Mit einer Spende in Höhe von 200.000 Euro unterstützt die Erzdiözese München und Freising die Nothilfe von Malteser International im Libanon und im Nordwesten Syriens.
Mit dem Geld sollen eine medizinische Grundversorgung, Essensausgaben, psychosoziale Betreuung sowie die Versorgung mit Gütern des täglichen Bedarfs in Notunterkünften finanziert werden. Malteser International leistet bereits seit mehreren Jahren Hilfe im Libanon und arbeitet in Syrien mit weiteren gemeinnützigen Organisationen zusammen.
„Die betroffenen Regionen im Nahen Osten werden seit Jahrzehnten wiederholt von Krieg und Katastrophen heimgesucht. Während die Aufmerksamkeit für diese Krisen zu schwinden droht, brauchen die Menschen doch dringend unsere Hilfe. Mit unserer Spende möchten wir einen Beitrag leisten, damit den Menschen geholfen werden kann und sie von der weltweiten Öffentlichkeit nicht vergessen werden“, sagt Christoph Klingan, Generalvikar der Erzdiözese München und Freising. Die Spende der Erzdiözese kommt Menschen zugute, die infolge der wirtschaftlichen Krise im Libanon und der Kampfhandlungen zwischen der Hisbollah und der israelischen Armee unter einem akuten Mangel am Lebensnotwendigen – an Nahrung, Hygiene, Unterkunft und medizinischer Versorgung – leiden. Ein Teil der Spende soll auch syrische Rückkehrer erreichen, die während des syrischen Bürgerkriegs von 2011 bis 2024 in den Libanon geflohen sind und nun nach dem Sturz Assads und verstärkt aufgrund des Krieges im Libanon in den Nordwesten Syriens zurückkehren. Zu den besonders schwer betroffenen Bevölkerungsgruppen gehört die christliche Minderheit in Syrien. „Uns erreichen auch die Nachrichten über die nach Syrien zurückkehrenden Christinnen und Christen, die mit der Zerstörung von Orten konfrontiert sind, an denen sie ihren von einer langen Tradition geprägten Glauben praktizieren können. Ihnen sind wir besonders im Gebet verbunden“, so Generalvikar Klingan: „Wir hoffen, dass unsere Unterstützung dazu beiträgt, perspektivisch Stabilität für alle Menschen im Libanon und in Syrien zu schaffen und damit letztlich die Voraussetzung für ein friedliches Zusammenleben der Religionen.“
Malteser International verfügt über ein ausgeprägtes Netzwerk im Nahen Osten sowie über die erforderliche Expertise, um betroffene Menschen vor Ort zu unterstützen, unabhängig von der Religionszugehörigkeit. Trotz der jüngsten Eskalationen und der weiterhin schwierigen humanitären Lage konnte der libanesische Malteserorden seine Hilfsaktivitäten aufrechterhalten und bedarfsgerecht anpassen. (fho)
Bericht: Erzbischöfliches Ordinariat – Fotos: OML (Order of Malta Lebanon) – Bilder zeigen mobile Gesundheitsstation, die Malteser International im Libanon im Einsatz hat.



