Wirtschaft

Einladung zum Alois Glück Kolloquium 2026

Veröffentlicht von Anton Hötzelsperger

Prof. Holger Magel: Kommunen brauchen finanzielle Spielräume und mehr Bürgerbeteiligung  – Alois-Glück-Kolloquium 2026 thematisiert die Finanznot der Kommunen und Wege zu mehr Zusammenhalt

Unter dem Titel „Zwischen Kür und Pflicht – ohne Finanzkraft kein Gestaltungsspielraum für Kommunen. Zusammenhalt stärken in Zeiten knapper Kassen“ steht das gemeinsam von HSS und Bayerischer Akademie Ländlicher Raum ausgerichtete und prominent besetzte Alois-Glück-Kolloquium 2026 am 16. Oktober im Haus der Bayerischen Bauindustrie. Beiden Veranstaltern war Alois Glück eng verbunden. HSS Vorsitzender und CSU Fraktionschef Klaus Holetscheck und Landtagsvizepräsident Tobias Reiß werden die Tagung eröffnen. Holger Magel wird in seiner Einführung die angespannte Finanzlage der Kommunen beleuchten und Ansätze aufzeigen , wie kommunale Handlungsfähigkeit und gesellschaftlicher Zusammenhalt gestärkt werden können.Der Keynote Redner Staatsrechtslehrer Prof. Martin Burgi von der LMU wird die immer wieder unterlaufene Kommunale Selbstverantwortung verfassungsrechtlich in Erinnerung rufen. Haushälter und Vertreter der kommunalen Spitzenverbände werden diskutieren ,ob und wie weit die Kommunen immer mehr belastet werden und wie ihnen dringend geholfen werden muß.

Sie werden auf die erheblichen finanziellen Herausforderungen verweisen , vor denen Städte und Gemeinden stehen. Fehlende Mittel erschwerten nicht nur notwendige Investitionen in Schulen, Straßen und andere Infrastrukturen, sondern zunehmend auch deren Erhalt. Dabei seien funktionierende öffentliche Einrichtungen und soziale Angebote entscheidend für gleichwertige Lebensbedingungen, gesellschaftliche Teilhabe und das Vertrauen in die Demokratie.

Mit Blick auf die Gedanken des verstorbenen Alois Glück betont  Magel die Bedeutung einer Verantwortungsgemeinschaft von Staat,Kommunen ,Wirtschaft und Bürgern und einer solidarischen Leistungsgesellschaft. Neben einer besseren finanziellen Ausstattung der Kommunen brauche es nach Aussage von Experten eine kritische Überprüfung staatlicher Aufgaben, klare Prioritäten und eine stärkere Ausrichtung auf die tatsächlichen Bedürfnisse vor Ort. Nicht jede zusätzliche Leistung könne allein durch neue Finanzmittel ermöglicht werden. Einen zentralen Ansatz sieht Mitveranstalter Magel in der aktiven Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger. Ehrenamt, Eigeninitiative, Subsidiarität und die Mitwirkung an kommunalen Planungen und Entscheidungen könnten den gesellschaftlichen Zusammenhalt stärken. Wer selbst Verantwortung übernehme und an der Gestaltung des eigenen Lebensumfelds beteiligt sei, entwickle zugleich ein besseres Verständnis für finanzielle Grenzen und notwendige Entscheidungen.

HSS und Akademie plädieren deshalb dafür, die Bevölkerung stärker von einer Zuschauer- in eine aktive Gestalterrolle zu bringen. Dies könne Vertrauen in politische Institutionen fördern und helfen, auch schwierige Entscheidungen nachvollziehbarer zu machen. Der Bürger verliere damit auch seine Angst vor der Zukunft.  Gemeinsamer Appell zum Auftakt des Kolloquiums wird lauten: Trotz oder gerade wegen knapper Kassen gelte es, gemeinsam Verantwortung zu übernehmen und mit Zuversicht an der Zukunft der eigenen Heimat zu arbeiten.

Termin: Freitag, 16. Oktober 2026 München 10.00 – 14:30 Uhr   –  Es sind noch Plätze frei

Vollständiges Programm

Bericht: Univ.Prof.EoE Dr.-Ing. Holger Magel – Archiv-Fotos: Prof. Holger Magel  (Prof. Magel bei einer Bergwanderung mit Alois Glück und bei der BR-Sendung vom vorjährigen Kolloquium) / Hötzelsperger (Alois Glück bei einem Gespräch beim Anderlhof-Dorfladen in Frasdorf)


Redaktion

Anton Hötzelsperger

Als freier Journalist bin ich bereits seit vielen Jahren mit der täglichen Pressearbeit für die Region Chiemsee, Samerberg und Oberbayern befasst. Mit den Samerberger Nachrichten möchte ich eine Plattform bieten für Beiträge aus den Bereichen Brauchtum, Landwirtschaft, Tourismus und Kirche, die sonst vielleicht in den Medien keinen breiten Raum bekommen würden.

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