Mehr als 100 Gäste feierten die neuen Gesellinnen, Gesellen und Fachkräfte der Bäcker- und Metzger-Innungen
Rohrdorf – Mit einer gemeinsamen Freisprechungsfeier haben die Bäcker- und Metzger-Innungen am vergangenen Samstag im Hotel zur Post in Rohrdorf ihre erfolgreichen Absolventinnen und Absolventen in einen neuen beruflichen Lebensabschnitt verabschiedet. Mehr als 100 Gäste begleiteten den Festakt und würdigten die Leistungen der jungen Fachkräfte.

Mehr als 100 Gäste begleiteten die gemeinsame Freisprechungsfeier der Bäcker- und Metzger-Innungen im Hotel zur Post in Rohrdorf.
Der gut gefüllte Saal zeigte, welchen Stellenwert die berufliche Ausbildung im regionalen Lebensmittelhandwerk besitzt. Neben den Absolventinnen und Absolventen nahmen zahlreiche Angehörige, Ausbilder, Mitglieder der Prüfungsausschüsse sowie Vertreter aus Handwerk und Politik an der Feier teil. Damit wurde die Freisprechung nicht nur zum formellen Abschluss der Ausbildungszeit, sondern zu einem gemeinsamen Fest der Betriebe, Familien und Innungen.

Die Prüfungsbesten der Bäcker-Innung mit ihren Gratulanten. Von links: Landrat Otto Lederer, Prüfungsvorsitzende Rosi Hell, Obermeister Wolfgang Sattelberger, die beste Bäckerin Nelle Bernhard von der Bäckerei Wolter in Rosenheim, die beste Fachverkäuferin Anastasiia Riechkina vom Dorfbäcker Sattelberger in Rohrdorf, Landtagsabgeordneter Sebastian Friesinger und Prüfungsvorsitzender Martin Rieder.
Freigesprochen wurden die jungen Fachkräfte in den Ausbildungsberufen Bäcker und Metzger sowie im Fachverkauf des Lebensmittelhandwerks mit den Schwerpunkten Bäckerei und Fleischerei. Mit der bestandenen Abschlussprüfung endet für sie eine intensive Ausbildungszeit. Zugleich beginnt ein neuer beruflicher Abschnitt in Handwerksberufen, die traditionelles Können, moderne Technik, Verantwortung für hochwertige Lebensmittel und den unmittelbaren Kontakt zu den Kunden miteinander verbinden.

Die Prüfungsbesten im Metzgerhandwerk mit ihren Gratulanten. Von links: Landrat Otto Lederer, stellvertretender Obermeister Andreas Kürmeier, der beste Metzger Leonhard Lechner von der Metzgerei Heimann in Grafing, die beste Fachverkäuferin Stefanie Stockinger von der Metzgerei Angermann, Prüfer Stefan Schierig und Landtagsabgeordneter Sebastian Friesinger.
Landrat Otto Lederer hob in seiner Ansprache die Bedeutung des regionalen Lebensmittelhandwerks hervor. Hochwertige Lebensmittel und eine starke regionale Wertschöpfung zeichneten die Bäckereien und Metzgereien aus. Die Betriebe sicherten Arbeits- und Ausbildungsplätze, stärkten die heimische Wirtschaft und sorgten dafür, dass Herkunft und Herstellung der Produkte für die Verbraucher nachvollziehbar blieben.

Junge Fachkräfte nach der Freisprechung.
Auch die Landtagsabgeordneten Sepp Lausch und Sebastian Friesinger zollten den jungen Fachkräften und ihren Ausbildungsbetrieben Respekt. Regional erzeugte Lebens- und Genussmittel leisteten einen wichtigen Beitrag zu einer nachhaltigen Versorgung. Kurze Transportwege verringerten den damit verbundenen Energieaufwand, stärkten regionale Wirtschaftskreisläufe und könnten bei der Verarbeitung tierischer Erzeugnisse zugleich dem Tierwohl dienen.

