Inmitten der derzeitigen Priener Kunstzeit 2026, die noch bis zum 13. September mit zahlreichen Werken im öffentlichen Raum sowie in Priener Geschäften dauert, kam es zu einem Höhepunkt, zu dem der Priener Kulturförderverein in das Foyer des Chiemseesaals im Haus des Gastes eingeladen hatte: gemeinsam mit der Marktgemeinde Prien wurden die Kunstpreise 2026 vergeben.
Die Willkommensgrüße sprachen für die Gemeinde Prien Zweiter Bürgermeister Michael Anner junior sowie für den Kulturförderverein dessen Erster Vorsitzender Georg Klampfleuthner. Ihr besonderer Gruß galt neben den zahlreich vertretenen Vereinsmitgliedern und den von einer Jury ausgewählten Preisträgern dem vormaligen Preisträger für das künstlerische Lebenswerk Lorenz Hamberger sowie der Kulturreferentin des Landkreises Rosenheim, Anke Hellmann.
„Junge Kunst“-Preis für Theresa Springl
Ingrid Fricke, 3. Vorsitzende vom Priener Kulturförderverein war federführend für die Kunstzeit-Preisvergaben mit Unterstützung von Martina Lehmann von der Marktgemeinde verantwortlich. Sie selbst nahm auch die Laudatio für die Vergabe des Förderpreises „Junge Kunst“ vor, der Preis wurde der Holzbildhauerin Theresa Springl, geb. Öttl zuerkannt. Die ausgebildete Schreinerin und freischaffende Künstlerin präsentiert in der aktuellen Priener KunstZeit-Ausstellung eine Arbeit im Garten des Priener Heimatmuseums mit dem Titel „Austausch“.
Rotary-Club-Kunstpreis für Clemens Büntig
Die zweite Preisvergabe war der Rotary-Club-Kunstpreis, dieser ging an Clemens Büntig. Die Laudatio hielt Präsident Martin Grambow vom Rotary Club Chiemsee. Er erläuterte, dass für die Rotarier die Kunst von zentraler Bedeutung für Werte und Gesellschaft ist und sagte zum ausgezeichneten Künstler und Inhaber einer Druckwerkstatt: „Hand und Herz sind Hauptwerkzeuge für seine Arbeit an und mit der Maschine“. Büntig zeigt im Rahmen der Priener KunstZeit seine Werke in der Gruppenausstellung „Die langsame Form der Dinge – Topografien des Lebendigen“ im KronastHaus am Marktplatz.
Ehrenpreis für Lebenswerk für Sylvia Roubaud
Heuer wurde vom Priener Kulturförderverein wieder ein künstlerisches Lebenswerk mit einem Ehrenpreis gewürdigt. Die Jury entschied sich einstimmig für die seit mehr als 60 Jahren international aktive Malerin und Grafikerin Sylvia Roubaud. Zuletzt war die Künstlerin Mitausstellerin im Priener Heimatmuseum bei der Ausstellung „Starke Frauen“. Sylvia Roubaud kam 1941 in München zur Welt, sie studierte an der Akademie der Bildenden Künste München und ist nunmehr in Prien mit einem eigenen Atelier sesshaft geworden. Die Laudatio hielt die Kunsthistorikerin Gabriele Morgenroth, sie bezeichnete Sylvia Roubauds Gesamtwerk in Verbindung mit der Künstlerlandschaft Chiemsee als einzigartig.
Dank für Räume auch an die Priener Geschäftswelt
Zum Abschluss der Feierstunde im Haus des Gastes bedankte sich Kulturfördervereins-Vorsitzender Georg Klampfleuthner mit Blumen bei Inge Fricke für ihre vielfältigen KunstZeit-Bemühungen. Zweiter Bürgermeister Michael Anner dankte nicht nur dem Priener Kulturförderverein für dessen Initiativen und Aktivitäten. Ein weiterer Dank galt allen Prienern Geschäftsleuten, Gewerbetreibenden und Institutionen, die Räumlichkeiten für die noch bis 13. September andauernde KunstZeit zur Verfügung stellen – ganz nach dem Motto: „Kunst ist keine Momentaufnahme, sondern ein Stück Wegbegleitung“.
Fotos: Hötzelsperger – Eindrücke von der Vergabe der Kunstpreise 2026 vom Kulturförderverein Prien im Haus des Gastes.












