„Schöne Ausblicke, guter Kaffee und nicht zu viel Schotter“ – Große Begeisterung für die neuen Gravelbike-Touren im Chiemgau
„Die Tour war schön abwechslungsreich, hat Riesenspaß gemacht. Die werde ich mit den Gästen unseres Hotels auch fahren“ – das war das Resumé von Holger aus Ruhpolding. Beim „Ride.out Chiemgau“ fuhr er die neue, 65 Kilometer lange Runde „Everything Alzride“ mit. Außer ihm waren rund 140 Rennrad- und Gravel-Fans bei fünf verschiedenen, bis zu 120 Kilometer langen Touren am Start. Zwei davon, „Everything Alzride“ und „Holy Roler“, gehören zu den zehn neu ausgewiesenen Touren von Chiemgau Tourismus (CT). Nach der Rückkehr aller Radler zum Patch.Work in Seeon gab der CT-Geschäftsführer Franz Bauer die Touren offiziell frei. Statt eines Bandes schnitt er symbolisch einen Fahrradschlauch durch. Die neuen Touren seien das Ergebnis eines Gemeinschaftsprojektes. Über ein Jahr lang hätten nach seinen Worten Fachleute von Touristinfos, Bauhöfen, der Radbranche sowie engagierte Bürgerinnen und Bürger die Touren entwickelt. Sie spiegelten „die Vielfalt unserer Region wider – von entspannten Feierabendrunden bis zu anspruchsvollen Strecken, immer mit Blick auf Seen und Berge. Wer es richtig wissen will, dem legen wir die Tour Chiem Xtreme ans Herz. Sie ist mit 231 Kilometern der Star unserer Touren“, führte der Tourismusexperte aus.
Max Seidl hatte die Entstehung der neuen Touren konzeptionell begleitet. Der Gstadter berichtete von einem Workshop mit Einheimischen und Fachleuten aus dem Chiemgau. Einer der Teilnehmer habe gesagt, beim Gravelbiken seien drei Dinge wichtig – schöne Ausblicke, guter Kaffee und gut ausgewählte Runden mit nicht zu viel Schotter. Das sei Seidls Worten zufolge der Leitgedanke für die „Chiemgau Gravel Escapes“ geworden. Er betonte, dass sie ebenso für Einheimische wie für Touristen gedacht seien. Seidl bat um Rückmeldungen zu den neuen Touren. „Die Touren sind dynamisch – wenn es irgendwo noch Verbesserungspotenzial gibt, interessiert uns das sehr“, schloss der Radexperte, der an diesem Tag auch eine der Touren geleitet hatte.
„Ich hatte einen Supertag und bin voll auf meine Kosten gekommen“, berichtete Maria aus der Nähe von Mühldorf nach der Tour „Everything Alzride“. Die Botschafterin von „Radeln und Helfen e.V.“ habe beim Radeln viele neue Leute kennengelernt und sie auf den Garchinger Verein aufmerksam gemacht. Die Spenden an den Verein helfen Kindern und Familien in Not. „Radeln und Helfen e.V.“ hat vor drei Jahren mit 20 Teilnehmern begonnen. Auch nächstes Jahr veranstaltet der Verein den Ride.out Chiemgau wieder in Seeon, und zwar am 1. Mai. Alle Informationen, auch die Profile der neuen Touren, stehen auf chiemsee-chiemgau.info/gravelbiken und radelnundhelfen.de.
Bericht und Fotos: Chiemgau GmbH





