Wenn man an die Marktgemeinde Neubeuern denkt, dann denkt man als erstes an den idyllischen Marktplatz, viele Feste und Veranstaltungen, an eine verschworene Ortsgemeinschaft, den großen Fasching und ans Baden im Neubeurer See. Aktuell bewegt sich etwas in der Gemeinde, was man auf den ersten Blick vielleicht erstmal anderen Ortes erwartet: Neubeuern entwickelt sich gewerblich weiter.

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„Die Notwendigkeit ist seit Jahren bekannt“, betont Erster Bürgermeister Christoph Schneider. „Eine aktive und lebenswerte Gemeinde lebt von vielen Komponenten. Ein attraktives Gewerbegebiet ist eine Wesentliche davon“, so der Rathauschef. Den Jungen im Ort eine Ausbildungs- und Arbeitsstelle vermitteln, die heimische Gastronomie und den Handel durch Einpendler stärken, natürlich auch Gewerbesteuern zu generieren, die in die gemeindliche Infrastruktur investiert werden können – all das sind Ziele, die sich Schneider mit seinem Gemeinderat vor einigen Jahren gesteckt hat. Und nun sind diese Ziele auch dank der Eigentümerfamilie tatsächlich zum Greifen nah.
Die Erschließung des 5,5 Hektar großen Areals ist fast abgeschlossen. Aktuell wird asphaltiert, seit Anfang Oktober 2025 arbeitet der private Erschließungsträger, der auch die Grundstücke vermarktet, mit Hochdruck daran die Grundstücke befahrbar zu machen. Der Neubeurer Bürgermeister ist begeistert: „Die Geschwindigkeit der Arbeiten war rasant, als Kommune hätten wir das in dem Tempo nie realisieren können“, erklärt er und freut sich auf die Entwicklung. „Ich weiß, dass die Rahmenbedingungen für Betriebe in der jetzigen Zeit nicht optimal sind, um Investitionsentscheidungen zu treffen. Die Zinslage, die Unsicherheit und die Stimmung sind nicht leicht“, so Schneider. Dennoch appelliert der Rathauschef dem Areal und Neubeuern eine Chance zu geben. „Ab Anfang 2027 wird es bereits ein Tagescafé am Standort geben, auch Co-Working-Spots und Büroflächen sind dann anzumieten, sodass das Areal jetzt schon unter der Erschließung Form annimmt. Neubeuern ist zudem einfach eine tolle Gemeinschaft mit offenen Bürgern“, erklärt Schneider im Gespräch. Eine zentrale Wärmeversorgung über ein Nahwärmenetz aus regional gespeisten Hackschnitzeln, bereits vorhandene innovative Betriebe in der Nachbarschaft vom Handwerksbetrieb bis zum Softwareunternehmen – das Gewerbegebiet Heft mit gutem Anschluss an die Autobahnanschlussstelle Rohrdorf an der A8 nimmt Form an und wird seinen Weg gehen.
Bild: Lisa Lanzinger


