Gastronomie

Bayerns aktuelle Brauer-Ausbildung

Veröffentlicht von Anton Hötzelsperger

Wie das Bayerische Landesamt für Statistik mitteilt, befinden sich im Jahr 2025 in Bayern 429 Personen in einer dualen Ausbildung zum Beruf Brauer/-in und Mälzer/-in. Darüber hinaus gibt es 39 Schülerinnen und Schüler an der entsprechenden Meisterschule und 51 Schülerinnen und Schüler besuchen die Fachakademie für Brau- und Getränketechnologie. Zusätzlich sind im Wintersemester 2025/26 insgesamt 429 Studierende im Studienfach Brauwesen und Getränketechnologie an bayerischen Hochschulen eingeschrieben. Gute Aussichten findet das Bayerische Landesamt für Statistik, so kurz vor der Wiesn.

Fürth. Bierbrauen hat in Bayern eine lange Tradition und das Brau- und Mälzwesen ermöglicht neben dem klassischen Handwerksberuf mittlerweile viele verschiedene Ausbildungswege.    Im Jahr 2025 befinden sich in Bayern 429 Personen in einer dualen Ausbildung im Bereich Brau- und Mälzwesen. Von den Auszubildenden Ende 2025 waren 352 männlich und 77 weiblich. Das entspricht einem Anteil von 82 Prozent Männern und 18 Prozent Frauen. Im Jahr 2015 befanden sich 421 Personen in dieser dualen Ausbildung. Damals lag der Frauenanteil noch bei zehn Prozent. Innerhalb der letzten zehn Jahre hat sich der Frauenanteil also beinahe verdoppelt.

Regionaler Schwerpunkt der Ausbildung ist die Region Oberbayern. Mit 160 Auszubildenden stellen die örtlichen Betriebe 37 Prozent der Ausbildungsplätze zur Verfügung. An zweiter Stelle folgt Oberfranken, mit 17 Prozent der Auszubildenden. Es folgen die Bezirke Schwaben (zwölf Prozent), Niederbayern (zehn Prozent) und Oberpfalz (zehn Prozent). Mit jeweils sieben Prozent ist der Anteil an Auszubildenden in den Bezirken Mittel- und Unterfranken am geringsten.

Für die nächste Stufe in der beruflichen Ausbildung im Bereich Brau- und Mälzwesen bietet sich der Besuch einer Fachschule oder auch bekannt als Meisterschule an. Fachschulen bieten dabei eine vertiefte berufliche Fortbildung mit dem Ziel, Schülerinnen und Schüler zu befähigen, mittlere Führungsaufgaben zu übernehmen. Der Abschluss im Bereich Brau- und Mälzwesen erfolgt durch die Meisterprüfung. Im Schuljahr 2025/26 besuchen insgesamt 33 Schüler und
sechs Schülerinnen die entsprechende Fachschule. Im Jahr 2015 waren es 53 männliche Schüler.

Eine weitere Ausbildungsmöglichkeit stellt der Besuch an einer Fachakademie dar. In der höchsten Stufe der beruflichen Weiterbildung wird man auf eine gehobene Berufslaufbahn vorbereitet. Erfolgreiche Absolventen erhalten den Titel „Staatlich geprüfte/-r Brau- und Getränketechnologe/-in”, der einem Bachelorabschluss gleichwertig ist. Im Schuljahr 2025/26 besuchen insgesamt 45 Schüler und sechs Schülerinnen die entsprechende Fachakademie.
Im Jahr 2015 waren es 42 Schüler und drei Schülerinnen.

Aber auch wer die Braukunst an einer Hochschule studieren möchte, findet in Bayern Möglichkeiten dazu. In Weihenstephan und München können Studierende das Studienfach Brauwesen und Getränketechnologie belegen. Von den 429 Studierenden im Wintersemester 2025/26 sind 325 männlich und 104 weiblich. Das entspricht einem Anteil von 76 Prozent Männern und 24 Prozent Frauen. Im Wintersemester 2015/16 waren es noch 656 männliche und 135 weibliche Studierende.

Hinweise:
Informationen zur Datenquelle: Datenquelle der Angaben über die Auszubildenden ist die Berufsbildungsstatistik. Nachgewiesen werden Auszubildende zur Brauer/in und Mälzer/in im Handwerk (Berufsschlüssel der Berufsbildungsstatistik 29112310) und in Industrie und Handel (Berufsschlüssel der Berufsbildungsstatistik 29112010) mit einem am 31.12.2025 bzw. 31.12.2015 laufenden Ausbildungsverhältnis. Datenquelle für die Zahlen zur Meisterausbildung und dem Besuch der Fachakademie ist die amtliche Schulstatistik. Hier beziehen sich die Angaben auf die Schuljahre 2025/26 bzw. 2015/16 mit dem Stichtag 20. Oktober. Datenquelle für die Ausbildung an einer Hochschule ist die Studierendenstatistik gemäß Hochschulstatistikgesetz (HStatG) für das Wintersemester 2025/2026 bzw. 2015/2016.

Die Grundausbildung zum/zur Brauer/in und Mälzer/in ist eine duale Ausbildung und dauert in der Regel drei Jahre. Der betriebliche Teil der Ausbildung findet in einem Brauerei- oder Mälzereibetrieb statt und die schulische Ausbildung in einer Berufsschule. Ausführliche Informationen gibt es bei den Ausbildungsberatern der örtlichen Handwerks- oder Industrie- und Handelskammern.

Bericht: Bayerisches Landesamt für Statistik – Archiv-Foto: Hötzelsperger (Qualitätskontrolle zur Trachtler-Hoibe bei Flötzingerbräu in Rosenheim)


Redaktion

Anton Hötzelsperger

Als freier Journalist bin ich bereits seit vielen Jahren mit der täglichen Pressearbeit für die Region Chiemsee, Samerberg und Oberbayern befasst. Mit den Samerberger Nachrichten möchte ich eine Plattform bieten für Beiträge aus den Bereichen Brauchtum, Landwirtschaft, Tourismus und Kirche, die sonst vielleicht in den Medien keinen breiten Raum bekommen würden.

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