Natur & Umwelt

Mistel-Bedrohung im Raum Bad Feilnbach

Veröffentlicht von Anton Hötzelsperger

Rund 700 Bäume sollen gepflegt werden, Infoabend am 12. August   –  Keine Frage, schön anzuschauen sind sie. Gerade im Winter, wenn die Bäume ohne Laub sind, kann man die Misteln mit ihren großen immergrünen Kugeln und den weißen Früchten besonders gut erkennen.

Allerdings hat ihre Verbreitung in der Region besorgniserregende Ausmaße angenommen. Um diesen Trend zu stoppen, sollen Misteln im kommenden Winter in einer großflächigen und geförderten Aktion im Raum Bad Feilnbach bekämpft werden. Rund 700 Bäume sind dort befallen. Für Grundeigentümer wird am kommenden Mittwoch (12.08.) ein Infoabend angeboten.

Die Mistel ist tückisch, denn sie entzieht dem Baum permanent lebensnotwendiges Wasser und Nährstoffe, was im schlimmsten Fall zum Absterben des Baumes führt. Die Bekämpfung ist nicht einfach, da die Mistel bis zu 80 Zentimeter lange Wurzeln in der Baumrinde ausbildet. Ein einfacher oberflächlicher Schnitt reicht daher oft nicht aus.

Hinzu kommt, dass sich die Mistel schnell ausbreitet. Daher ist eine punktuelle Bekämpfung wenig effektiv. Nur wenn zusammenhängende Gebiete gleichzeitig saniert werden, kann ein erneuter Befall durch Nachbarflächen verhindert und der Infektionsdruck deutlich reduziert werden. Der Erfolg der Aktion hängt somit maßgeblich von der Beteiligung möglichst aller Grundeigentümer ab.

Für sie findet am kommenden Mittwoch, den 12. August um 19 Uhr ein Infoabend mit Streuobstberater Martin Landes und Monika Maier vom Landschaftspflegeverband Rosenheim im Gasthaus Weingast in Kematen statt. Neben einem Fachvortrag über die Laubholzmistel soll die Maßnahmen bereits konkret geplant werden. Die Grundeigentümer werden gebeten, ihre Flurnummern mitzubringen, damit die Antragstellung für die Förderung vorbereitet werden kann.

Um eine nachhaltige und fachgerechte Entfernung der Parasiten zu gewährleisten, werden die Pflegemaßnahmen an den befallenen Bäumen im kommenden Winter von speziell geschulten Baumwarten durchgeführt. Um richtig mit dem Schmarotzer umzugehen wird zudem, in Zusammenarbeit mit den Gartenbauvereinen Bad Feilnbach und Au, ein spezieller Mistelkurs angeboten.

Bericht und Bilder: LRA Rosenheim 

 


Redaktion

Anton Hötzelsperger

Als freier Journalist bin ich bereits seit vielen Jahren mit der täglichen Pressearbeit für die Region Chiemsee, Samerberg und Oberbayern befasst. Mit den Samerberger Nachrichten möchte ich eine Plattform bieten für Beiträge aus den Bereichen Brauchtum, Landwirtschaft, Tourismus und Kirche, die sonst vielleicht in den Medien keinen breiten Raum bekommen würden.

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