Leitartikel

Oberbairischer-Kalender-Frühschoppen

Veröffentlicht von Toni Hötzelsperger

Theaterer, Trachtler, Gebirgsschützen, Fingerhakler, Ranggler, Volksmusikanten und weitere Vertreter der bayerischen Lebensfreude fanden sich auf Einladung der Kalendermacherei Raab aus Seeshaupt beim Binder Bräu in Bad Tölz zu einem Oberboarischn-Kalender-Frühschoppen ein. Den Oberbairischen Fest-Täg- und Alte-Bräuch-Kalender gibt es seit 39 Jahren, im Jahr des Herrn 2027 wird es die dann 40. Ausgabe geben, die allesamt von der Familie Raab zusammengestellt wurden und werden.

Das Pflegen des christlichen Glaubens, alter Bräuche und Gewohnheiten sowie das Festhalten aller bedeutsamen Brauchtumstermine in Oberbayern das ganze Jahr hindurch in einem einzigartigen Kalenderwerk sind zentrale Anliegen und Botschaften der Herausgeber. Die Vertreter der verschiedenen Organisationen, die sich in Oberbayern und Bayern ehrenamtlich um die Heimat- und Brauchtumspflege kümmern erläuterten in einem zwanglosen Beisammensein bei Brezen, Bier und Weißwürsten ihre Geschichte und Zukunftspläne. Zu den Referenten gehörten unter anderem Martin Haberfellner, Landeshauptmann beim Bund der Bayerischen Gebirgsschützen. Er verwies auf des Dokumentationszentrum der Gebirgsschützen in Benediktbeuern (Wiedereröffnung ab 3. Mai, dem Heimat-Erlebnis-Tag in Bayern). Günter Frey als Landesvorsitzender des Bayerischen Trachtenverbandes lud in das Trachtenkulturzentrum nach Holzhausen ein (u.a. mit einer Dirndl-Ausstellung bis 10. Mai) und Roman Messerer vom Alpenländischen Volksmusikverein stellte die Vielfalt von Gesangs- und Instrumental-Gruppen vor, die auf bayerischen Bühnen und weltweit auf BR Heimat zu hören sind (vor Ort fein und unterhaltsam zu hören war das Kirchberg-Trio mit   Zither, Ziach und Gitarre). Ludwig Schick informierte über alpenländische Ringkämpfe, die es seit der Zeit der Kelten bei den Rangglern gibt und Peter Bichler von der Theatergesellschaft Bad Endorf lud dazu ein, die heurigen Aufführungen ab Pfingstmontag zum Gedenken an Pater Rupert Mayer zu besuchen. Das Bad Endorfer Theater mit ihren religiösen Stücken gibt es seit 1790 und es ist nach Kiefersfelden und Flintsbach des drittälteste Amateurtheater in Bayern. Weitere Beiträge kamen zum almerischen Leben im Berchtesgadener Land, zu den Aktivitäten im Landesverband der Bayerischen Fingerhakler sowie zu kulinarischen und besonderen Köstlichkeiten aus oberbayerischen Gärten und Küchen. All die erwähnten Themen rund um das gute bayerische Leben finden sich auch wieder im Oberbairischen Fest-Täg- und Gute-Bräuch-Kalender. Erhältlich ist dieser oder bei der Kalendermacherei Raab, email bestellung@kalendermacherei-raab.de, www.kalendermacherei-raab.de oder telefonisch 08801-915452. (ISBN 978-3-9822175-4-3  – 18,50 Euro).  Bei der Kalendermacherei Raab gibt es zudem noch Grußkarten, Bierfilzl, Spielkarten und hendverzierte Kerzen.

Fotos: Hötzelsperger  –  Eindrücke  vom Oberbairischen-Kalender-Frühschoppen beim Binder Bräu in Bad Tölz

   

 

 


Redaktion

Toni Hötzelsperger

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