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Abiturfeier der Freien Waldorfschule Chiemgau

Veröffentlicht von Anton Hötzelsperger

„Sie haben sich entwickelt und Sie haben Herausforderungen gemeistert!“  – 26 junge Menschen verlassen die Freie Waldorfschule mit dem Abitur.

„Sie haben es geschafft!“, begrüßte Lehrerin Annette Syska 26 Abiturientinnen und Abiturienten bei der Abiturfeier der Freien Waldorfschule Chiemgau im Gasthaus D’Feldwies in Übersee. „Und deswegen stehen Sie heute im Mittelpunkt.“ Als Mathematiklehrerin sei ihre Grundhaltung das Üben, und das habe sie mit den Schülerinnen und Schülern intensiv getan, so Syska. „Im Vermessungspraktikum zum Beispiel haben Sie sehr praktisch gelernt, was Präzision bedeutet. Vielleicht entdeckt der ein oder andere von Ihnen im späteren Berufsleben Elemente von dem, was wir zusammen erarbeitet haben. Ich wünsche Ihnen, dass Ihre Erfolgsgerade steil nach oben geht, ohne Wendepunkt.“

Klassenbetreuer und Deutschlehrer Johannes Stöckl ließ es sich nicht nehmen und blickte auf das letzte Schuljahr im Rahmen einer Dramenanalyse zurück. Mit viel Schmunzeln erzählte er, dass er in der intensiven Vorbereitungsphase Hyperbeln wie „Das haben wir noch nie gemacht!“ hören konnte – was sich jedoch immer in Wohlgefallen aufgelöst hat. Wichtige und bedeutsame Beobachtungen waren für ihn, so berichtete Stöckl: „Wie Sie einander unterstützt haben, wie Sie Verantwortung übernommen haben und wie Sie füreinander da waren. Sie haben gezeigt, dass Hoffnung und Zuversicht durchaus begründete Kategorien sind. Gemeinschaft, Hilfsbereitschaft und Menschlichkeit sind für Sie keine altmodischen Begriffe.“

Nach Liedern über Freundschaft, gesungen von Mona Nitsche und Laurin Lohrmann, wurden die Abiturzeugnisse überreicht und die Schülerinnen und Schüler offiziell entlassen. Die nächsten Wochen und Monate sehen bei den Absolventinnen und Absolventen ähnlich aus: Es geht auf Reisen. Die Ziele sind dabei sehr unterschiedlich, von Irland, Georgien über Südamerika bis nach Neuseeland. Und was kommt danach? Konrad Stein kann sich eine Ausbildung zum Lokführer oder ein Studium des Eisenbahnwesens vorstellen, Max Reichert geht für ein Praktikum in ein großes Architekturbüro nach London, doch auch die Idee des Dirigentenberufs möchte er weiterverfolgen, Veronika Koch-Sappl hat die Naturwissenschaften im Blick und Kira Veritsis die Wirtschaft.

Bericht und Foto: Walddorfschule / Sylvia Braun –  Ein neuer Lebensabschnitt beginnt: 26 junge Menschen erhielten ihr Abiturzeugnis.


Redaktion

Anton Hötzelsperger

Als freier Journalist bin ich bereits seit vielen Jahren mit der täglichen Pressearbeit für die Region Chiemsee, Samerberg und Oberbayern befasst. Mit den Samerberger Nachrichten möchte ich eine Plattform bieten für Beiträge aus den Bereichen Brauchtum, Landwirtschaft, Tourismus und Kirche, die sonst vielleicht in den Medien keinen breiten Raum bekommen würden.

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