Am Dienstag, 25. August, begeht die Kirche den Namenstag des Heiligen Ludwig (Louis IX.), eines der bedeutendsten Herrscher des Mittelalters. Der französische König, geboren 1214, prägte seine Zeit durch außergewöhnliche Frömmigkeit, Gerechtigkeitssinn und soziale Verantwortung.
Bereits im Jahr 1226 bestieg Ludwig im Alter von nur zwölf Jahren den Thron; seine Mutter Blanca von Kastilien führte zunächst die Regentschaft. Später heiratete er Margarete von der Provence, mit der ihn eine tiefe geistliche und familiäre Verbundenheit verband. Ludwig IX. galt als Herrscher, der Macht und Demut auf seltene Weise vereinte: Er war bekannt für seine Geduld, seine Besonnenheit und seine besondere Fürsorge für Arme und Kranke.
Neben seiner persönlichen Frömmigkeit setzte Ludwig wichtige rechtliche und wirtschaftliche Reformen durch, stärkte die kirchlichen Einrichtungen und bemühte sich um eine gerechte Ordnung im Reich. Zwei Mal nahm er an Kreuzzügen teil; während des zweiten Unternehmens starb er 1270 an einer schweren Krankheit. Papst Bonifatius VIII. sprach ihn 1297 heilig. Die liturgischen Schrifttexte des Tages greifen Ludwigs Haltung eindrucksvoll auf: Die Lesung aus Jesaja 58, 6–11 ruft zu tätiger Nächstenliebe und Gerechtigkeit auf, während das Evangelium Matthäus 22, 34–40 das Doppelgebot der Liebe in den Mittelpunkt stellt — Tugenden, die Ludwig IX. in seinem Leben beispielhaft verkörperte.
Text: entnommen einem alten Kalenderblatt – Fotos: Hötzelsperger (mit Ludwig aus der Samerberger-Nachrichten-Familie)


