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Wasserburg: Garteln ohne Barrieren

Aktive der "Essbaren Stadt", Bürgermeister und LAG-Vertreter neben dem neuen Rolli-Hochbeet.
Veröffentlicht von Toni Hötzelsperger

Wasserburgs erstes rollstuhl-taugliches Hochbeet stand am BürgerBahnhof im Mittelpunkt. Das barrierefreie Projekt ermöglicht nun auch Menschen mit Beeinträchtigung das gemeinsame Gärtnern und sorgt für gelebte Inklusion. Zur offiziellen Eröffnung und Übergabe einer LEADER-Förderung in Höhe von 1.000 Euro für “Bürgerschaftliches Engagement” begrüßte Dr. Christine Mayerhofer von der “Essbaren Stadt” unter anderem Bürgermeister Bastian Wernthaler, Konrad Linner, Bürgermeister von Amerang und Zweiter Vorsitzender LAG Chiemgauer Seenplatte, Christian Fechter, LAG-Manager, Ethel-D. Kafka, Leiterin des BürgerBahnhofs, sowie Vertreter des Stadtrates und des Behindertenbeirates.

Das neue Rolli-Beet, das seit Kurzem an seinem Platz steht, wurde zuvor gemeinsam mit den Bewohnern des benachbarten Schopperstatthauses aufgebaut. Bürgermeister Bastian Wernthaler freute sich über das neue “Rolli-Beet” sowie an den bestehenden Trögen in der Altstadt und am Mehrgenerationenhaus. Hier sehe man sowohl Kinder, die sich die Kräuter ansehen, als auch Menschen aller Generationen, die zusammen garteln oder auch essen. “Toll, dass wir die Essbare Stadt hier in Wasserburg haben.” Dass das neue Hochbeet als Rollstuhlbett konzipiert wurde, bezeichnete er als fast schon “logisch” für eine gelebte Inklusion. Konrad Linner erklärte, dass die “Essbare Stadt” mit dem neuen inklusiven Projekt ein absolutes Paradebeispiel für bürgerschaftliches Engagement sei. Ethel-D. Kafka ergänzte, dass das Rolli-Hochbeet auch wegen der direkten Nachbarschaft zum Schopperstatthaus ein sehr wichtiger Baustein für die Stadt sei.

Das geförderte, urbane Konzept der “Essbaren Stadt” feiert in Wasserburg mittlerweile sein zehnjähriges Bestehen. Es ist öffentlich und frei zugänglich für alle Bürger, die sich kostenlos bedienen und gemeinschaftlich gärtnern dürfen. Dr. Christine Mayerhofer sprach der LEADER-Förderung, dem Bürgermeister, der Verwaltung, dem Bauhof, den langjährigen Sponsoren sowie dem BürgerBahnhofs-Café ihren herzlichen Dank aus. Außerdem ging ein großes Danke an Christian Friesinger aus Riedering für die Spende der Pflanzen. Für die Zukunft und den weiteren Ausbau des Projekts gebe es zwar viele Ideen, allerdings brauche die Initiative dringend mehr helfende Hände. Jeder sei willkommen, sich einzubringen, und könne sich gerne melden.

Text und Bildmaterial: Tanja Geidobler / Wasserburger Stimme


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Toni Hötzelsperger

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