Den Vorabend-Gottesdienst feierten die Gläubigen am Samstagabend diesmal mit ganz besonderer musikalischer Umrahmung: Der inklusive Projektchor Insieme (deutsch: gemeinsam, zusammen) der Lebenshilfe Traunstein, bei dem Sängerinnen und Sänger mit oder ohne Behinderung jeden Alters teilnehmen können untermalte den Gottesdienst nicht nur mit hervorragend eingeübten Liedern und Gesängen, sondern es gab auch eine kleine Tanzeinlage.
Selten dürfte der Altarraum in der Pfarrkirche St. Nikolaus so gefüllt mit begeistert mitspielenden und singenden Menschen gewesen sein, teils auch im Rollstuhl oder unterstützt von den gesunden Teilnehmern. „Selten habe ich so eine Spielfreude erlebt!“ kommentierte Pfarrer Konrad Roider die Veranstaltung. Die Organisation war ein nicht geringes logistisches Unternehmen, denn auch die Gottesdienstbesucher wurden aus verschiedenen Einrichtungen der Lebenshilfe teils von weither mit Bussen zu dem feierlichen Ereignis transportiert.
Die Leitung des Insieme-Chors hatte der Traunsteiner Chorleiter und Organist Manfred Müller inne, der mit der Tanzpädagogin Carmen Lopez gemeinsam die Probephasen gestaltet und die verschiedenen Chorwerke arrangiert. Das aufgeführte Erkennungsstück von „Insieme“, „Miteinander leben“ stammt aus der Feder des Gitarristen und Mitsängers Martin Schinko, der zusamen mit seiner Frau Christine und Sohn Kilian dabei die Soloparts übernimmt. Auch mit Instrumenten und Schlagwerkzeugen können sich die Teilnehmer einbringen. Pfarrer Konrad Roider nahm in seiner Predigt zwei Gleichnisse zum Anlass vom Sämann und dem Umgang mit Weizen und Unkraut. Beides komme von Gott. Er aber greife nicht gleich in das Geschehen ein, denn jeder habe Zeit zu reifen. „Denn Gott gibt uns Zeit zum Reifen und Wachsen“. Ein besonderer Gottesdienst, der viele Besucher beeindruckte.
Bericht und Bilder: Christiane Giesen





