Land- & Forstwirtschaft

Landfrauenchöre-Treffen in Altenbeuern

Veröffentlicht von Anton Hötzelsperger

Die gemeinsame Freude am Singen, ist wie das Hören einer Predigt, diese Feststellung prägte das Treffen Oberbayrischer Landfrauenchöre bei dem heurigen gemeinsamen Singen im Gasthaus Ellmaier in Altenbeuern. Mehr als 150 Frauen aus den Chören von Rosenheim, Mühldorf, Fürstenfeldbruck, Dachau, Erding, Landsberg/Lech, Traunstein, dem Pfaffenwinkel vermittelten Gemeinschaftsgeist, Musikalität und Verantwortung über alle Altersgrenzen hinweg.

Der Chor aus Miesbach musste kurzfristig absagen. Den Bezug zu den bestehenden christlichen Werten welche die Gruppen auch vermitteln, belegte die Andacht in der Kirche von Altenbeuern mit Pfarrer Christoph Rudolph, welche dem Chortreffen vorranging. Der Rosenheimer Landfrauenchor mit Leiterin Frau Heide Hauser, den sie seit 19 Jahren leitet mit der „Chordirndl-Musi“ oblag die musikalische Gestaltung. Der Willkommensgruß von Kreisbäuerin Kathi Kern und Elisabeth Mayerhofer, sie waren auch maßgeblich an der Organisation des Chortreffen verantwortlich, galt den Frauen, welche das Tagesgeschehen bestimmten. In Versform vermittelten sie die Eindrücke aus der Natur, die jetzt nach dem Winter wieder unser Leben bestimmen. Aufbrechen, Wachsen und Gedeihen bestimmen den Kreislauf. Unter den Gästen waren die ehemalige MdL und Ehrenkreisbäuerin Annemarie Biechl, die Seniorenbeauftrage Anneliese Riepertinger, die Bezirksbeauftrage Marie-Helene Rieke und  Bezirksbäuerin Irmi Posch. Sie meinte wörtlich, „wir vermitteln eine Auszeit zu unserer Arbeit. Lieder mit Sinn und Wert, Empfindungen, vermitteln Freude und Anerkennung“. Kathi Kern begrüßte die politischen männlichen Zuhörer  Landtagsabgeordnete Wast Friesinger, CSU und Sepp Lausch, Freiei Wähler, Ulrich Martin vom Bayerischen Bauernverband, Martin Wunderlich, BBV-Direktor und Kreisobmann Sepp Andres aus Pfaffing. Kreisbäuerin Kathi Kern konnte erfreut feststellen: “Dirndlgewänder bestimmen das heutige Bild, es ist eine Freude dies zu sehen”.

Die Programmführung durch Elisabeth Mayerhofer vermittelte Eindrücke über die Schaffenskraft der einzelnen Chöre, deren Leitung und Mitgliederstärke. Ergänzt wurden die Aussagen und gesanglichen Darbietungen durch eine Bilderschau, die zeitgleich ablief. Lebensfreude wie bei Liedern „Beim Wirt, da spuit a`Musi auf“ aber auch Nachdenkliches für die Seele prägten das abwechslungsreiche Programm. Ein Liedzettel vermittelte die Programmvielfalt. Ein unterhaltsamer Tag war geprägt von Erfahrungsaustausch über die Arbeit und vom geselligen Treffen, auch über die Kreisgrenzen hinaus. Aus dem großen musikalischen Fundus von Hans Berger, aus Oberaudorf, der dem Chorgesang und der ländlichen Musik sehr nahe steht, erhielt jeder Chorgemeinschaft einige Liedblätter. Für das zweijährige Treffen auf Bezirksebene, letztmalig war es in Teisendorf, nun im Landkreis Rosenheim, wird noch ein Ausrichter gesucht, war die Bitte von Elisabeth Mayerhofer. Das Treffen der Landfrauenchöre aus ganz Bayern finden im kommenden Jahr in Memmingen satt. Gemeinsam stimmten die Sängerinnen zum Abschluss ein „Kein schöner Land in dieser Zeit“. Wohlwissenden um das derzeitige politische Geschehen, aber auch als ein Bekenntnis zur Gemeinsamkeit und Freude. Blumen, und Dankesworte waren ein ehrliches Bekunden für die vorbereitenden Arbeit.

Bericht und Bilder: Thomas Schwitteck
Nr 11 Andacht mit Pfarrer Christoph Rudolph und dem Rosenheimer Chor. 4v.l. Chorleiterin Heide Hauser
Nr 34 Kathi Kern Kreisbäuerin rechts -und Maria Fischbacher bei der Begrüßung
Nr 39 der Rosenheimer Landfrauenchor mit Heide Hauser – heuriger Ausrichter
Nr 55 Blick auf die Ehrentische mit den verantwortlichen, Fachvertretern und Abgeordneten



Redaktion

Anton Hötzelsperger

Als freier Journalist bin ich bereits seit vielen Jahren mit der täglichen Pressearbeit für die Region Chiemsee, Samerberg und Oberbayern befasst. Mit den Samerberger Nachrichten möchte ich eine Plattform bieten für Beiträge aus den Bereichen Brauchtum, Landwirtschaft, Tourismus und Kirche, die sonst vielleicht in den Medien keinen breiten Raum bekommen würden.

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