Natur & Umwelt

Blumenwiese statt Trampelpfade am Königssee

Veröffentlicht von Günther Freund

Die Ufer des Königssees sind Lebensraum unzähliger Tier- und Pflanzenarten, darunter seltene Orchideen wie Rotes Waldvöglein, Geflecktes Knabenkraut und Sumpf-Stendelwurz. In den vergangenen Jahren sind auf der Halbinsel St.Bartholomä zahlreiche Trampelpfade vom Hauptweg in Richtung Ufer entstanden – mit schwerwiegenden Folgen für die Vegetation: Durch Zertreten, Abpflücken und die zunehmende Bodenverdichtung sind viele Pflanzen seltener geworden und an mehreren Standorten bereits verschwunden.

 

Ein neues, aus Mitteln der Eva Mayr-Stihl-Stiftung finanziertes Leitsystem zur Besucherlenkung (Foto) soll Pflanzen und ihre Lebensräume schützen: Gäste sollen sich künftig ausschließlich auf dem Hauptweg sowie auf fünf ausgewiesenen Zugängen zum Seeufer bewegen. Dadurch können sich die durch Trittschäden stark beschädigten Pflanzenbestände in Ufernähe wieder erholen. Infotafeln informieren die Gäste vor Ort über seltene Arten und schützenswerte Lebensräume. Nationalparkmitarbeiter werden das neue Leitsystem bis Frühjahr 2027 fertigstellen, die Arbeiten laufen bereits.


Redaktion

Günther Freund

1944 in Bad Reichenhall geboren, Abitur in Bad Reichenhall, nach dem Studium der Geodäsie in München 3 Jahre Referendarzeit in der Vermessungs- und Flurbereinigungsverwaltung mit Staatsexamen, 12 Jahre Amtsleiterstellverteter am Vermessungsamt Freyung, 3 Jahre Amtsleiter am Vermessungsamt Zwiesel und 23 Jahre Amtsleiter am Vermessungsamt Freyung (nach Verwaltungsreform mit Vermessungsamt Zwiesel als Aussenstelle). Seit 2009 im Ruhestand, seitdem in Prien am Chiemsee wohnhaft.

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