Wie das Bayerische Landesamt für Statistik mitteilt, erreicht die Bruttowertschöpfung der Gesundheitswirtschaft im Jahr 2025 einen Wert von 69,9 Milliarden Euro in jeweiligen Preisen. Preisbereinigt steigt sie um 2,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die bayerische Gesamtwirtschaft verzeichnet im selben Zeitraum dagegen einen Anstieg von 0,4 Prozent. Erwirtschaftet wurde die Bruttowertschöpfung in der bayerischen Gesundheitswirtschaft im Jahr 2025 von durchschnittlich 998 400 Erwerbstätigen. Das entspricht einem Anstieg von 2,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr. In der Gesamtwirtschaft Bayerns nimmt die Zahl der Erwerbstätigen im gleichen Zeitraum hingegen um 0,1 Prozent zu.
Fürth. Die Gesundheitswirtschaft als Teil der Gesamtwirtschaft in Bayern entwickelt sich weiterhin positiv. Wie aktuelle Berechnungen der Arbeitsgruppe „Gesundheitsökonomische Gesamtrechnungen der Länder“ (AG GGRdL) zeigen, steigen sowohl die Bruttowertschöpfung als auch die Zahl der Erwerbstätigen in dieser Querschnittsbranche1). Zur Gesundheitswirtschaft zählen dabei alle wirtschaftlichen Aktivitäten, bei denen Waren und Dienstleistungen hergestellt oder vermarktet werden, die der Bewahrung und Wiederherstellung von Gesundheit dienen. Auch ein Blick auf die Entwicklung seit 2015 zeigt, dass die Gesundheitswirtschaft ein bedeutender Wachstums- und Beschäftigungsfaktor für Bayern ist.
Jeder elfte Euro der gesamtwirtschaftlichen Bruttowertschöpfung wird in der Gesundheitswirtschaft erzielt
Im Jahr 2025 liegt die Bruttowertschöpfung in jeweiligen Preisen in der bayerischen Gesundheitswirtschaft bei 69,9 Milliarden Euro. Gemessen an der Gesamtwirtschaft im Freistaat entspricht das einem Anteil von 9,4 Prozent. Folglich wird jeder elfte Euro in der Gesundheitswirtschaft erzielt. Preisbereinigt steigt die Bruttowertschöpfung der Gesundheitswirtschaft um 2,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Das gesundheitswirtschaftliche Wachstum in Bayern fällt damit etwas stärker aus als der bundesweite Durchschnitt von 2,1 Prozent. Zudem wächst die Gesundheitswirtschaft stärker als die bayerische Gesamtwirtschaft, deren preisbereinigte Bruttowertschöpfung 2025 gegenüber dem Vorjahr nur um 0,4 Prozent steigt. Gegenüber dem Jahr 2015 ist die Bruttowertschöpfung in der Gesundheitswirtschaft um 21,0 Prozent gestiegen, während die Gesamtwirtschaft ein Wachstum von 10,3 Prozent verzeichnet.
Jede achte erwerbstätige Person in der Gesundheitswirtschaft tätig
Im Jahresdurchschnitt 2025 hatten 998 400 Menschen und damit jede achte erwerbstätige Person (12,7 Prozent) im Freistaat eine Beschäftigung in der Gesundheitswirtschaft. Der bundesweite Durchschnitt liegt etwas höher, bei etwa jeder siebten erwerbstätigen Person (13,8 Prozent). Gegenüber dem Vorjahr steigt die Zahl der Erwerbstätigen um 2,4 Prozent, während die Gesamtzahl der Erwerbstätigen in Bayern ein Plus von 0,1 Prozent verzeichnet. Auch in längerfristiger Betrachtung zeigt sich, dass die Erwerbstätigenzahl in der Gesundheitswirtschaft zwischen 2015 und 2025 mit einem Plus von 20,4 Prozent deutlich stärker wächst als in der bayerischen Gesamtwirtschaft, die im selben Zeitraum um 8,2 Prozent zulegt. Zu dieser Entwicklung dürfte auch die demographisch bedingt steigende Nachfrage nach Gesundheitsleistungen sowie ein durch die COVID-19-Pandemie gestiegenes Gesundheitsbewusstsein beitragen.
Hinweise:
1) Den Hauptbestandteil der Gesundheitswirtschaft bildet das Gesundheits- und Sozialwesen (WZ 2008: Abschnitt Q) mit der stationären und ambulanten Gesundheitsversorgung. Zudem zählen zur Gesundheitswirtschaft auch Teile der produzierten Waren und Dienstleistungen im Verarbeitenden Gewerbe, dem Handel sowie aus weiteren Wirtschaftszweigen, die mit dem Thema „Gesundheit“ verbunden sind.
Die hier veröffentlichten Ergebnisse beruhen auf den Berechnungen der Arbeitsgruppe „Gesundheitsökonomische Gesamtrechnungen der Länder“ (AG GGRdL). Weitere Ergebnisse sowie methodische Hinweise finden Sie unter www.statistikportal.de/de/ggrdl.
Datenquellen: AG GGRdL: Wertschöpfungs-Erwerbstätigen-Ansatz, Berechnungsstand: Mai 2026;
VGR: Bruttoinlandsprodukt, Bruttowertschöpfung in den Ländern der Bundesrepublik Deutschland 1991 bis 2025. Reihe 1, Band 1, Berechnungsstand: August 2025/Februar 2026; ETR: Reihe 1, Band 1. Erwerbstätige in den Ländern der Bundesrepublik Deutschland 1991 bis 2024. Berechnungsstand: Februar 2026.



