Kultur

Bezirksmusikfest in Reit im Winkl

Veröffentlicht von Anton Hötzelsperger

Einen großartigen Verlauf nahm das 56. Bezirksmusikfest des Bezirks Chiem- und Rupertigau im Musikbund von Ober- und Niederbayern am Sonntag in Reit im Winkl. Nach der feierlichen Festmesse im Kurpark setzte sich ein historischer Festzug durch den Ort mit über 40 Musikkapellen, zahlreichen Fußgruppen und historischen Darstellungen in Bewegung und hinterließ bei den vielen Besuchern ein beeindruckendes Bild gelebter Tradition und Vielfalt.

Den Gottesdienst zelebrierte Monsignore Wolfgang Huber in Konzelebration mit Ortspfarrer Martin Straßer und Monsignore Christoph Huber, ebenfalls wie sein Bruder Wolfgang ein gebürtiger Reit im Winkler. Die Predigt hielt Christoph Huber. Er bescheinigte den Musikanten eine unendliche Geduld, beim Proben immer wieder von vorne anzufangen und nicht aufzugeben. Das gemeinsame Spiel sei auch ein Hören auf Gott und aufeinander, damit das Leben in Takt bleibe.

Feierlich umrahmt wurde der Gottesdienst von der Musikkapelle Reit im Winkl mit der „Reit im Winkler Festmesse“, die Shane Woodborne, Mitglied der Camerata Salzburg, eigens für sie zu diesem Fest zu ihrem 200-jährigen Bestehen komponiert hatte und an diesem Tag uraufgeführt wurde. Beeindruckend war am Ende des Festgottesdienstes auch das Gemeinschaftsspiel die 40 anwesenden Musikkapellen mit dem Bozner Bergsteigermarsch, dirigiert von der Bezirksdirigentin Franziska Aschauer, und der Bayernhymne, dirigiert von Verbandsdirigent Franz Kellerer.

Bürgermeister Matthias Schlechter, auch Schirmherr dieses Festes, gratulierte der Musikkapelle Reit im Winkl zu ihrem Jubiläum. Musik bringe Menschen zusammen, und die Musikkapelle sei das beste Beispiel dafür. Er bezeichnete sie als eine Herzkammer des Reit im Winkler Dorflebens. Glückwünsche überbrachte auch Landrat Andreas Danzer. Mit ihrem 200-jährigen Bestehen habe sie über Generationen hinweg Verantwortung übernommen. Heute sei sie ein würdiger Gastgeber für eine große Musikfamilie. Musikbund-Bezirksleiter Thomas Egger sagte, Blasmusik sei eine Herzenssache, und bei der Festmusikkapelle spüre man dieses Herzblut.

Beim großen Festzug brachten die über 40 Musikkapellen den ganzen Ort zum Klingen. Tausende von Zuschauern spendeten immer wieder herzlichen Beifall. Dies galt auch für die zahlreichen historischen Festwägen. Dazu zählten unter anderem eine originalgetreue Postkutsche, der Fasslwagen des Hofbräuhauses Traunstein, handwerkliche Zunftwägen, das Schiff des Seeräuberspiels Unterwössen, die „Fischerin vom Bodensee“ der befreundeten Musikkapelle Hagnau und viele weitere liebevoll gestaltete Vereinsdarstellungen vergangener Zeiten.Auf einer Festkutsche fanden Pfarrer Martin Straßer, die Monsignore Wolfgang und Christoph Huber und Bürgermeister Matthias Schlechter Platz, auf einer weiteren Altlandrat Jakob Strobl, Landrat Andreas Danzer, Bezirksleiter Thomas Egger, und Musikkapellen-Ehrenvorstand Heini Mühlberger.

Der Festumzug dürfte zweifellos zu den Höhepunkten des Musikjahres 2026 der Region zählen. Danach sorgte im Festzelt die ebenfalls befreundete Musikkapelle Unterwössen und danach das Reitertal-Quintett für beste Unterhaltung.

Bericht und Bilder: Sepp Hauser

 

 


Redaktion

Anton Hötzelsperger

Als freier Journalist bin ich bereits seit vielen Jahren mit der täglichen Pressearbeit für die Region Chiemsee, Samerberg und Oberbayern befasst. Mit den Samerberger Nachrichten möchte ich eine Plattform bieten für Beiträge aus den Bereichen Brauchtum, Landwirtschaft, Tourismus und Kirche, die sonst vielleicht in den Medien keinen breiten Raum bekommen würden.

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