Kirche

Andacht bei der Achberg-Kapelle

Veröffentlicht von Anton Hötzelsperger

Eine Friedenskapelle steht seit 300 Jahren   – Ökumenische Andacht am Achberg  in Schleching Frieden ist ein Wort, das die Menschen verbindet und eine Friedenskapelle ein Ort der verbindet.

Die Friedenskapelle am Hinterachberg wurde vor 300 Jahren gebaut. Gestiftet haben sie Menschen zum Dank, dass der Ort nach dem Spanischen Erbfolgekrieg von den schlimmsten Gräueltaten verschont geblieben ist. Der Achberg war als Grenzregion auch vom Krieg betroffen, aber es gab keine richtige Straße hinauf, was ein Glück für die Menschen war. 1706 gelobten die Bewohner eine Friedenkapelle zu bauen, gedauert hat es dann noch 20 Jahre, bis das Vorhaben umgesetzt wurde. Heute ist es ein Ort der Begegnung, der Zuflucht bei kleinen und großen Nöten bietet, es wird der Rosenkranz gebetet und Fürbitten vorgetragen.

Viele Kriege und Wege zum Frieden

Wir feiern hier was Großartiges, meinte Pfarrer Martin Straßer, der mit Regina Hallmann, evangelische Pfarrerin im Ruhestand, eine ökumenische Andacht mit den Achbergern und Gästen abhielt. Die Pfarrerin hielt einen kurzen historischen Abriss über die letzten 300 Jahre und die vielen Kriege, aber auch über die Wege zum Frieden. Wie es schon in der Bergpredigt heißt (Matthäus 5, Vers 9) „Glücklich zu preisen sind die, die Frieden stiften; denn sie werden Kinder Gottes genannt“.

Dann forderte Regina Hallmann die Besucher auf, einen hebräischen Text zum Frieden zu singen -es waren nur zwei Zeilen- was nach etwas Üben auch ganz gut gelang. Die Andacht wurde musikalisch begleitet von Maria Blank mit der Flöte und Martin Straßer mit der Ziach. Nachdem alle gemeinsam das Friedensgebet vom Heiligen Franz von Aissi sprachen, erteilten die beiden Pfarrer den Friedenssegen und Messnerin Barbara Hell zog an der sehr hoch hängenden Friedensglocke, damit die Töne der friedlichen Botschaft über das Achental ziehen konnten.

Nach der Andacht saßen die Achberger mit ihren Gästen noch lange bei selbstgebackenem Kuchen und Kaffee auf Bänken und genossen den idyllischen Blick von oben.

Text und Fotos: Sybilla Wunderlich -Die Kapelle am Hinterachberg bei der Andacht

In der Bergpredigt (Matthäus 5, Vers 9) sagt Jesus: „Glücklich zu preisen sind die, die Frieden stiften; denn sie werden Kinder Gottes genannt werden.“ Das bedeutet, dass Menschen, die sich aktiv für Versöhnung und Gerechtigkeit einsetzen, von Gott als seine Söhne und Töchter anerkannt werden. [1, 2]

Hier sind einige Kernpunkte zu dieser bekannten Seligpreisung:

  • Aktives Handeln: Frieden stiften (Friedensstifter) bedeutet, nicht nur selbst friedliebend zu sein, sondern Unrecht anzusprechen und aktiv zwischen Menschen zu vermitteln. [1]

 

 


Redaktion

Anton Hötzelsperger

Als freier Journalist bin ich bereits seit vielen Jahren mit der täglichen Pressearbeit für die Region Chiemsee, Samerberg und Oberbayern befasst. Mit den Samerberger Nachrichten möchte ich eine Plattform bieten für Beiträge aus den Bereichen Brauchtum, Landwirtschaft, Tourismus und Kirche, die sonst vielleicht in den Medien keinen breiten Raum bekommen würden.

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