Eindrucksvolle Premiere des Passionsspiels „Für ein paar Silberlinge“ in Marquartstein – Beitrag zu 100 Jahre Chiemgau-Alpenverband
Wohl vorbereitet und gut einstudiert hat sich der Chiemgau-Alpenverband für Tracht und Sitte zum drittenmal nach 2016 und 2018 und als Beitrag zum heurigen 100. Geburtstag an das Passionsspiel „Für ein paar Silberlinge“ nach dem Buch von Josef Kriechhammer herangewagt. Die Premierenaufführung in der Katholischen Pfarrkirche „Zum Heiligen Blut“ in Marquartstein, dem Gründungs- und heurigem Gaufestort des Trachtler-Dachverbandes war restlos ausverkauft. Weitere Vorstellungen sind am Freitag, 27. März ab 19 Uhr in der Katholischen Pfarrkirche „St. Rupertus“ in Amerang sowie am Dienstag, 31. März in der Katholischen Pfarrkirche „St. Peter“ (Alter Peter) in München-Tal (Karten über www.chiemgau-alpenverband.de/passion).
„Seien wir nicht nur Zuschauer, sondern öffnen wir unsere Herzen für das Stück zum Leiden, Sterben und Auferstehen von Jesus Christus. Dann kann mit dem Palmsonntag die kostbarste Zeit des Kirchenjahres beginnen. Der heutige Abend und die weiteren Passions-Aufführungen sind eine Ouvertüre für die Kar- und Osterzeit und ein segensreicher Beitrag zum Jubiläumsjahr der Chiemgauer Trachtler“ – so Pfarrer Andreas Horn, dem Leiter des Pfarrverbandes Grassau mit seinen Willkommensgedanken. Diesen Worten und Gedanken schloss sich auch Andreas Hilger als Gaumusikwart für Blasmusik beim Chiemgau-Alpenverband und als Gesamtleiter der Passion an. Sein besonderer Gruß galt dem Text-Autoren Josef Kriechhammer, dem Landesvorsitzenden des Bayerischen Trachtenverbandes Günter Frey, dem Ehrenvorsitzenden des Gauverbandes 1 Peter Eicher sowie Gauvorstand Thomas Hiendl vom Chiemgau-Alpenverband mit seiner gesamten im Einsatz befindlichen Gauvorstandschaft.
Der Frieden als Meisterwerk der Vernunft (frei nach Immanuel Kant) und die bedingungslose Liebe als Schlüssel zum Frieden im Kleinen wie im Großen standen im Mittelpunkt der Botschaft des Leidens Christi in den verschiedenen Mono- und Dialogen auf den beiden vor dem Altar aufgebauten Bühnenelementen. Dabei traten als versierte und textsichere Darsteller Anja Voit aus Oberwössen (als Maria Magdalena), Sebastian Bauer aus Frasdorf (Pontius Pilatus), Leni Bauer aus Sachrang (Frau von Pilatus), Sepp Spiegelberger aus Wildenwart (Judas Ischariot), Matthias Stoib aus Wildenwart (Jünger Johannes), Otto Zaiser aus Schleching (Simon Petrus) und Martina Huber aus Wildenwart (Magd) auf. Für eine feine und gut aufeinander abgestimmte musikalische Gestaltung sorgten die Laubensteiner Bläser, der Hamberger Viergesang, Akkordeonspieler Hans Wiesholzer und die Quartl-Geigenmusi. Deren Abschlussweise „O Haupt voll Blut und Wunden“ wurde in der zweiten Strophe zum gemeinsamen Mitsingen angeboten ehe sich die große Besucherschar ohne Applaus, mit vielen Gedanken und äußerst dankbar für einen be- und ergreifenden Abend auf den Nachhauseweg machte.
Zum Gelingen des Passionsspiels „Für ein paar Silberlinge“, dessen Titel auf die Geschäftemachereien im Tempel und auf dessen Räumung durch Jesus erinnerten, sorgten neben Autor Josef Kriechhammer als Regisseur Lambert Huber und als Gesamt- und Musikleiter Andreas Hilger. Ein weiterer Dank für die Unterstützung bei Proben, Vorbereitung und Aufführung galt aus den Reihen des Chiemgau-Alpenverbandes Marianne Fischer, Micha Nayder, Monika Hiendl und Lisi Hilger sowie der Kirchengemeinde von Marquartstein. Einen weiteren Anteil an der rundum gelungenen Premiere hatten auch die perfekte Ton-Technik und die gute Akustik in der Kirche.
Die weiteren Passionsspiel-Aufführungen des Chiemgau-Alpenverbandes sind am Freitag, 27. März in Amerang (19 Uhr Pfarrkirche St. Rupertus) und am Dienstag, 31. März im „Alten Peter“ in der Katholischen Pfarrkirche St. Peter. Karten sind noch erhältlich auf der Seite www.chiemgau-alpenverband.de/passion.
Fotos: Hötzelsperger – Eindrücke vom Passionsspiel „Für ein paar Silberlinge“ des Chiemgau-Alpenverbandes – Premiere in Marquartstein

















