Nach zuletzt drei Niederlagen am Stück mit insgesamt 16 Gegentoren konnten die Starbulls Rosenheim am zwölften DEL2-Spieltag wieder ein Erfolgserlebnis feiern. Im Heimspiel gegen Aufsteiger Memmingen Indians behielten die Grün-Weißen, die sich defensiv wieder deutlich stabiler präsentierten, am Sonntagabend mit 4:0 die Oberhand.
Die Partie vor 3.556 Zuschauern in der SPIE Arena begann mit einer halben Stunde Verspätung, da den Gästen aus Memmingen eine Autobahnsperre einen Strich durch die Anreiserechnung gemacht hatte. Auf dem Eis zeigten sich beide Teams aber vom ersten Bully an fokussiert. Bei einem frühen Warnschuss von Matteo Gennaro zeigte sich Starbulls-Keeper Christopher Kolarz auf dem Posten. Die erste Memminger Sturmreihe um den Topscorer hatten die Hausherren fortan aber bestens im Griff. Die Starbulls dominierten den ersten Spielabschnitt und hatten durch Fabian Dietz (3.), Keaton Mastrodonato (12.) und Scott Feser (20.) drei hochkarätige Chancen, bei denen Gästekeeper Justus Roth – er erhielt nach einer starken Leistung beim Memminger Heimsieg zwei Tage zuvor erneut den Vorzug vor Michael Bitzer – seine Klasse zeigte. Auf der anderen Seite verhinderte Kolarz mit einer Glanztat die mögliche Gästeführung durch Nick Maul (9.).
Im zweiten Drittel belohnten sich die Hausherren früh für ihr Engagement. Scott Feser bediente Lewis Zerter-Gossage, dessen raffinierter Handgelenkschuss aus spitzem Winkel im rechten oberen Eck einschlug (22.). Die neu formierte Reihe mit „Godhelm“ Feser als Center zwischen Zerter-Gossage und Samir Kharboutli harmonierte gut und kreierte ein ums andere Mal gefährliche Offensivmomente. Dem ersten und einzigen Rosenheimer Überzahlspiel an diesem Abend entsprang das 2:0: Jordy Bellerive schloss eine gelungene Kombination per Direktabnahme ab. Gästetorwart Roth war beim satten Flachschuss machtlos, weil Lukas Laub ihm die Sicht nahm (26.). Gleich dreimal zwei Unterzahlminuten überstanden die Starbulls im zweiten Drittel – über weite Strecken dank strukturierten Defensivspiels und cleveren Befreiungsaktionen, aber auch dank einiger guter Paraden von Christopher Kolarz.
Die Indians, in der Tabelle vor der Partie vier Punkte vor den Starbulls platziert, deuteten mehrfach ihre Gefährlichkeit an, die größte Torchance aber hatten die Grün-Weißen. Lukas Laub fuhr nach Zuspiel von Sean Giles alleine auf Justus Roth zu, der Gästekeeper ließ sich jedoch nicht foppen und verhinderte mit dem Schoner das 3:0 (38.). Auch Kevin Marx Norén hatte den dritten Rosenheimer Treffer auf dem Schläger. Das Schlussdrittel begann mit aggressivem Memminger Forecheck und viel Scheibenbesitz der Gäste, den die Starbulls zunächst selten stören konnten. Aber die Rosenheimer Defensive, die im Gegensatz zu den letzten drei Spielen deutlich weniger Fehler machte, ließ kaum Abschlüsse aus vielversprechenden Positionen zu. Gefährlich wurde es, als Kevin Wall abzog und der eigentlich schon geklärte Puck von Ryan McKiernans Schlittschuh fast den Weg ins Tor gefunden hätte (44.).
Dem Rosenheimer Kapitän attestierte Headcoach Jari Pasanen nach der Partie übrigens die bisher beste Saisonleistung. McKiernan zeigte sich in der Verteidigung abgeklärt, war an der Entstehung des 1:0-Führungstreffers beteiligt und sollte es auch beim 3:0 sein. Sein von Gästeverteidiger Maximilian Kolb abgelenkter Schuss wurde zur Vorlage für Scott Feser, der schnell reagierte und Glück hatte, dass der Puck durch die „Hosenträger“ des Gästekeepers an den Innenpfosten trudelte und knapp hinter die Torlinie rutschte (55.). Zuvor war Starbulls-Schlussmann Kolarz mit einem Reflex gegen den Ex-Rosenheimer Leon van der Linde zur Stelle.
Insgesamt musste Christopher Kolarz für seinen zweiten Shutout in der laufenden Saison 33 Schüsse abwehren. Gegenüber Justus Roth räumte bereits knapp vier Minuten vor der Schlusssirene seinen Kasten für einen sechsten Memminger Feldspieler. Aber die Hausherren störten die Gästebemühungen erfolgreich und Scott Feser fixierte per Empty-Net-Goal den 4:0-Endstand. Die Starbulls überholten dank des verdienten Heimdreiers mit Weiden, Bietigheim und Freiburg gleich drei Kontrahenten in der Tabelle und stehen nun mit 15 Punkten aus zwölf Spielen auf dem zehnten Rang. Am kommenden Wochenende gibt’s am Freitag ein Heimspiel gegen Crimmitschau (19:30 Uhr, SPIE Arena), am Sonntag folgt die Auswärtsfahrt nach Ravensburg.
Pressemitteilung SBR Spielbetriebs GmbH & Co. KG / Foto: David Löffler – weitere Fotos: Michael Anner junior, Prien a. Chiemsee










