Im August 2026 erzielt das bayerische Bauhauptgewerbe einen baugewerblichen Umsatz von 2,14 Milliarden Euro und somit 8,8 Prozent mehr als im Vorjahresmonat. Fast ein Drittel des Umsatzes wird im gewerblichen und indstriellen Tiefbau erzielt. Der Gesamtwert der Auftragseingänge im bayerischen Bauhauptgewerbe liegt im August 2026 bei außergewönlichen 3,5 Milliarden Euro und übersteigt damit das Vorjahresniveau um 76,6 Prozent. Im Wohnungsbau steigt der Gesamtwert der Auftragseingänge um 62,1 Prozent. Projekte für Energie- und Verkehrsinfrastruktur stützen nun schon im vierten Jahr die Gesamtentwicklung des Bauhauptgewerbes.
Schweinfurt. Wie das Bayerische Landesamt für Statistik mitteilt, liegt der baugewerbliche Umsatz des bayerischen Bauhauptgewerbes im August 2026 mit 2,14 Milliarden Euro gegenüber dem Vorjahresmonat um 8,8 Prozent höher.
Umsatzsteigerung in den meisten Bausparten
In drei von sieben Bausparten werden im August 2026 gegenüber dem Vorjahresmonat Umsatzzuwächse zwischen 6,3 Prozent im Straßenbau und 35,7 Prozent im gewerblichen und industriellen Tiefbau verzeichnet. Die größte absolute Steigerung entfällt mit rund 160 Millionen Euro ebenfalls auf den gewerblichen und industriellen Tiefbau.
Während sich die baugewerblichen Umsätze sowohl im gewerblichen und industriellen Hochbau als auch im öffentlichen Tiefbau für Gebietskörperschaften und Sozialversicherungen knapp über Vorjahresniveau belaufen, gehen die Umsätze im Wohnungsbau (-2,7 Prozent) und im öffentlichen Hochbau für Organisationen ohne Erwerbszweck (-28,3 Prozent) zurück.
Gesamtwert der Auftragseingänge deutlich über Vorjahresniveau
Bei den Auftragseingängen entfällt die größte absolute Steigerung mit rund 840 Millionen Euro auf den gewerblichen und industriellen Tiefbau (+178,6 Prozent). Weitere fünf der insgesamt sieben Bausparten verbuchen zwischen 8,5 Prozent und 86,2 Prozent höhere Auftragseingänge als im Vorjahresmonat.
Rückläufige Auftragseingänge werden einzig im öffentlichen Hochbau für Gebietskörperschaften und Sozialversicherungen verzeichnet. Hier gehen die Auftragseingänge im Vergleich zum Vorjahresmonat um 11,8 Prozent zurück.
Konstanter Personalstand im Bauhauptgewerbe
Mit den Ende August 2026 insgesamt 107 695 Personen im bayerischen Bauhauptgewerbe tätigen Personen liegt der Beschäftigtenstand auf Vorjahresniveau. Die Beschäftigten leisten im August 2026 an 21 Arbeitstagen rund 8,3 Millionen Arbeitsstunden und damit 0,7 Prozent mehr als im August 2025 mit 20 Arbeitstagen. Das Entgelt steigt gegenüber dem Vorjahresmonat um 4,1 Prozent auf 464,0 Millionen Euro.
Preisbereinigt moderate Entwicklung im Wohnungsbau – Tiefbau bleibt robuster
Nominal liegen die Auftragseingänge um 124,1 Prozentpunkte über dem Niveau des Bezugsmonats des Basisjahres 2021, preisbereinigt um 70,6 Prozentpunkte. (siehe Grafik 1). Beim Umsatz zeigt sich nominal ein Plus von 27,1 Prozentpunkten gegenüber August 2021, real hingegen ein Minus von 4,6 Prozentpunkten.
Im Wohnungsbau (siehe Grafik 2) liegen die Auftragseingänge im aktuellen Monat real 4,9 Prozentpunkte über dem Niveau des August 2021. Die realen Umsätze unterschreiten den Vergleichswert von 2021 um 32,8 Prozentpunkte.
Im Vergleich der Bausparten übertrifft der Tiefbau die Entwicklung von Umsätzen und Auftragseingängen im Hoch- und Wohnungsbau seit März 2023 (siehe Grafik 3). Projekte für die Energie- und Verkehrsinfrastruktur stützen nun schon im vierten Jahr die Gesamtentwicklung des bayerischen Bauhauptgewerbes.
Hinweise:
Die Berichterstattung basiert auf den Ergebnissen des Monatsberichts im Bauhauptgewerbe. Im Rahmen dieser Erhebung werden die bauhauptgewerblichen Betriebe von rechtlichen Einheiten mit 20 oder mehr tätigen Personen befragt.
Mehr Ergebnisse enthält der Statistische Bericht, der voraussichtlich in KW 43 erscheint:
„Bauhauptgewerbe in Bayern im August 2026“ (Bestellnummer: E2100C 202608).




