Wirtschaft

TH Rosenheim: innovative Geschäftsideen

Veröffentlicht von Toni Hötzelsperger

Gründungszentrum der Technischen Hochschule Rosenheim zeichnet innovative Geschäftsideen aus

Zum mittlerweile sechsten Mal hat das Gründungszentrum der TH Rosenheim die IDEAchallenge veranstaltet. Dabei handelt es sich um einen Ideenwettbewerb, der unternehmerisches Denken, Kreativität und Innovationsgeist von Studierenden fördert. In diesem Jahr wurden 23 Projekte von mehr als 30 Teilnehmerinnen und Teilnehmern eingereicht.

„Mit der IDEAchallenge wollen wir die Ideen sichtbar machen, die es an unserer Hochschule gibt. Seit dem ersten Wettbewerb im Jahr 2021 ist die Zahl der eingereichten Projekte Jahr für Jahr gestiegen, worüber wir uns sehr freuen“, sagte Professorin Dr. Stephanie Kapitza, Vizepräsidentin der TH Rosenheim und wissenschaftliche Leiterin des Gründungszentrums ROCkET (Rosenheim Center for Entrepreneurship), zu Beginn der Preisverleihung. In diesem Jahr sei die Entscheidungsfindung für die Jury aufgrund der hohen Qualität der Geschäftsideen besonders schwierig gewesen. „Da haben wir im Vergleich zu den früheren Jahren nochmal eine Steigerung erlebt“, so Kapitza.

Webseiten-Optimierung mithilfe von KI als bestes Gesamtkonzept

Die Preise wurden in insgesamt sechs Kategorien vergeben. Über die Auszeichnung für das beste Gesamtkonzept und 2.000 Euro Preisgeld durfte sich Emanuel Bessing freuen. Mit „Deon AI“ sorgt er dafür, dass Kleinunternehmer und Mittelständler ihre Firmenwebseiten ohne großen Aufwand optimieren können und damit die Sichtbarkeit im Internet verbessern. „Das kann zum Beispiel ein Malerbetrieb sein, der bei der Google-Suche weit oben auftauchen möchte, ohne dafür viel Geld auszugeben“, erläutert der 25-Jährige, der am Campus Chiemgau E-Commerce studiert. Die größten Herausforderungen seien für ihn gewesen, sich die erforderlichen IT-Fachkenntnisse selbst anzueignen und sämtliche Tests selbst durchzuführen.

Weiterhin wurden ausgezeichnet: Maximilian Aberl  in der Kategorie Bester Prototyp (Projekt „Nerv“, innovatives, modulares Gestaltungselement zur flexiblen Strukturierung von Arbeits- und Aufenthaltsräumen); Elisabeth Steiner und Leonard Konrad in der Kategorie Größter Impact (Projekt „Bau.Bio.Loop“, kreislaufbasierte Lösung im Bereich Textilbranche und Architektur für Verwertung von textilem Abfall); Julian Berndl in der Kategorie Bester Pitch (Projekt „InnoTrEst“, innovativer, nachhaltiger und zirkulärer Fußbodenaufbau für den modernen Holzbau); Lukas Pendi, Matthias Meierlohr, Jonas Hörter und Markus Huber in der Kategorie Beste Idee (Projekt „The Privacy Box“, europäische Lösung für sichere Unternehmenskommunikation durch physische Verifizierung); Guy Mathieu Foko mit dem Publikumspreis (Projekt „EigenKI“, lokal installierte „AI in a Box“-Lösung ohne Abhängigkeit von externen Anbietern).

Die Preise im Gesamtwert von 6.200 Euro wurden von engagierten Unternehmen aus der Region (jeweils 1.500 Euro) sowie dem Gründungszentrum ROCkET (Publikumspreis) bereitgestellt: QAware GmbH mit Sitz in München, QUNIS GmbH aus Brannenburg, Sparkasse Rosenheim-Bad Aibling sowie Rotary Club Rosenheim. Weitere Partner sind das digitale Gründerzentrum Stellwerk18 und das Netzwerk „Gründen. Einfach machen.“. Die Jury bestand aus Mario-Leander Reimer (QAware), Lorenz Stiglauer (Rotary Club), Hermann Hebben (QUNIS), Helmut Hundhammer (Sparkasse Rosenheim-Bad Aibling) und Evi Bachmaier (Stellwerk18).

Große Bandbreite an Ideen

Seit 2021 wurden rund 130 Ideen eingereicht – von klimafreundlichen Technologien über soziale Innovationen bis hin zu digitalen Plattformen. Studierende aus über zehn Studienrichtungen – von Bauingenieurwesen bis Gesundheitsmanagement – haben sich beteiligt. Über 80 Pitches wurden seit dem Start gehalten, mehr als 30.000 Euro an Preisgeldern vergeben und über 25 Projekte ausgezeichnet. „Es freut uns besonders, dass die Teilnehmerinnen und Teilnehmer mit ihren unterschiedlichen Ideen die große Bandbreite der Fachrichtungen an der TH Rosenheim aufzeigen“, so Sarah Baumann, geschäftsführende Leiterin des ROCkET.

Bericht: Technische Hochschule Rosenheim

Bild: Frederik Emmer


Redaktion

Toni Hötzelsperger

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