Neukirchen/Persdorf – Einen eindrucksvollen Höhepunkt erlebten die Jubiläumsfeierlichkeiten der Freiwilligen Feuerwehr Neukirchen und der Schützengesellschaft Alt-Wildschütz Persdorf am Sonntag mit einem großen Festsonntag in Siegharting. Bei strahlendem Sonnenschein, festlicher Stimmung und großer Beteiligung wurde sichtbar, welch festen Platz Feuerwehr, Schützen, Musik, Brauchtum und Vereinsleben in der Dorfgemeinschaft haben.

Ein starkes Zeichen der Verbundenheit: Die vielen Fahnenabordnungen erinnerten beim Festsonntag in Siegharting an die lange Geschichte der Vereine und an die Gemeinschaft, die sie bis heute tragen.
Bereits der Kirchenzug vom Festzelt hinauf zum malerisch gelegenen Kirchplatz vor dem Huberhof bot ein starkes Bild. Feuerwehrleute in Uniform, Schützengesellschaften, Musikkapellen, Trachtler, Fahnenabordnungen und zahlreiche Ehrengäste zogen begleitet von traditioneller Blasmusik durch den Ort. 64 Feuerwehren und Schützenvereine waren der Einladung gefolgt und gaben dem Festsonntag einen besonders würdigen Rahmen. Die vielen Fahnen, Uniformen und Trachten prägten das Bild ebenso wie die große Zahl an Besuchern, die sich entlang des Weges und später beim Gottesdienst versammelt hatten.

Blick ins gut gefüllte Festzelt vor dem Kirchenzug: Schon am Vormittag herrschte bei den Jubiläumsfeierlichkeiten in Neukirchen/Persdorf beste Feststimmung.
Auf der Anhöhe oberhalb des Ortes, mit weitem Blick über die Wiesen bis hin zu den Bergen, feierten die Festteilnehmer gemeinsam den Gottesdienst. Gemeindereferent Tobias Gaiser gestaltete die Feier in einer Weise, die gut zum Anlass passte: festlich, ruhig und zugleich nah an den Menschen, die in den Vereinen Verantwortung übernehmen. Im Mittelpunkt standen Gemeinschaft, Zusammenhalt und der Dienst am Nächsten – Werte, die gerade bei Feuerwehr und Schützen nicht nur bei Festreden beschworen, sondern im Alltag gelebt werden.

Der Tafeljunge beim Festsonntag in Neukirchen/Persdorf – mit sichtbarer Freude und ganz vorne dabei im Vereinsleben.
Die Freiwillige Feuerwehr Neukirchen und die Schützengesellschaft Alt-Wildschütz Persdorf feiern in diesen Tagen nicht nur ihre eigene Geschichte. Sie zeigen auch, wie stark das Ehrenamt das Leben in den Dörfern trägt. Die Feuerwehr steht für Einsatzbereitschaft, Hilfeleistung und Verlässlichkeit, oft zu jeder Tages- und Nachtzeit. Die Schützen stehen für Tradition, Kameradschaft und gelebtes Brauchtum. Gemeinsam wurde an diesem Sonntag deutlich: Solche Vereine sind weit mehr als Organisationen. Sie sind Orte der Zugehörigkeit, der Verantwortung und der Weitergabe von Werten über Generationen hinweg.

Gemeindereferent Tobias Gaiser nutzte den Moment für ein Selfie mit den Ministranten – ein sympathischer Augenblick am Rande des Festgottesdienstes in Siegharting.
Besonders eindrucksvoll waren die vielen Fahnenabordnungen, die beim Gottesdienst und später beim Festzug das Bild bestimmten. Jede Fahne erzählt von der Geschichte eines Vereins, von Menschen, die vor vielen Jahrzehnten Verantwortung übernommen haben, und von nachfolgenden Generationen, die diese Tradition weitertragen. Vor der Kulisse der oberbayerischen Landschaft, zwischen Birkenzweigen, Blumen, Trachten, Uniformen und Blasmusik, entstand eine Atmosphäre, die feierlich und heimatlich zugleich war.

Blick vom Huberhof über die Festwiese zum Freialtar: Vor eindrucksvoller Bergkulisse feierten zahlreiche Vereinsabordnungen, Ehrengäste und Besucher den Festgottesdienst in Siegharting.
Nach dem Festgottesdienst setzte sich der Festzug erneut in Bewegung. Vom Kirchplatz führte er nicht auf direktem Weg zurück, sondern in einem großen Bogen durch den Ort zum Festzelt. Neben den Feuerwehrleuten, Schützen, Musikkapellen und Fahnenabordnungen nahmen auch viele liebevoll gestaltete Motivwagen teil. Historische Traktoren, alte Feuerwehrgeräte und geschmückte Wagen erinnerten an frühere Zeiten und machten zugleich deutlich, mit wie viel Mühe und Freude die Beteiligten diesen Festtag vorbereitet hatten.

Große Beteiligung beim Festgottesdienst in Siegharting: In der ersten Reihe nahmen zahlreiche Ehrengäste Platz, dahinter versammelten sich Feuerwehrleute, Schützen, Vereinsmitglieder und Besucher.
Gerade diese Mischung aus Festlichkeit, Brauchtum und lebendiger Darstellung der Vereinsgeschichte machte den Zug zu einem besonderen Erlebnis. Alte Feuerwehrleitern, historische Gerätschaften und festlich geschmückte Fahrzeuge erzählten auf ihre Weise von den Anfängen des Feuerwehrwesens und vom Wandel der Zeit. Zugleich zeigten die vielen jungen Teilnehmerinnen und Teilnehmer, dass diese Tradition nicht nur bewahrt, sondern auch weitergeführt wird.

Grußworte vom Schirmherr und Ersten Bürgermeister Christoph Vodermeier
Am Straßenrand verfolgten zahlreiche Zuschauer den Festzug, der von Musik, Applaus und vielen Begegnungen begleitet wurde. Immer wieder boten sich eindrucksvolle Bilder: lange Reihen von Feuerwehrleuten in Uniform, Schützen in Tracht, Fahnen vor der Bergkulisse, Kinder im Festzug und historische Fahrzeuge, die langsam in Richtung Festzelt rollten. Dort wurde der Festsonntag schließlich weiter gefeiert – mit Musik, Gesprächen und jener Geselligkeit, die zu einem solchen Jubiläum gehört.

Nach dem Festzug: Rückkehr ins Festzelt
So wurde der Sonntag zu weit mehr als einem offiziellen Programmpunkt der Festwoche. Er war ein sichtbares Zeichen dafür, was Vereine in den Dörfern leisten: Sie halten Erinnerungen wach, stärken den Zusammenhalt und geben einer Gemeinschaft ein Gesicht. Die Freiwillige Feuerwehr Neukirchen und die Schützengesellschaft Alt-Wildschütz Persdorf konnten an diesem Festsonntag eindrucksvoll zeigen, dass ihre Jubiläen nicht nur Rückblick auf eine lange Geschichte sind, sondern auch ein Bekenntnis zur Zukunft des Ehrenamts und des Miteinanders vor Ort.

Ein weiterer Tafeljunge mit der historischen Vereinstafel als sichtbarem Zeichen der Tradition.
Der Festsonntag war damit auch eine leise Einladung, sich selbst einzubringen. Denn Vereine wie die Freiwillige Feuerwehr, die Schützen und viele andere Gemeinschaften leben davon, dass Menschen nicht nur zuschauen, sondern mithelfen, mittragen und Verantwortung übernehmen. Gerade darin liegt ihre Stärke – und ihre Zukunft.
Beitrag & Fotos: Rainer Nitzsche



