Durch eine Recherche im Flugsport bekam Klaus Bichlmeier aus München eine Zeitung von Ende Juni 1986 in die Hand. Auf der Titelseite standen Nachrichten aus Rosenheim, Bad Aibling und Prien. Bei der Angabe fiel es dem Leser auf: 1986: „Das sind doch genau 40 Jahre, das ist doch ein Jubiläum“.
Es waren damals Kurz Fritz und Klaus Bichlmeier, die zum ersten Mal am Gipfel der Hochries standen. Dazu erinnert sich dieser: „Wir hatten keinen Flugdrachen dabei. Nein, soeben begann sich eine neue Luftsportart zu verbreiten, das Gleitsegeln. Die Ursprünge des neuen Flugsports begannen jedoch schon viel früher. Es war Domia Jalbert, der die Ursprungsidee hatte. Nach Angaben der Medien war dies die größte Erfindung seit Leonardo da Vinci“. Weiters erklärte Bichlmeier: „Bei einem Flug mit seiner kleinen Cessna sah Domina auf den Flügel. Da hatte er die Idee, diesen Flügel aus flexiblem Stoff nachzubauen und an der Vorderseite einen Schlitz offen zu lassen, in dem Luft einströmen konnte. Dadurch entsteht ein steifes Profil“. Es dauerte 10 Jahre, bis diese Idee effektiv in die Tat umgesetzt werden konnte. Der erste Matratzenfallschirm war geboren. Die Entwicklung dauerte dann nochmals fünf Jahre, und dann war die Lösung endlich serienfertig: Das Flugzeug aus dem Rucksack, der Gleitschirm.
Heute ist Gleitschirmfliegen von der Hochries ein ganz normaler Anblick. Aber nicht nur dort. Das Gleitschirmfliegen ist auf der ganzen Welt populär. Aber vor 40 Jahren begann die Karriere in Deutschland an der Hochries.
Fotos: Hötzelsperger – 1. Eindrücke vom Drachenfliegen von der Hochries zum Samerberg mit Landung in Grainbach – 2. Bilder und Repros von Klaus Bichlmeier: a) Leonarda da Vinci, ein genialer Erfinder aus dem 15. Jahrhundert, dachte schon, den Flug des Menschen mit dem Flügelschlag zu realisieren c) historischer Flug von der Hochries d) Klaus Bichlmeier (re.) mit Mike Harker – 1947 Harker, der als erster Mensch von der Zugspitze flog. Das war der Beginn der Drachenflieger in Europa.







