Wie das Bayerische Landesamt für Statistik mitteilt, wird nach ersten Schätzungen des Verbandes Deutscher Hopfenpflanzer e. V. im Jahr 2026 in den bayerischen Anbaugebieten Hallertau und Spalt eine Hopfenernte von insgesamt 29 244 Tonnen erwartet.
Gegenüber dem Ergebnis aus dem Jahr 2025 mit 37 865 Tonnen ist das ein deutliches Minus von 22,8 Prozent.
Die entsprechende Anbaufläche geht dabei von 16 040 Hektar im Jahr 2025 um 5,8 Prozent auf nun 15 115 Hektar zurück. Der durchschnittliche Hektarertrag wird im Jahr 2026 voraussichtlich bei rund 19,3 Dezitonnen je Hektar (dt/ha) liegen. Das sind 18,0 Prozent weniger als im Vorjahr (23,6 dt/ha).
Fürth. Wie das Fachteam des Bayerischen Landesamts für Statistik mitteilt, wird nach ersten Schätzungen des Verbandes Deutscher Hopfenpflanzer e. V. im Jahr 2026 in Bayern eine vergleichsweise niedrige Hopfenernte erwartet. Die extremen Hitzephasen und die langanhaltende Trockenheit haben die Erntemenge in den Anbaugebieten Hallertau und Spalt auf insgesamt 29 244 Tonnen gedrückt. Dies ist ein Rückgang von 22,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr (37 865 Tonnen). Auch die entsprechende Anbaufläche geht von 16 040 Hektar im Jahr 2025 um 5,8 Prozent auf 15 115 Hektar zurück.
Diesen Schätzungen zufolge wird der durchschnittliche Hektarertrag 2026 rund 19,3 Dezitonnen betragen. Das entspricht einem Rückgang von 18,0 Prozent im Vergleich zum Vorjahr (23,6 dt/ha).
84,6 Prozent der Hopfenfläche Deutschlands liegen in Bayern
Nach den vorläufigen Ergebnissen für das Jahr 2026 nimmt die Anbaufläche in Bayern um
5,8 Prozent von 16 040 Hektar auf 15 115 Hektar ab. Damit liegen heuer rund 84,6 Prozent der Hopfenanbaufläche Deutschlands (17 861 Hektar) in Bayern. Im Vergleich zum Vorjahr bleibt der Anteil Bayerns an der Hopfenanbaufläche Deutschlands (2025: 18 962 Hektar) unverändert.
Der meiste Hopfen kommt aus der Hallertau
Während das Anbaugebiet Spalt im Jahr 2026 über eine Anbaufläche von 349 Hektar verfügt, liegen in der Hallertau 14 765 Hektar oder 97,7 Prozent der bayerischen Hopfenanbaufläche.
Im Vergleich zum Jahr 2025 mit 15 680 Hektar bleibt der Flächenanteil Hallertaus unverändert.
Die Hopfenernte dieses Anbaugebiets wird heuer auf 28 750 Tonnen oder 85,1 Prozent der gesamtdeutschen Hopfenernte (33 779 Tonnen) geschätzt. 2025 wurden mit 37 250 Tonnen rund 86,3 Prozent des deutschen Hopfens (43 141 Tonnen) in der Hallertau erzeugt. Für Spalt wird im Jahr 2026 eine Erntemenge von rund 494 Tonnen Hopfen erwartet (2025: 615 Tonnen).
Fast zwei Drittel der Hopfenerzeugung Bayerns entfallen 2025 auf Bitterhopfen
Nach den endgültigen Abwaagemengen des Verbandes Deutscher Hopfenpflanzer e.V. entfallen im Jahr 2025 rund 65,6 Prozent der bayerischen Hopfenerzeugung auf Bitterhopfen (24 856 Tonnen) und rund 34,4 Prozent auf Aromahopfen (13 010 Tonnen). Die später reifenden Bitterhopfensorten brachten mit 27,7 dt/ha im Schnitt einen deutlich höheren Ertrag ein als der Aromahopfen mit 19,9 dt/ha. Die höchste Erntemenge bei Bitterhopfen verzeichnet 2025 die Sorte Herkules mit 20 888 Tonnen. Bei Aromahopfen sind es die Sorten Perle mit 4 132 Tonnen, Hallertauer Tradition mit 3 722 Tonnen und Hersbrucker Spät mit 1 435 Tonnen.
Erntemengen seit 2016 – Schätzungen 2026 deuten auf schwieriges Hopfenjahr
Im Zeitraum von 2016 bis 2025 variiert die Hopfenernte zwischen 42 202 Tonnen (2019) und
29 573 Tonnen (2022). Durchschnittlich liegt sie in diesem Zeitraum bei 38 045 Tonnen.
Damit deuten die Schätzungen 2026 auf eine der niedrigsten Hopfenernten der letzten Jahre hin.
Änderung der Datenquelle ab dem Berichtsjahr 2025
Die freiwillige Berichterstattung zur „Hopfenernte in Bayern“, die das Bayerische Landesamt für Statistik bislang durchgeführt hat, wurde eingestellt. Ab dem Berichtsjahr 2025 werden durch das Landesamt keine direkten Befragungen der Hopfenfachwarte durchgeführt. Datengrundlage sind seitdem die Veröffentlichungen des „Verbands Deutscher Hopfenpflanzer e. V.“.
Die Angaben des Bayerischen Landesamts für Statistik basieren für das Jahr 2025 konkret auf den endgültigen Abwaagemengen, die der Verband Deutscher Hopfenpflanzer e. V., bereitstellt.
Die Schätzwerte für 2026 wurden beim Pressegespräch bei der Hopfenrundfahrt des Verbands in Wolnzach am 26. August 2026 präsentiert: https://www.deutscher-hopfen.de/presse/hopfenrundfahrt-2026-und-ernteschaetzung-2026/
Hinweise:
Mehr Ergebnisse enthält der Statistische Bericht, der (voraussichtlich) im Februar 2027 erscheint: „Hopfenernte in Bayern“ (Bestellnummer: C2600C 202600). Download als .pdf unter: Land- und Forstwirtschaft, Fischerei – Bayerisches Landesamt für Statistik



