel
Das Gasthaus „Zur Linde“ liegt in zentraler Lage auf der Fraueninsel und blickt auf eine jahrhundertelange Wirtshaustradition zurück. Eng verbunden ist das Haus mit der Geschichte der Frauenwörther Künstlerkolonie, die die Fraueninsel im 19. Jahrhundert zu einem bedeutenden Treffpunkt von Landschaftsmalern machte. Der Gasthof war dabei ein wichtiger Ort des gesellschaftlichen und künstlerischen Austauschs. Heute bietet die „Linde“ vielfältige Möglichkeiten für Gastronomie, Veranstaltungen sowie Feiern und Übernachtungen. Das traditionsreiche Haus ist ein wichtiger Bestandteil des touristischen Angebots auf der Fraueninsel.
Die Schloss- und Gartenverwaltung Herrenchiemsee
Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Außenverwaltung auf der Herreninsel im Chiemsee kümmern sich mit viel Sorgfalt und Mühe nicht nur um das Neue Schloss mit dem König Ludwig II.-Museum, sondern auch um das Augustiner-Chorherrenstift (Altes Schloss) mit seinen Museen. Im Augustiner-Chorherrenstift befinden sich unter anderem das Museum „Der Wille zu Freiheit und Demokratie – der Verfassungskonvent von Herrenchiemsee 1948“, die „Galerie Julius Exter“ im Prälaturstock und die „Galerie Maler am Chiemsee“. Rund 75 feste Mitarbeitende sowie 50 Saisonkräfte und Aushilfen arbeiten auf der Herreninsel und sorgen für ein einmaliges Schlosserlebnis sowie einen angenehmen Besuch im Schlosspark. Zu den weiteren Aufgaben gehören das Künstlerhaus Exter in Übersee am Chiemsee sowie die Pflege und der Unterhalt von Flächen auf der Fraueninsel. In den einmaligen Kulissen der Schlösser auf der Herreninsel im Chiemsee können Veranstaltungsräume vielfältig genutzt werden.
Die Bayerische Schlösserverwaltung
Die Bayerische Verwaltung der staatlichen Schlösser, Gärten und Seen ist eine der traditionsreichsten Verwaltungen des Freistaates Bayern. Als Hofverwaltung der Kurfürsten und der Könige entstanden, ist sie heute mit 45 Schlössern, Burgen und Residenzen sowie weiteren Baudenkmälern einer der größten staatlichen Museumsträger in Deutschland. Dazu kommt noch ein ganz besonderes geschichtliches Erbe: die vielen prachtvollen Hofgärten, Schlossparks, Gartenanlagen und Seen. Die einzigartigen Ensembles europäischer Architektur gepaart mit reichhaltiger künstlerischer Ausstattung ziehen jährlich ein Millionenpublikum aus aller Welt an.




