PRO MERITIS SCIENTIAE ET LITTERARUM für Kunstsammlerin und Mäzenin Eva Felten, Staatsintendant Josef E. Köpplinger sowie posthum an Schauspieler Günther Maria Halmer – Blume: „Große Kultur braucht Menschen, die sie schaffen, ermöglichen und weitertragen.“
MÜNCHEN. „Große Kultur lebt von Menschen, die sie ermöglichen, von Menschen, die sie gestalten, und von Menschen, die ihr ein unverwechselbares Gesicht geben. Eva Felten, Josef E. Köpplinger und Günther Maria Halmer haben Bayerns Kulturlandschaft auf ganz unterschiedliche Weise geprägt – als großzügige Förderin, als leidenschaftlicher Theatermacher und als außergewöhnlicher Schauspieler. Sie alle eint ihr herausragender Einsatz für Kunst und Kultur. Mit dem PRO MERITIS SCIENTIAE ET LITTERARUM würdigen wir diese außergewöhnlichen Verdienste um den Kulturstaat Bayern.“
Mit diesen Worten ehrte Bayerns Kunstminister Markus Blume am Dienstagabend im Rahmen der Kultursommerlounge die Trägerinnen und Träger der höchsten Auszeichnung des Bayerischen Staatsministeriums für Wissenschaft und Kunst. Geehrt wurden die Kunstsammlerin und Mäzenin Eva Felten, der Staatsintendant des Staatstheaters am Gärtnerplatz Josef E. Köpplinger sowie posthum der Schauspieler Günther Maria Halmer. Die Auszeichnung für Halmer nahm dessen Witwe Claudia Halmer-Gerhardt entgegen.
Eine Mäzenin mit Weitblick
Zu Eva Felten betonte Blume: „Eva Felten beweist: Große Kunst entfaltet ihre größte Wirkung, wenn sie geteilt wird. Mit ihrer außergewöhnlichen Sammlung und ihrer großzügigen Schenkung an das Museum Brandhorst hat sie Fotografiegeschichte für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht und damit zugleich ein neues Kapitel für eines unserer bedeutendsten Museen aufgeschlagen. Als Sammlerin mit feinem Gespür, als Mäzenin aus Überzeugung und als Stifterin mit Weitblick hat sie Bayerns Kunstlandschaft nachhaltig bereichert. Eva Felten schenkt nicht nur Kunstwerke – sie schenkt Begegnungen mit der Kunst und macht kulturelle Schätze für kommende Generationen erlebbar.“
Ein Theatermacher aus Leidenschaft
Über Josef E. Köpplinger sagte Blume: „Josef E. Köpplinger ist ein Theatermacher mit Leib und Seele. Seit mehr als einem Jahrzehnt prägt er das Staatstheater am Gärtnerplatz mit künstlerischem Mut, großer Leidenschaft und einem feinen Gespür für sein Publikum. Unter seiner Leitung ist das Haus zu einer der erfolgreichsten und beliebtesten Musiktheaterbühnen Deutschlands geworden. Josef E. Köpplinger beweist: Große Volksoper begeistert, wenn sie Tradition und Mut zum Neuen verbindet. Mit dieser Haltung, höchster künstlerischer Qualität und echter Nähe zu den Menschen hat er das Gärtnerplatztheater wie kaum ein anderer nachhaltig geprägt.“
Ein Schauspieler, der Generationen geprägt hat
An Günther Maria Halmer erinnerte Blume: „Günther Maria Halmer war einer der großen Schauspieler unseres Landes. Mit unverwechselbarer Präsenz, großer Menschlichkeit und beeindruckender künstlerischer Vielseitigkeit hat er Generationen von Zuschauerinnen und Zuschauern bewegt. Ob als Tscharlie in den ‚Münchner Geschichten‘, als Anwalt Abel oder zuletzt als Brandner Kaspar am Münchner Residenztheater – er schenkte seinen Figuren Wärme, Würde und Glaubwürdigkeit. Günther Maria Halmer hat die bayerische Theater- und Filmlandschaft über Jahrzehnte geprägt. Sein Werk und seine Persönlichkeit werden unvergessen bleiben.“
Die Auszeichnung PRO MERITIS SCIENTIAE ET LITTERARUM
Das Bayerische Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst verleiht seit dem Jahr 2000 die Auszeichnung PRO MERITIS SCIENTIAE ET LITTERARUM an herausragende Persönlichkeiten für deren Verdienste um Wissenschaft und Kunst, seit 2008 in Form eines Bronze-Reliefs. Ziel der Ehrung ist es, Wissenschaft und Kunst als Einheit zu begreifen und ihre Bedeutung für Gesellschaft und Zukunft sichtbar zu machen. Pro Jahr werden nur bis zu acht Auszeichnungen vergeben.
Bericht: Bayerisches Wissenschaftsministerium – Foto: W. Weber/ StMWK – Ministerpräsident Markus Söder (rechts) und Kunstminister Markus Blume (links) mit den Ausgezeichneten Eva Felten, Claudia Halmer-Gerhardt und Josef E. Köpplinger (von links nach rechts)


