Leitartikel

155 Jahre FFW Neubeuern – Festsonntag

Veröffentlicht von Anton Hötzelsperger

155 Jahre Feuerwehr Neubeuern: Ein heißes Fest im besten Sinne

Ein heißer Einsatz war das Fest zum 155‑jährigen Bestehen der Freiwilligen Feuerwehr Neubeuern – und das nicht nur wegen der hochsommerlichen Temperaturen. Durch umsichtiges Arbeiten, wie es für die Feuerwehr selbstverständlich ist, wurde auch diese Herausforderung souverän gemeistert. Tausende Besucher kamen zu Bieranstich, Wein- und Bierfest, Handmähwettkampf, Kinderfest sowie zum Festsonntag mit Gottesdienst und Umzug. Einmal mehr bestätigte sich die traditionsreiche Aussage: „Zum Feiern geh’ ma auf Beuern.“

Im Mittelpunkt stand die Wertschätzung für den Dienst der Feuerwehr, der in vielen Familien über Generationen weitergegeben wird. Verlässlichkeit, Kameradschaft und die Bereitschaft, das eigene Ich zurückzustellen, um anderen zu helfen, prägen diesen Dienst. Diese Hilfsbereitschaft reicht weit über die Gemeindegrenzen hinaus, wie die starke Beteiligung der Wehren aus dem ganzen Landkreis zeigte.

Mit Schirmherrn Bürgermeister Christoph Schneider, der kraft Amtes auch oberster Chef der Feuerwehr ist, zogen mehrere hundert Feuerwehrmänner sowie die Ortsvereine in Tracht und Montur zum Festgottesdienst am Marktplatz. Bei der Hitze waren Schattenplätze begehrt. Pfarrer Christoph Rudolph stellte das Matthäusevangelium „Liebe deinen Nächsten wie dich selbst“ in den Mittelpunkt seiner Predigt – ein Leitgedanke, der Feuerwehrdienst und christliche Haltung verbindet.

Ein emotionaler Höhepunkt war die Segnung eines Fahnenbandes, das von der Schülerwehr der Schlossverwaltung gemeinsam mit den Altschülern übergeben wurde. Janek Titz, aktiver Schülerwehrler, hob die gute Ausbildung und die starke Einbindung in die Kameradschaft hervor. Bürgermeister Schneider, auch im Namen seiner Amtsvorgänger, lobte die Wehr in höchsten Tönen: Man könne für gute Ausrüstung sorgen, doch für den Wert der geleisteten Arbeit könne man nur dankbar sein. Sein Dank galt ebenso den Familien und Partnern der Einsatzkräfte sowie den Arbeitgebern, die Feuerwehrleute im Ernstfall freistellen.

Für die Inspektion sprachen Franz Eichberger und stellvertretende Landrätin Marianne Loferer ihre Anerkennung und den Wunsch nach stets gesunder Rückkehr aus den Einsätzen aus. Unter den Ehrengästen waren zudem Bundestagsabgeordnete Daniela Ludwig und Landtagsabgeordneter Sepp Lausch. Vorstand Anton Schneebichler und sein Team zeigten sich nach Wochen der Vorbereitung sichtlich erleichtert. In seinem Dank erinnerte er an prägende Einsätze wie die Brände auf Schloss Neubeuern oder die grenzüberschreitende Hochwasserhilfe.

Der Festgottesdienst wurde vom Hl. Florian am Marktbrunnen symbolisch begleitet. Ein imposanter Festzug führte vom Marktplatz hinaus nach Altenbeuern und zurück zum Festzelt – ein würdiger Abschluss eines Festtages, der von vielen Gästen begleitet wurde. Bei kühlem Nass und bester Bewirtung genoss man die Gemeinschaft, die bereits am Vortag beim Kindertag eindrucksvoll gelebt wurde. Viele Besucher brachten während der Festtage ihre Dankbarkeit zum Ausdruck: „Wir können nur froh sein, so gut beschützt zu sein.“

Bericht und Bilder: Thomas Schwitteck 

Foto Nr 65 Abmarsch zum Gottesdienst

Foto79  in beieindruckender Stärke zeigte sich der Festverein

215 Pfarrer Christoph Rudolph segnet das neue Fahnenband, gestiftet von der Schülerwehr, Schloss und Verwaltung

222 das gesegnete Fahnenband wird von Jarek Titz-rechts- an die Vereinsfahne, getragen von Josef Scherer,angebracht

325 langjährige und geehrte Kameraden, rechts Festleiter Hans Fritz -links Georg Gar

328 der Festverein

347 Festzug durch Altenbeuern-

341  so war löschen früher-Kaameraden aus rosholzen mit altem Löschgerät

353 das Festzelt -Hintergrund-war das Ziel

 


Redaktion

Anton Hötzelsperger

Als freier Journalist bin ich bereits seit vielen Jahren mit der täglichen Pressearbeit für die Region Chiemsee, Samerberg und Oberbayern befasst. Mit den Samerberger Nachrichten möchte ich eine Plattform bieten für Beiträge aus den Bereichen Brauchtum, Landwirtschaft, Tourismus und Kirche, die sonst vielleicht in den Medien keinen breiten Raum bekommen würden.

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