Kirche

Bernauer Kirchenneubau: Erzähl-Cafe

Veröffentlicht von Anton Hötzelsperger

Als einen weiteren Höhepunkt im Jubiläumsjahr 1100 Jahre Bernau und 100 Jahre Kirchenneubau, kann man getrost das Erzähl-Café im katholischen Pfarrheim bezeichnen, zu dem Diakon Michael Leberle herzlich begrüßte.

Michaela und Georg Leidel hatten in stundenlanger Vorarbeit Archive und alte Bilder gesichtet und stellten diese in einem moderierten Gesprächsformat, mit vielen Aufnahmen vor allem aus dem letzten Jahrhundert, gut sichtbar an der großen Leinwand vor. Neben den vielen historischen Fotographien standen die persönlichen Erinnerungen, Erfahrungen und Lebensgeschichten der gut 30 Teilnehmerinnen im Vordergrund. Ob lustige Ministrantenstreiche und wie Wein sich wunderbar zu Essig verwandelte, packend dargeboten von Klaus Daiber und Karl Schuhbeck oder Erzählungen über junge Kapläne, die Christl Schuhmann und Gunda Osterhammer ein Lächeln ins Gesicht zauberten und die von Vorlieben über Weihrauch, besonderen Ausflügen oder selbstgeschreinerte Altäre handelten. Besonders wusste Hans-Dieter Dummert, der seine Kindheit und Jugend in Bernau verbracht hatte, viel über die Pfarrherren, deren Eigenheiten und das Leben rund um den Kirchturm zu erzählen. Der Schwerpunkt lag auf einem freudigen Erzählen und Zuhören, das auch mit vielen jüngeren Teilnehmern für eine vertrauensvolle Café- und Erzähl-Atmosphäre sorgten. Viele selbstgemachte Kuchen und Torten, frisch gebrühter Kaffee sowie Schuxn verbanden Menschen unterschiedlicher Altersgruppen und Lebenslagen zu einem genussvollen Nachmittag, den die rüstige Irmgard Kinzelmann mit einem a cappella vorgetragen Café-Haus-Lied stimmungsvoll abschloss.

Bericht und Fotos: Gregor Thalhammer / hö


Redaktion

Anton Hötzelsperger

Als freier Journalist bin ich bereits seit vielen Jahren mit der täglichen Pressearbeit für die Region Chiemsee, Samerberg und Oberbayern befasst. Mit den Samerberger Nachrichten möchte ich eine Plattform bieten für Beiträge aus den Bereichen Brauchtum, Landwirtschaft, Tourismus und Kirche, die sonst vielleicht in den Medien keinen breiten Raum bekommen würden.

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