er frisch freigesprochene Bäcker Sebastian Bockmeier und die neue Bäckereifachverkäuferin Anastasiia Riechkina erhalten von der Familie Sattelberger Geschenke zum erfolgreichen Abschluss ihrer Ausbildung.
Dabei komme auch den Verbraucherinnen und Verbrauchern eine entscheidende Rolle zu. Mit einem bewussten Einkauf bei regionalen Bäckereien und Metzgereien könnten sie unmittelbar dazu beitragen, handwerkliche Betriebe, Ausbildungsplätze und wohnortnahe Versorgungsstrukturen zu erhalten.
Die Vertreter der Innungen erinnerten zugleich daran, dass hinter jedem erfolgreichen Ausbildungsabschluss viele Menschen stehen. Neben dem persönlichen Einsatz der Auszubildenden seien die Unterstützung der Familien, die tägliche Begleitung durch die Ausbildungsbetriebe, der Unterricht an den Berufsschulen und die ehrenamtliche Arbeit der Prüfungsausschüsse unverzichtbar.

Christina Koll mit Anastasiia Riechkina (rechts), die ihre Ausbildung zur Fachverkäuferin im Lebensmittelhandwerk mit dem Schwerpunkt Bäckerei als Beste im Landkreis Rosenheim abschloss und dafür gesondert ausgezeichnet wurde.
„Handwerk hat goldenen Boden“ – diese alte Redensart sei heute aktueller denn je, betonten die Innungsmeister. Wer einen handwerklichen Beruf gründlich erlerne, verfüge über beste Voraussetzungen für eine sichere berufliche Zukunft. Qualifizierte Fachkräfte würden dringend gesucht, hätten vielfältige Entwicklungsmöglichkeiten und könnten mit guter Arbeit auch gutes Geld verdienen. Zugleich wachse die gesellschaftliche Wertschätzung für das Handwerk. Ein besonderer Vorzug liege darin, dass Handwerker am Ende eines Arbeitstages unmittelbar sähen, was sie geschaffen hätten: ein gutes Brot, hochwertige Lebensmittel und Produkte, die Menschen täglich benötigten und schätzten.
Im Mittelpunkt der Feier standen die jungen Gesellinnen, Gesellen und Fachkräfte. Für besonders herausragende Prüfungsergebnisse wurden die Besten ihrer jeweiligen Ausbildungsberufe gesondert ausgezeichnet.
Als bester Metzger wurde Leonhard Lechner von der Metzgerei Heimann in Grafing geehrt. Die Auszeichnung als beste Fachverkäuferin im Metzgerhandwerk erhielt Stefanie Stockinger von der Metzgerei Angermann.
Bei der Bäcker-Innung wurde Nelle Bernhard von der Bäckerei Wolter in Rosenheim als beste Bäckerin ausgezeichnet. Den besten Abschluss im Fachverkauf des Bäckerhandwerks erzielte Anastasiia Riechkina vom Dorfbäcker Sattelberger in Rohrdorf. Sie hatte ihre Ausbildung zur Fachverkäuferin im Lebensmittelhandwerk mit dem Schwerpunkt Bäckerei mit dem besten Ergebnis im Landkreis Rosenheim abgeschlossen.
Die ausgezeichneten Leistungen machen deutlich, auf welch hohem Niveau die regionalen Ausbildungsbetriebe ihren Nachwuchs qualifizieren. Hinter den erfolgreichen Abschlüssen stehen nicht nur handwerkliches Geschick und Fachwissen, sondern auch Ausdauer, Zuverlässigkeit und die Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen.
Gerade angesichts des Fachkräftemangels kommt der Ausbildung im Lebensmittelhandwerk besondere Bedeutung zu. Viele Bäckereien und Metzgereien suchen dringend qualifizierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Die neuen Gesellinnen, Gesellen und Fachkräfte werden deshalb nicht nur in ihren Betrieben gebraucht. Sie stehen zugleich für die Zukunft von Berufen, die für die regionale Versorgung und Wertschöpfung unverzichtbar sind.
Die Freisprechungsfeier in Rohrdorf war somit weit mehr als der feierliche Abschluss einer Lehrzeit. Sie war ein sichtbares Zeichen dafür, dass das regionale Bäcker- und Metzgerhandwerk auch künftig auf engagierte, gut ausgebildete junge Menschen bauen kann.
Beitrag: Rainer Nitzsche


